Buergerdialog Praxisleitfaden fuer Kommunale Unternehmen CoverOhne Akzeptanz vor Ort lassen sich heute kaum noch Infrastrukturprojekte umsetzen. Doch wie informiert und beteiligt man betroffene Stakeholder am besten? Der neue gemeinsame Leitfaden der VKU Verlag GmbH des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU) und der Beratungsagentur navos – Public Dialogue Consultants schafft ein Bewusstsein für Kommunikationsanlässe und zeigt individuelle Wege für die Umsetzung von Bürgerdialogen auf. Der „Leitfaden Bürgerdialog für kommunale Unternehmen“ ist durch seine klare Struktur mehr als eine Informationsschrift: Er bietet Orientierungshilfe für die Praxis und unterstützt bei Planungen.

Welche Dialogform ist für welche Projektphase geeignet? Was ist heute für die Kommunikation Pflicht, was ist sinnvoll, was ist Kür? Warum ist eine konsequente Verzahnung von Bürgerdialogen mit der Gesamtprojektplanung wichtig? Diesen und weiteren Fragen gehen die Herausgeber in neun Kapiteln nach und ergänzen die Fachartikel um Checklisten, Interviews und Praxisbeispiele.

Dabei ist ihnen eine Botschaft wichtig: Es gibt bei Bürgerdialogen keinen „One size fits all“-Ansatz; die eine Lösung, die immer passt. „Die kommunalen Unternehmen kennen ihre Kunden und Partner vor Ort sehr genau“, betont Carsten Wagner, Geschäftsführer des VKU Verlags. „Was in Stadt A gut klappt, muss in Gemeinde B noch lange nicht zum Erfolg führen. Und was für ein Großprojekt angemessen ist, kann bei einem kleinen Projekt, das nur wenige Betroffene hat, zu viel sein.“ Hier gelte es, individuell abzuwägen, aber auch neuen Wegen gegenüber offen zu bleiben – nicht nur in Zeiten von Corona.

Anja Schlicht, Geschäftsführerin bei navos, ergänzt: „Eine erfolgreiche Beteiligung ist immer eine ernstgemeinte Beteiligung. Ein Dialog, der nicht aufrichtig ist, und eine Beteiligung, die nichts verändert, führen nicht zum Erfolg.“ Ebenso wichtig wie die Notwendigkeiten des Bürgerdialogs zu sehen, sei es aber auch, dessen Grenzen zu erkennen. „Während der Bürgerdialog früher oft vernachlässigt wurde, gilt er heute fast als ‚Allzweckwaffe‘. Aber Fehler, die in der Projektumsetzung gemacht wurden, oder Versäumnisse beim Projektstart, kann auch der beste Dialog nicht mehr kitten.“

Ein weiterer wichtiger Punkt aus Sicht der Herausgeber des Leitfadens: Bürgerdialoge kosten zwar Zeit und Geld, aber sie lohnen und rechnen sich. Denn damit Infrastrukturprojekte „in time“ und „in budget“ laufen, ist eine gute, frühzeitige Kommunikation in fast allen Fällen unerlässlich. Der Leitfaden zeigt, welche Maßnahmen es für die Information, den Dialog und die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger in den einzelnen Projektphasen gibt. Und er sensibilisiert, welche Maßnahmen für welches Projekt sinnvoll sind.

Der „Leitfaden Bürgerdialog für kommunale Unternehmen“ ist einfach via VKU-Verlag zum Preis von 39,00 Euro erhältlich.

 


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