Studien Untersuchung von Wake up Communications Whitepaper: Weniger als die Hälfte der untersuchten NRW-Hotels kommuniziert lokal auf Social Media

Die Düsseldorfer Agentur Wake up Communications hat für ein Whitepaper 100 Hotels in Nordrhein-Westfalen auf Instagram und Facebook untersucht. Im Analysezeitraum vom 1. Januar bis 31. Mai 2026 veröffentlichten nur 49 Häuser Beiträge über lokale Accounts. Laut der Agentur bleibt somit viel kommunikatives Potezial ungenutzt.

Sie haben die Social-Media-Arbeit von Hotels untersucht: Mine Weber (links) und Nadja Amireh. (Foto: Wake up Communications)

Für das Whitepaper „Hotels & Social Media: Präsenz ist noch keine Positionierung“ wählte Wake up Communications Hotels mit drei bis fünf Sternen aus. Die Stichprobe umfasst Business- und Stadthotels ebenso wie Ferien-, Wellness-, Resort-, Boutique- oder Designhotels. Berücksichtigt wurden Häuser in Großstädten, im Ruhrgebiet, in Mittelstädten sowie in touristischen Regionen wie Sauerland, Eifel, Niederrhein, Bergischem Land und Teutoburger Wald.

Neben den 49 aktiven lokalen Auftritten verfügten 13 Hotels bei einer Betrachtung aller Social Media-Kanäle zwar über lokale Accounts, bespielten diese aber nicht. Acht Häuser waren ausschließlich über zentrale Markenaccounts ihrer Hotelketten vertreten. 30 Hotels hatten weder auf Instagram noch auf Facebook eine Präsenz.

Instagram trägt mehr lokale Kommunikation

Von 59 Hotels mit lokalem Instagram-Account veröffentlichten 47 Beiträge. Das entspricht einer Aktivitätsquote von knapp 80 Prozent. Auf Facebook waren 53 Häuser lokal vertreten, 36 davon posteten aktiv. Die Aktivitätsquote liegt dort bei rund 68 Prozent. Zentrale Markenaccounts wurden als Präsenz erfasst, aber nicht inhaltlich bewertet, weil sie Standorte meist nur punktuell aufgreifen.

Die Agentur bewertete die 49 aktiven lokalen Auftritte in fünf Kategorien: Profil und Differenzierung, Erlebnis und Atmosphäre, Menschen und Gastfreundschaft, Leistung und Nutzen sowie Content-System und Qualität. Im Durchschnitt erreichten die Hotels 10,08 von maximal 15 Punkten. 40 der 49 bewerteten Häuser erzielten mindestens ein "solides Ergebnis".

Menschen bleiben zu selten sichtbar

Viele Hotels präsentierten Zimmer, Gastronomie, Wellnessangebote und Veranstaltungen. Schwächer fallen die Auftritte dort aus, wo Mitarbeitende, Gastgeberpersönlichkeiten und Interaktionen sichtbar werden sollten. Auch wiederkehrende Reihen, klare Rubriken und eine langfristig erkennbare Content-Strategie fehlen laut der Analyse häufig.

„Ein Account allein schafft noch keine Positionierung. Entscheidend ist, ob der konkrete Standort mit seinen Menschen, seiner Atmosphäre und seinen besonderen Angeboten erkennbar wird“, sagt Nadja Amireh, Inhaberin von Wake up Communications. Mine Weber, Projektmanagerin bei Wake up Communications, ergänzt: „Ein optisch ansprechender Feed ist noch kein Kommunikationssystem.“

Whitepaper gibt Empfehlungen für Hotelgruppen

Das Whitepaper zeigt auf Basis der Untersuchung Praxisbeispiele und leitet Empfehlungen für Hotels und Hotelgruppen ab. Im Mittelpunkt stehen eine klarere lokale Positionierung, die Verbindung von Leistungen mit Aufenthaltsanlässen, die Sichtbarkeit der Menschen im Haus sowie die Abgrenzung zwischen zentraler Marke und lokalem Standort. Als Best Practice stellt Wake up Communications die Social-Media-Kommunikation des Hilton Düsseldorf vor, welche die Agentur seit Januar 2026 betreut. Aus Gründen der Transparenz wurde das Haus nicht in die allgemeine Bewertung aufgenommen.

Das Whitepaper steht hier zum Download bereit.

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