Studien Studie 2026 KI verändert die Social-Media-Arbeit
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- von Johanna Nickell, Münster
KI gehört für Social-Media-Fachkräfte längst zum Arbeitsalltag. Das zeigt die neue KI-Studie „State of AI in Social Media 2026“ von Metricool, für die mehr als 700 Social-Media-Manager:innen, Marketer:innen, Creator:innen, Freelancer:innen, Agenturfachkräfte und Unternehmer:innen weltweit befragt wurden.
„KI zu nutzen, ist 2026 kein Wettbewerbsvorteil mehr. Der Unterschied entsteht darin, wie Unternehmen sie einsetzen“, sagt Lea Sindel, PR, Events und Education Spezialistin bei Metricool. „Wer mit KI lediglich schneller mehr Content produziert, optimiert den Prozess, aber noch nicht zwangsläufig das Ergebnis. Strategisch wird KI erst dann, wenn sie bessere Entscheidungen ermöglicht, kreative Arbeit stärkt und gleichzeitig klar ist, wo menschliches Urteil unverzichtbar bleibt. Genau diese Fähigkeit wird zur neuen Kernkompetenz im Social Media.“
Von Content Creation zu Strategy & Analytics
95 Prozent nutzen KI für ihre Social-Media-Arbeit, 75 Prozent sogar täglich. Die stärksten Veränderungen gegenüber dem Vorjahr zeigen sich bei strategischen und analytischen Aufgaben: Der Einsatz für Strategieentwicklung stieg von 39 auf 62 Prozent, für Themen- und Trendrecherche von 36 auf 61 Prozent und für die Analyse von Kennzahlen von 32 auf 59 Prozent. Auch repetitive Aufgaben werden häufiger automatisiert: 43 Prozent nutzen KI dafür, 2025 waren es 20 Prozent.
KI erweitert dabei nicht nur bestehende Workflows. 53 Prozent der Befragten geben an, mithilfe von KI Aufgaben erledigen zu können, die sie zuvor nicht beherrschten. 47 Prozent haben dadurch mit neuen Formaten oder Strategien experimentiert.
KI braucht menschliche Kontrolle
39 Prozent überarbeiten KI-Inhalte vor Veröffentlichung gezielt, weitere 29 Prozent behandeln sie als Rohfassung. Gleichzeitig haben nur zwölf Prozent eine klar definierte KI-Richtlinie. Damit bleibt menschliches Urteilsvermögen ein zentraler
AI Tool Stack wächst und mit ihm die Budgets
37 Prozent der Befragten arbeiten inzwischen mit mehr als vier KI-Tools – gegenüber 14 Prozent im Vorjahr. Drei von vier zahlen mittlerweile für mindestens ein KI-Tool. Besonders stark wächst das obere Budgetsegment: Der Anteil derjenigen, die mehr als 100 US-Dollar pro Monat für KI-Tools ausgeben, stieg innerhalb eines Jahres von drei auf 13 Prozent.
Effizienz messbar, Wirkung bleibt offen
65 Prozent der Befragten sparen nach eigener Einschätzung zwischen einer und sechs Stunden pro Woche. Ob KI auch die Qualität und Wirkung der Social-Media-Arbeit verbessert, wird dagegen deutlich seltener geprüft. 54 Prozent messen den KI-Effekt anhand der Zeitersparnis, aber nur sechs Prozent anhand der Content-Qualität und vier Prozent anhand der Post-Performance.
Alle Ergebnisse sind hier zu finden.