Ohne Kompetenzen macht man keine PR-Karriere – und ohne Leidenschaft erst recht nicht. So lautete eine der zentralen Aussagen auf dem diesjährigen Sommer Symposium, das am 6. Juli in Düsseldorf zum fünften Mal stattfand. Der vom PR Career Center organsierte Karrierekongress bot wieder hochkarätige Referenten aus Agenturen, Unternehmen und der Wissenschaft.
Sebastian Ackermann, Leiter Kommunikation von RWE Deutschland, sprach mit jungen Talenten darüber, wie man vom Young Professional zum Professional wird. Kernaussage hier: Ein klares Profil und Leidenschaft sind Grundvoraussetzung für beruflichen Erfolg. „Klar ist es wichtig, dass man sein Handwerkszeug beherrscht. Aber man muss nicht zuletzt für sein Thema und seine Aufgabe brennen“, so Ackermann.

Leistung bringen, aber Eigen-PR nicht vergessen
Susanne Marell, CEO von Edelman Germany, widmete sich zusammen mit komm.passion-CEO Alexander Güttler der Frage, warum es zwar viele Frauen aber relativ wenig weibliche Führungskräfte in der PR gibt. Für Güttler ist die Sache klar: „Frauen definieren sich viel zu sehr über Leistung – und kümmern sich zu wenig um die Eigen-PR.“ Marell hingegen ist überzeugt: „Man kann sehr wohl Erfolg haben, ohne sich ständig aufzublasen“.

Social Media: Nicht jedes Tool beherrschen – aber Bescheid wissen
Ob das Web 2.0 nur ein Hype oder Must-Have ist, darüber sprach Holger Sievert von der Macromedia Hochschule für Medien und Kommunikation (MHMK) mit Ferdinand von Reinhardstoettner, der bei Telefónica O2 als Social Media Officer arbeitet. Der Tenor: Welches Web-2.0-Tool in drei Jahren das Geschehen bestimmen wird, weiß heute keiner. Aber sicher sei, so von Reinhardstoettner, dass man es dann „ohne ein Verständnis für die grundlegenden Einsatzmöglichkeiten von Social Media als Kommunikationsprofi schwer haben wird.“

Work-Life-Balance gibt es nur, wenn die Prozesse und Strukturen stimmen
Warum gibt es gerade in der Kommunikationsbranche immer noch viele Arbeitgeber, die ihre Mitarbeiter ausbeuten? „Weil die Rahmenbedingungen nicht stimmen“, so Sebastian Callies, einer der beiden Gründer und CEOs der Agentur Callies & Schewe. „Wer vernünftige Prozesse und Strukturen hat, der ist nicht darauf angewiesen, dass die Mitarbeiter bis in die Nacht am Schreibtisch sitzen“, davon ist auch Verena Kämpgen, Leiterin Kommunikation beim Gesundheitskonzern Agaplesion überzeugt. Die sogenannte „Face time“ – also die reine Präsenzzeit am Arbeitsplatz – werde zunehmend skeptisch gesehen, so Manuel Wecker von der Uni Leipzig, der auf dem Podium den PR-Nachwuchs vertrat: „Um gute Ergebnisse zu liefern, braucht es keine Stechuhr.“


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