Studien GWA-Umfrage KI verändert Nachwuchsförderung in der Strategiearbeit
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- von Jana Pietsch, Hamburg
Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz verändert die Arbeit in Kommunikationsagenturen – mit spürbaren Folgen für den strategischen Nachwuchs. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage von The Strategy Collective im GWA Gesamtverband führender Kommunikationsagenturen. Fast die Hälfte der Befragten gibt an, dass Juniorinnen und Junioren durch die Nutzung von KI-Tools heute seltener in die strategische Arbeit eingebunden werden.
65 Strategieverantwortlichen aus GWA-Mitgliedsagenturen nahmen teil. Neben den Auswirkungen von KI sehen die Befragten vor allem Defizite in der Ausbildung als Herausforderung. 36 Prozent nennen die mangelnde Praxisnähe der Ausbildungswege als größte Hürde für exzellente Strategiearbeit. Die Umfrage beleuchtet auch die Zusammenarbeit zwischen Agenturen und Kunden. Rund die Hälfte der befragten Strateginnen und Strategen beobachtet eine Verbesserung der Qualität der Strategiearbeit in den vergangenen zwei Jahren. Als wichtigste Erfolgsfaktoren nennen sie klar definierte gemeinsame Ziele, gegenseitiges Vertrauen sowie eine proaktive Beratung. Besonders hoch wird der Mehrwert externer Strategieberatung bei der Entwicklung neuer Marken- und Kommunikationsstrategien eingeschätzt: 85 Prozent der Befragten sehen hier den größten Nutzen für werbungtreibende Unternehmen.
Gleichzeitig wird die Rolle von Strateginnen und Strategen vor allem als Impulsgeber für neue Ideen wahrgenommen. 72 Prozent der Befragten sehen darin ihre wichtigste Funktion, während sich lediglich zwölf Prozent als Innovationsmotor verstehen. Für Christian Bihn, Forensprecher von The Strategy Collective und Chief Strategy Officer bei VML: „Die Zahlen zeigen, dass Strategie vor allem in frischen Kundenbeziehungen zum Zug kommt”.
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