Unternehmenswebsites und Videos stark im Kommen; soziale Netzwerke wenig genutzt. Die Social Media Präsenz der CEOs von den weltweiten Top 50 Unternehmen hat sich in den letzten zwei Jahren fast verdoppelt. Kommunizierten 2010 gerade einmal 36 Prozent im Social Web, stieg die Zahl im vergangenen Jahr auf 66 Prozent an. Das ergab die neueste Ausgabe der Weber Shandwick Studie Socialising Your CEO: From (Un)Social to Social. "Um ihre Reputation aufzubauen und zu fördern, nutzten CEOs bisher eher andere Mittel und Kanäle als Social Media. Die aktuellen Untersuchungen zeigen jedoch, dass Geschäftsführer immer entschiedener in soziale Medien vordrängen", bemerkt Leslie Gaines-Ross, Chief Reputation Strategist bei Weber Shandwick. "Durch diese Online-Auftritte zeigen CEOs, dass sie ihren Kunden zuhören, sich für die Wahrnehmung ihrer Produkte interessieren und Top-Talente für ihren Mitarbeiterstamm haben wollen - kurz: sie zeigen ein menschliches Gesicht und sind so näher an ihren Stakeholdern."

CEOs als Online-Persönlichkeit
Der rasante Anstieg von Social CEOs seit 2010 resultiert vor allem aus einer erhöhten Sichtbarkeit der Betreffenden auf deren Unternehmenswebsites und in Videos, vor allem auf der Homepage und im "Über uns"-Bereich. Persönliche Anschreiben, Fotos und kurze Filme sorgen heute bei der Hälfte aller CEOs für eine größere Präsenz als eine bloße Namensnennung und können oft die ersten Schritte zu einer Social Personality in einem globalen Markt sein. 2010 hatte das erst knapp ein Drittel der CEOs erkannt.

Videos auf dem Vormarsch
Corporate Content wird mehr denn je in verschiedenen Filmformaten verbreitet. 2010 mit Ausnahme von nur 18 Prozent der CEOs noch weitestgehend ungenutzt, entwickelten sich Corporate Videos inzwischen zu einem anerkannten Tool, das von 40 Prozent der Geschäftsführer genutzt wird. Dabei werden die Kurzfilme häufig nicht nur auf der Firmenwebsite veröffentlich, sondern per unternehmenseigenem YouTube-Kanal auch auf anderen Seiten und Blogs eingebunden und schaffen so zusätzliche Reichweite und Mehrwert.

Nutzung sozialer Netzwerke weiterhin schwach
Die Nutzung sozialer Netzwerke durch CEOs ist von 2010 bis 2012 lediglich von 16 auf 18 Prozent gestiegen. James Warren, Chief Creative Officer bei Weber Shandwick Digital, kommentiert diese Entwicklung wie folgt: "Die Aktivitäten globaler CEOs in Social Networks mögen sich nicht sehr erhöht haben. Die Präsenz der Betreffenden in anderen sozialen Medien spricht jedoch dafür, dass Social Web-Plattformen genau beobachtet und dort gewonnene Erkenntnisse für andere Kanäle adaptiert und eingesetzt werden."

Große regionale Unterschiede
US-amerikanische CEOs übertreffen ihre internationalen Kollegen beim Thema Social Visibility, gleichwohl in Europa das CEO-Engagement mit 67 Prozent 2012 gegenüber 12 Prozent 2010 am stärksten gestiegen ist. Schlusslicht bilden CEOs aus APAC, deren soziale Sichtbarkeit in den letzten zwei Jahren zurückgegangen ist. Auch in der Nutzung unterschiedlicher Plattformen bestehen regionale Unterschiede. So nutzen US-Amerikaner mit 40 Prozent am liebsten soziale Netzwerke, während weder Profile von CEOs aus APAC-Ländern, noch aus Latein Amerika dort ausgemacht werden konnten. Europäer sind in den einschlägigen Netzwerken zwar vertreten, bevorzugen mit 38 Prozent jedoch den Video-Dienst YouTube.

Anzahl an falschen Social Network Profilen steigt
Überraschend und zugleich alarmierend ist 2012 die gestiegene Anzahl sogenannter Fake-Accounts in sozialen Netzwerken. Circa ein Drittel der Top CEOs waren als Inhaber gefälschter Social Media Profile angegeben, die entweder unkorrekte Angaben über das Unternehmen beinhalteten oder mehrfach unter demselben Namen angelegt waren.

Weitere Informationen zur Studie "Socialising Your CEO: From (Un)Social to Social" bietet der Studienbericht.


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