Jubiläen bringen oft die Erkenntnis mit sich, welch spannende berufliche oder private Entwicklung man gemeinsam mit dem Jubilar erlebt hat. Seit 2004 ist der Newsletter des „PR-Journals“ ein zuverlässiger und unverzichtbarer Begleiter des Kommunikationsmanagers. – Blenden wir einen Moment zurück, so wird deutlich, welche Auf- und Umbrüche nicht nur Wirtschaft und Gesellschaft, sondern auch die PR- und Kommunikationsbranche seither vollzogen haben. 2004 war die Kommunikationswelt noch einigermaßen überschaubar.

Das Internet war für viele Unternehmen eher noch ein „exotischer“ Kanal, Social Media steckten in den Kinderschuhen (Facebook war ein Jahr alt, Twitter noch gar nicht gegründet), als digitale Infrastruktur boten Unternehmen ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern den Nokia Communicator oder das Blackberry, das iPhone kam erst drei Jahre später auf den Markt. Unternehmenskommunikation war damals hierarchisch geprägt, in Silos organisiert und wenn nicht „beschaulich“, so doch weit entfernt von der heutigen Schnelllebigkeit und Unberechenbarkeit.

Rasante Veränderung der Branche

Die Branche veränderte sich seitdem rasant und Kommunikationsmanager spürten und spüren bis heute auch in ihrem Metier die Folgen der Globalisierung und des technologischen Fortschritts, zum Beispiel durch immer kürzere Reaktionszeiten, wachsende Komplexität und zunehmenden Kosten- und Erwartungsdruck. Von 2004 bis heute veränderten sich die Anforderungen der digital vernetzen Kommunikationsgesellschaft so grundlegend, dass neue Berufe, Rollen und Kooperationsformen entstanden. Vor dem Hintergrund dieses Wandels ist der Wissens- und Erfahrungsaustausch für die PR-Branche enorm wichtig.

Wieweit PR- und Kommunikationsmanager den gesellschaftlichen Wandel in den vergangenen Jahren aktiv mitgestaltet oder eher reaktiv nachvollzogen haben, darüber kann man streiten. Unstrittig aber ist, dass der Newsletter des „PR-Journals“ von Beginn an maßgeblich zur notwendigen Transparenz über das Kommunikationsgeschehen in Unternehmen, Organisationen und Agenturen und damit zur Weiterentwicklung der Branche beigetragen hat. Wie kein anderes Medium bildet er die Welt der professionellen Kommunikation in ihrer gesamten Breite ab, von Personal-News über Konzepte, Maßnahmen und Entwicklungen für gute Kommunikation bis hin zu Trends und aktuellen Fragen. Dabei verbindet der Newsletter professionelle Redaktion mit externer Expertise; in Kommentaren und Autorenbeiträgen schafft er Raum für vielfältige Sichtweisen und Impulse und fördert auf diese Weise im besten PR-Sinn den Dialog unter uns Kommunikationsmanagern.

Zeitreise durch die eigene berufliche Vita

Das Archiv des Newsletters kann man unter „pr-journal.de“ abrufen. Es dokumentiert das Kommunikationsgeschehen über die Jahre und die Entwicklungen in der PR. Es zeigt, dass die Unternehmenskommunikation ein spannendes, abwechslungsreiches Metier ist, in dem jede Woche neue Überraschungen und Herausforderungen bietet. Würde man Ausgabe 1 bis 750 der Reihe nach durchlesen, würde deutlich werden, was das Kommunikationsmanagement auszeichnet: nämlich kontinuierliche Veränderung und Verbesserung unter stetig veränderten Rahmenbedingungen. Für manchen mag der Blick ins Archiv des Newsletters auch zur Zeitreise durch die eigene berufliche Vita werden. Das Archiv mit allen bisher erschienen "PR-Journal"-Newslettern ist hier zu finden.

750 Ausgaben sind eine stolze Leistung. Ich bin überzeugt, dass der spezifische Mix aus News, Wissen und Anregungen auch künftig für ein glaubwürdiges, werteorientiertes und effizientes Kommunikationsmanagement hilfreich und unverzichtbar ist. PR-Profis sollten dieses Angebot nutzen, um informiert zu sein, aber auch um den Dialog in der Branche mit eigenen Beiträgen zu bereichern.

Über den Autor: Wolfgang Griepentrog ist Interim Manager und Kommunikationsberater. Er unterstützt Unternehmen bei der Verbesserung ihrer Kommunikations- und Marketingprozesse und bei der Positionierung mit einem differenzierten Markenprofil. In Krisen sowie im Change Management hilft er, unternehmenspolitische Handlungsspielräume zu sichern. Seit vielen Jahren unterhält er zu dem seinen Blog „Glaubwürdig kommunizieren“. Hier gibt es Beobachtungen, Analysen, Anregungen rund um wirkungsvolle Kommunikation. Zudem gehört er zum festen Autorenkreis des „PR-Journals“.


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