BVCM Studie SoMeNur ein kleiner Teil der deutschen Unternehmen haben nach objektiven Kriterien ein ausreichendes Community Management. So fehlt es vielen an digitalen Strategien, konkreten Zielen und daraus messbaren Erfolgen für Social Media. Das ergab eine von David Wagner und Ben Ellermann initiierte Studie des Bundesverbands Community Management (BVCM) und der German Graduate School of Management & Law Heilbronn (GGS), unterstützt von der Kommunikationsagentur Ketchum Pleon. Ein weiteres dramatisches Ergebnis der Umfrage unter 256 Community Managern: 39 Prozent der Unternehmen haben kein Konzept zur Erfolgsmessung (siehe Grafik) und nur 35 Prozent messen mit KPIs auch businessrelevante Faktoren. „Kommunikation muss aber unbedingt auf den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens einzahlen. Das gilt natürlich auch für alle Social-Media-Maßnahmen“, sagt Patrick Lithander, Geschäftsführer Digital bei Ketchum Pleon. Besonders erschreckend: Weniger als ein Viertel der Befragten gab an, überhaupt einen Erfolg der eigenen Tätigkeit nachweisen zu können.

Lithander: „Viele springen auf den Social-Media-Zug auf, ohne festzulegen, wie das auf den Geschäftserfolg einzahlen soll.“ Zum Beispiel ergab die Umfrage, dass 69 Prozent der Unternehmen zwar eine Social Media-Strategie haben, aber nur 46 Prozent mit einer Digitalstrategie aufwarten können. „Eine ganzheitliche digitale Transformation kann nur gelingen, wenn Social Media und digitale Kommunikation integraler Teil der Wertschöpfungskette werden.“

„Symptomatisch für den in Deutschland immer noch neuen Beruf des Community Managers ist auch die uneinheitliche Definition und Kompetenzaufteilung für Social Media-Manager in den befragten Unternehmen“, betont Susanne Lämmer, Mitglied des BVCM-Studienteams: „Der Berufsstand braucht dringend einheitliche, anerkannte Ausbildungsroutinen, die den zunehmenden Anforderungen in diesem Bereich angemessen sind.“

Patrick Lithander beurteilte die Studie dennoch als Erfolg: „Wir kennen jetzt die Schwachpunkte und die Optimierungsfelder.“ Deshalb sollten Unternehmen schnell handeln und Versäumtes nachholen. Aber auch Agenturen müssen ihre Hausaufgaben machen und besser beraten.

Die gesamte Studie gibt es auf der BVCM-Website zum Download.


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