Wie ticken die deutschen Social-Media-Nutzer, wenn es um die Kommunikation von Unternehmen und Organisationen geht? Welche Quellen nutzen sie? Wie gut fühlen sie sich informiert? Wie glaubwürdig empfinden sie die Unternehmenskommunikation? Die „Com-X“-Studie der ComMenDo Agentur für UnternehmensKommunikation zeigt, dass das Urteil ähnlich kritisch ausfällt wie in der Gesamtbevölkerung (wir berichteten im Herbst 2013 darüber). Mehr als drei Viertel der Befragten (77 Prozent) nutzen das Internet – davon knapp die Hälfte (37 Prozent) täglich. Fast jeder Zweite (47 Prozent) ist im Social Web ComMenDo Grafik SCM 2014-04unterwegs. Facebook ist mit 39 Prozent die beliebteste Plattform der Bürger. Am meisten überrascht, dass die Nutzer von Facebook, Twitter und Co. ihr Wissen über Unternehmen und Organisationen in erster Linie (67 Prozent) aus den klassischen Medien beziehen (Nicht-Nutzer: 75 Prozent). Nur 28 Prozent von ihnen nutzen dafür das Social Web – bei den Facebook-Nutzern sind es etwas mehr (31 Prozent). Entsprechend wenige können sich überhaupt an Kommunikationskontakte in den letzten drei Monaten erinnern (11 Prozent).

Nur 30 Prozent der Social-Media-Nutzer fühlen sich gut informiert – 40 Prozent meinen, die Unternehmen träten sympathisch auf. Aber nur 20 Prozent halten deren Kommunikation auch für glaubwürdig. 39 Prozent vertrauen eher Journalisten, Verbraucherverbänden oder anderen Verbrauchern. Entsprechend wünscht sich nur knapp ein Drittel (30 Prozent), dass ihre Meinung bei relevanten Themen gehört wird.

„In Internet und Social Web ist die Glaub- und Vertrauenswürdigkeit maßgeblich von den Bewertungen, Kommentaren und Empfehlungen anderer Nutzer abhängig“, so Michael Bürker, Initiator und Leiter der Studie. Bürker, der geschäftsführender Gesellschafter von ComMenDo ist gleichzeitig noch Professor für PR und Kommunikationsmanagement an der MHMK Macromedia Hochschule für Medien und Kommunikation in München, zieht folgendes Fazit: Twitterern und Bloggern komme in ihrer aktiven Rolle als Influencer eine besondere Bedeutung zu. Entscheidend sei eine intelligente Verknüpfung der drei Kommunikationswelten klassische Medien, Internet und Social Web, so der Experte.

Für die „Com-X“-Studie hat die GfK Marktforschung im Auftrag der der ComMenDo Agentur für UnternehmensKommunikation ca. 1.000 repräsentativ ausgewählte Personen in Deutschland befragt.

 


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