Pressemappen-Studie TitelAufgesangDer digitale Wandel ist noch lange nicht bei Unternehmen und ihren Pressematerialien angekommen: 65 Prozent der Pressemappen liegen ausschließlich als Print-Mappe vor – bis zu 137 Seiten stark. Etwa ein Viertel der Unternehmen (28 Prozent) legt der Print-Pressemappe immerhin eine digitale Version bei. Und: Qualitativ ist viel Luft nach oben. Das sind die Ergebnisse einer Studie der Aufgesang Public Relations GmbH aus Hannover.
Analysiert wurden Hunderte Pressemappen aus den gesamten Pressefächern der Messen CeBIT, Hannover Messe und dmexco. Der Großteil der rein digitalen Pressemappen lässt sich auf der CeBIT finden. Die meisten Print-Pressemappen kombiniert mit einer digitalen Version gibt es auf der Hannover Messe. Erstaunlich: Die digitale Fachmesse dmexco liegt weit hinten – mit einem Anteil von insgesamt nur drei Prozent an den digitalen Ausführungen.

„Ausgerechnet die digitale Wirtschaft verschläft hier die Entwicklung und setzt fast ausschließlich auf das nicht-digitale Format“, kommentiert Ulf-Hendrik Schrader, Gesamtgeschäftsführer der Aufgesang-Agenturgruppe, das Ergebnis.

Werbung statt Qualitäts-Infos
Fehlende Links zu den Online-Präsenzen der Unternehmen erschweren den Journalisten den Zugang zu weiteren Informationen. Stattdessen enthalten 84 Prozent der Pressemappen werbliches Material wie Flyer und Broschüren, 16 Prozent enthalten kleine Geschenke. „Werbematerial ist in Pressemappen deplatziert“, urteilt Schrader. Generell lässt die Qualität der Pressemappen zu wünschen übrig – unvollständige Unternehmensinformationen, lausige Pressemitteilungen, fehlender Pressekontakt und mangelnde Struktur ziehen den Schnitt nach unten.
„Medienleute haben immer weniger Zeit, Massen an Informationen zu sichten. Umso mehr Relevanz erhält die Pressemappe – wenn sie professionell aufbereitet ist und den Anforderungen der Journalisten entspricht“, so Schrader. „Wir wollen den Unternehmen mit dieser Studie ein Benchmark für die eigene PR an die Hand geben“.
Analysiert wurden 316 Pressemappen. Unter Adresse bietet die Agentur ihre Erkenntnisse kostenlos zum Download an. Als „Gegenleistung“ für die 18 Seiten umfassende Studie bittet die Agentur um einen Tweet oder Facebook-Share. 

Spezialisiert auf integrierte Online-Kommunikation
Die Kommunikation der Aufgesang-Agenturgruppe verzahnt klassische PR mit Content- und Inbound-Marketing. Das interdisziplinäre Team aus 23 Kollegen betreut etwa 75 Kunden. Die Agentur, die 1998 gegründet wurde, hat sich spezialisiert auf integrierte Online-Kommunikation und die digitale Wirtschaft.


Wir haben die Kommentarfunktion wegen zu vieler Spam-Kommentare abgeschaltet. Sie können uns aber trotzdem Ihre Meinung zu diesem Artikel als Leserbrief direkt zusenden. Falls Sie wünschen, dass wir Ihren Leserbrief als Kommentar dem Artikel hinzufügen, vermerken Sie dies bitte in der Mail an uns.
leserbrief@pr-journal.de


Werbung

Heute NEU im PR-Journal