Millennial-Study 2014 WorkSmarterMillennials, Generation Y, Digital Natives - das Thema ist nicht neu. Das gilt auch für die Erkenntnis, dass die Generation Y länderübergreifend bestimmte Grundwerte hat, es aber regionale Ausprägungen gibt. Millennials in China oder Indien haben andere Präferenzen als ihre deutschen Generationsgenossen. Jetzt hat Universum die Millennial-Studie vom Sommer 2014 noch einmal ausgewertet und Unterschiede zwischen Deutschland und dem Rest der Welt herausgearbeitet. Für die Studie befragten Universum, das Insead Emerging Markets Institute und The Head Foundation von Juni bis Juli 2014 mehr als 16.000 Studierende und junge Berufstätige in 42 Ländern. Eins der Ergebnisse: „Work smarter, not harder“ ist eine Einstellung zum Berufsleben, die bei den 18- bis 35-Jährigen weit verbreitet ist (siehe Schaubild). Hier kommen die wichtigsten Aussagen der Auswertung:

Work-Life-Balance
Zu den Millennials zählen die heute etwa 18- bis 35-Jährigen. Ihnen ist eine ausgewogene Work-Life-Balance wichtiger als ein hohes Gehalt. Weltweit sagten dies nahezu drei Viertel der Teilnehmer der Studie. Die Millennials in Deutschland sehen das genauso: Mehr als vier Fünftel sprachen sich für einen Job aus, der Vereinbarkeit von Familie und Beruf bietet. Nur für 19 Prozent ist ein hohes Gehalt wichtiger.

Zeit für das Privatleben
Welche Vorstellungen werden mit einer ausgewogenen Work-Life-Balance verbunden? Ähnlich wie in Nordamerika sind für die Millennials in Deutschland flexible Arbeitszeiten ein wichtiger Bestandteil der Work-Life-Balance. Mit 63 Prozent ist dies der zweitwichtigste Aspekt und wird nur noch durch „genug Zeit für das Privatleben” übertroffen. 73 Prozent der Befragten in Deutschland ist dieser Punkt besonders wichtig.
„Zeit mit der Familie verbringen“, „persönliches Wachstum“, „Neues erlernen“ sowie „ein langes und gesundes Leben haben“ führen im Westen Europas die Hitliste an. Dabei zeigen sich die Deutschen als besonders gesundheitsbewusst.
Bezüglich der Erwartungen zum künftigen Lebensstandard unterschieden sich die Antworten je nach Land erheblich. Fast ein Viertel der deutschen Millennials blickt optimistisch in die Zukunft und sieht sich im Vergleich zur vorhergehenden Generation im Vorteil.

Freundliches Arbeitsumfeld
Lieber keinen Job haben, als einen, den man hasst? In Deutschland ist etwa ein Drittel der Studienteilnehmer der Ansicht, dass es besser ist, gar keinen Job zu haben als einem ungeliebten Job nachzugehen.
Danach gefragt, welche Aspekte der Unternehmenskultur zu ihrer eigenen Persönlichkeit passen sollten, nennen insbesondere deutsche Millennials häufig ein freundliches Arbeitsumfeld. In keinem anderen Land in Westeuropa spielen nette Kollegen eine so große Rolle wie bei uns. Etwa drei Viertel der Befragten legen Wert auf diesen Punkt.

Eigenverantwortung
Die meisten deutschen Millennials wünschen, dass ihnen ihre Vorgesetzten eigenverantwortliches Handeln ermöglichen. Wichtig ist ihnen auch, dass Vorgesetzte transparente Leistungskriterien definieren und diese objektiv bewerten. Dies fordern nahezu 40 Prozent der deutschen Millennials. Größere Bedeutung als in anderen Ländern hat bei uns die Frage, ob Manager technische oder fachliche Experten in ihrem Gebiet sein sollten. Mehr als ein Drittel legt hierauf Wert.

Autor: Helge Weinberg ist Korrespondent Hamburg / Norddeutschland des „PR-Journals“ und spezialisiert auf Employer Branding und Arbeitgeberkommunikation.


Wir haben die Kommentarfunktion wegen zu vieler Spam-Kommentare abgeschaltet. Sie können uns aber trotzdem Ihre Meinung zu diesem Artikel als Leserbrief direkt zusenden. Falls Sie wünschen, dass wir Ihren Leserbrief als Kommentar dem Artikel hinzufügen, vermerken Sie dies bitte in der Mail an uns.
leserbrief@pr-journal.de


Heute NEU im PR-Journal