Preise und Awards WissKom Award 2025 Geschichtswissenschaftliches Projekt #LastSeen ausgezeichnet
- Details
- von Annett Bergk, Hamburg
Der WissKom Award 2025 geht an das Projekt „#LastSeen. Bilder der NS-Deportationen“ der Freien Universität Berlin und des Selma Stern Zentrums für Jüdische Studien Berlin-Brandenburg mit weiteren internationalen Partnern. Mit der Auszeichnung würdigen die Kommunikationsverbände BdKom, DPRG, GPRA und Bundesverband Hochschulkommunikation (BV_HKOM) herausragende Leistungen in der Wissenschaftskommunikation.
„Das Vermittlungskonzept ist beispielgebend: Von der Ebene der wissenschaftlichen Experten über Nachkommen der Opfer bis hin zu Jugendlichen und der breiten Öffentlichkeit werden Zielgruppen so angesprochen, dass sie selbst zu Forschenden werden. Hier wird nicht darüber gesprochen, was historische Quellen uns zu sagen haben, sondern die Quellen selbst werden zum Sprechen gebracht“, begründet BdKom-Präsidentin und Juryvorsitzende Regine Kreitz die Entscheidung.
So können Nutzerinnen und Nutzer die Bilder über eine Karte erkunden oder über ein Interface, das sie in eine interaktive Rechercheumgebung führt. Hohe Zugriffszahlen und mediale Aufmerksamkeit belegten, dass das Konzept aufgehe. Nicht zuletzt hebt die Jury die große gesellschaftliche Bedeutung des Projekts hervor, das sich der Ungeheuerlichkeit der NS-Deportationen vor aller Augen rein über die Präsentation der Fakten nähert.
Die Auszeichnung WissKom Award 2025 nahmen die Projektverantwortlichen Alina Bothe und Christoph Kreutzmüller am gestrigen Abend (19. November) auf dem Kommunikations-Dinner Wissenschaft der ZEIT Verlagsgruppe und der VolkswagenStiftung in Berlin entgegen, auf dem gut 70 Kommunikationsverantwortliche aus Universitäten, Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Berlin zusammenkamen.
Der WissKom Award wurde 2025 zum ersten Mal in dieser Form ausgeschrieben. Knapp 60 Einreichungen hatte die 11-köpfige Fachjury zu beurteilen. Eine lobende Erwähnung spricht sie dem Projekt „Woche ohne E“ aus, einer Aktionswoche gegen Einsparungen in der Berliner Wissenschaft, verantwortet ebenfalls von der FU Berlin.
- Zugriffe: 775