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Das Media-Intelligence-Unternehmen Cision hat die Ergebnisse seiner 12. jährlichen Journalistenbefragung veröffentlicht, den „Global State of the Media Report 2021“. Mehr als 2.700 Journalisten und Journalistinnen aus 15 Ländern weltweit, darunter USA, Frankreich, Deutschland, Großbritannien, Schweden, Mexiko, Korea und weitere, haben im Zeitraum vom 1. Februar bis 1. März 2021 an der Befragung teilgenommen. Ihre Antworten geben Aufschluss darüber, wie sie das von der Covid-19-Pandemie geprägte Jahr 2020 rückblickend bewerten. Die Umfrage zeigt, welche Herausforderungen sich Journalisten gestellt haben, wie sie die Situation der Medienlandschaft einschätzen und wie sich die Zusammenarbeit mit beziehungsweise das Verhältnis zu PR-Profis in dieser Zeit entwickelt hat. Dabei wird deutlich: Journalisten wünschen sich von PR-Profis, dass diese ihnen die Arbeit erleichtern.

Die wichtigsten Ergebnisse:

  • Die Ansichten der Journalisten über das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Medien haben sich in den letzten fünf Jahren stetig verbessert, aber die Herausforderung bleibt bestehen. Mehr als die Hälfte (53 %) der Journalisten sind der Meinung, dass die Öffentlichkeit im letzten Jahr das Vertrauen in die Medien verloren hat.* Betrachtet man speziell die USA, wo die umstrittenen Beziehungen zwischen dem Weißen Haus und bestimmten Medien in den letzten vier Jahren öffentlich ausgetragen wurden, sind 36 Prozent der Journalisten der Meinung, dass die neue Administration des Präsidenten Joe Biden dazu beitragen wird, dass die Öffentlichkeit in Zukunft mehr Vertrauen in die Medien hat.
  • Die Zensur bleibt ein großes Problem. Fast die Hälfte (46 %) aller Journalisten prognostiziert eine weitere Verschlechterung der Pressefreiheit in den nächsten drei Jahren.*
  • Journalisten sind von Anfragen sowohl überwältigt als auch unbeeindruckt. PR-Profis müssen gut strukturierte Verteilerlisten erstellen. Fast drei von zehn Journalisten erhalten mehr als 100 Anfragen pro Woche, von denen die meisten aufgrund ihrer Irrelevanz im (virtuellen) Papierkorb landen.
  • Journalisten wünschen sich, dass PR-Profis ihnen die Arbeit erleichtern. Da Journalisten mehrere Themenbereiche und Geschichten pro Woche abdecken, suchen sie nach Pressemitteilungen (laut 78 %), Informationen aus erster Hand (68 %) in Verbindung mit Grafiken und Einladungen zu Experteninterviews oder Veranstaltungen.
  • PR-Profis sollten vor allem die folgenden Dinge vermeiden: Themenvorschläge, die wie Marketingbroschüren klingen, mangelnde Transparenz und wiederholtes Nachfassen gehören zu den größten Ärgernissen für Journalisten.
  • PR-Profis müssen Trends antizipieren, überwachen und schnell auf sie reagieren. Angesichts des zunehmenden Wettbewerbs um Aufmerksamkeit prüfen Journalisten genau, ob eine Story-Idee das “Besondere” hat, was sich in Traffic und Social Shares (und letztlich in Werbeeinnahmen) niederschlägt.

"Die globale Medienlandschaft entwickelt sich angesichts des stark fragmentierten 24/7-Nachrichtenkonsums, schrumpfender Nachrichtenredaktionen und der Auseinandersetzung mit nicht-traditionellen Influencern", sagt Maggie Lower, Chief Marketing Officer bei Cision. "Nach einem Jahr wie keinem anderen wird die Partnerschaft zwischen den Medien und den PR-Profis – und den Technologien, die sie zur Entwicklung und Verbreitung von Inhalten nutzen – noch wichtiger. PR-Teams, die nicht aktiv Datenintelligenz und Wire- bzw. Nachrichtendienste nutzen, um ihre Kampagnen durchzuführen und zu steuern, laufen Gefahr, im Wettbewerb um Aufmerksamkeit für ihre Geschichten ins Hintertreffen zu geraten." 

Der „Global State of the Media Report 2021“ kann über diesen Link auf die Cision-Website heruntergeladen werden.

Virtueller State of the Media-Summit am 11. und 12. Mai 2021

Cision veranstaltet am 11. und 12. Mai seinen ersten, virtuellen State-of-the-Media-Summit mit verschiedenen Rednerinnen und Rednern von führenden Nachrichtenorganisationen und Marken. Die Agenda ist gespickt mit umsetzbaren Erkenntnissen, Best Practices und technischen Tipps für PR-Profis. Interessenten können sich hier für das Webinar registrieren.

* = Bestimmte Datenpunkte, die im Bericht identifiziert wurden, schlossen die Asien-Pazifik (APAC) Märkte aufgrund unterschiedlicher Fragestellungen nicht ein.


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