Studien Kiefer-Literaturstudie Management-Klassiker geben Mitarbeiterkommunikation neue Impulse
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- von Joris Duffner, Dortmund
Wie lassen sich etablierte Managementtheorien für die heutige interne Kommunikation nutzen? Dieser Frage geht Markus Kiefer in seinem Beitrag „Impulse für die Mitarbeiterkommunikation – Management-Klassiker neu gelesen“ nach. Der 26-seitige Fachbeitrag ist im September 2026 als Beitrag des Loseblattwerks „PersonalEntwickeln“ bei Wolters Kluwer Deutschland erschienen.
Kiefer nimmt sieben Management-Klassiker neu in den Blick. Dazu gehören Edgar H. Schein, Karl E. Weick, Peter M. Senge, Jim Collins, Tom Peters und Robert H. Waterman, Gary Hamel sowie Frederic Laloux. Untersucht wird, was deren Ansätze zu Unternehmenskultur, Führung und Organisation für die Mitarbeiterkommunikation leisten können.
Aus der vergleichenden Lektüre leitet Kiefer mehrere Prinzipien ab. Interne Kommunikation müsse Kultur nicht nur vermitteln, sondern mitgestalten, Dialog organisieren und eng mit Führung verbunden sein. Hinzu kommen Lernfähigkeit und psychologische Sicherheit: Beschäftigte sollen Zweifel, Fehler und Widerspruch äußern können. Ansätze von Hamel und Laloux erweitern diese Perspektive um Freiräume für Innovation, Selbstorganisation und Sinnorientierung.
Auch digitale Plattformen und KI-gestützte Formate ordnet Kiefer ein. Sie blieben Werkzeuge, deren Nutzen davon abhänge, ob sie Transparenz, Beteiligung und Austausch tatsächlich unterstützen. In seiner Synthese beschreibt er moderne Mitarbeiterkommunikation als kulturell fundiert, dialogisch, führungsnah, lernorientiert, psychologisch sicher, innovationsfreundlich und sinnstiftend. Die erneute Lektüre der Klassiker zeige damit, dass zahlreiche aktuelle Debatten der internen Kommunikation auf deutlich älteren Managementansätzen aufbauen.