Studien Verschiebung bei Social-Media-Erfolgsmessung LinkedIn-Studie: Externe Links im Beitrag treiben Reichweite und Interaktionen
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- von Joris Duffner, Dortmund
Die LinkedIn-Studie 2026 von Metricool zeigt eine Verschiebung bei der Erfolgsmessung auf der Plattform: Sichtbare Reaktionen wie Likes, Kommentare und Shares gehen zurück, während das Gesamtengagement steigt. Grundlage sind 673.658 Beiträge von 63.108 Accounts weltweit aus den Zeiträumen Januar bis Februar 2025 und Januar bis Februar 2026.
Mit einem hartnäckigen Mythos räumt der Befund zu externen Links auf. Beiträge mit Links erzielen laut Metricool auf Unternehmensseiten 51 Prozent mehr Impressionen und 41 Prozent mehr Interaktionen. Damit widerspricht die Studie der verbreiteten Annahme, LinkedIn benachteilige grundsätzlich Posts, die Nutzer:innen von der Plattform wegführen. Auf privaten Profilen ist dieser Effekt jedoch weiterhin zu beobachten.
Wandel in der Engagement-Logik
Die Untersuchung beschreibt zugleich einen Wandel der Engagement-Logik. Während Likes um 13 Prozent, Kommentare um 17 Prozent und Shares um zehn Prozent zurückgehen, steigt das Gesamtengagement um rund 14 Prozent. Metricool führt diese Entwicklung auf „unsichtbare Interaktionen“ zurück, darunter Klicks, Videoaufrufe und das Durchklicken von Karussells. Für die Bewertung von LinkedIn-Kommunikation gewinnen damit Nutzungsdaten an Bedeutung.
Auch die Absenderrolle verändert sich. Persönliche Profile erreichen im Schnitt 63 Prozent mehr Engagement und bis zu 237 Prozent mehr Kommentare als Unternehmensseiten. Besonders deutlich fällt der Vorsprung bei Accounts mit weniger als 10.000 Followern aus. Unternehmensseiten bleiben jedoch wichtig für Reichweite und Verbreitung.
Klare Call-to-Actions steigern Reichweite
Neben Links nennt die Studie weitere Hebel: Hashtags steigern laut Studie Reichweite um 85 Prozent und Interaktionen um 88 Prozent. Fragen oder klare Call-to-Actions erhöhen die Wahrscheinlichkeit von Kommentaren um bis zu 80 Prozent. Karussells, Multi-Image-Posts und Umfragen schneiden ebenfalls stark ab, werden aber vergleichsweise selten eingesetzt.
Für PR- und Kommunikationsteams ergibt sich daraus laut Studie ein klarer Auftrag: LinkedIn-Posts sollten nicht nur auf Sichtbarkeit zielen, sondern auf Handlung. Der Link wird zumindest für Unternehmensseitten dabei wieder zum messbaren Instrument – vorausgesetzt, er führt zu relevantem Content und steht nicht isoliert im Beitrag.
Mehr Infos zu Methodik und gesamte Studie sind hier zu finden.
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