Die Top 10 im globalen PR-Agenturranking werden angeführt von Edelman, Weber Shandwick und BCW. (Quelle: „PRovoke“)

Nach Vorstellung des PR-Agenturrankings in Deutschland Ende April von Gerhard Pfeffer, ist nun das globale PR-Ranking von „PRovoke“, bis Jahresanfang 2020 „Holmes Report“, erschienen. Die Top 250 der globalen PR-Agenturbranche wuchs 2019 um sechs Prozent. Die Zahlen basieren auf den Angaben von 400 PR-Firmen weltweit, die von „PRovoke“ zusammengetragen wurden. Zum Vergleich: In Deutschland betrug die Wachstumsrate fast neun Prozent gegenüber dem Vorjahr (gilt für die 138 Agenturen, die am Pfeffer-Ranking teilgenommen haben). Beiden Rankings liegen einerseits die Eigenangaben der Agenturen, andererseits aber auch Umsatzschätzungen anhand von Mitarbeiterzahlen zugrunde. Das Gesamtvolumen der globalen PR-Agenturbranche beläuft sich 16,5 Milliarden US-Dollar, im Jahr zuvor waren es noch 15,5 Milliarden US-Dollar.

Die globale Untersuchung zeigt, dass die Top 250 PR-Agenturen im Jahr 2019 Honorareinnahmen von rund 13 Milliarden US-Dollar erzielt haben, 2018 waren es 12,3 Milliarden US-Dollar. Der Zuwachs kommt nach der Analyse von „PRovoke“ durch zweistellige Wachstumsraten vor allem der mittelgroßen (50 - 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter) und kleinen Agenturen (15 – 50 Mitarbeiter) zustande. Die Top 10 hingegen stagnierten und kamen auf ein durchschnittliches Plus von nur 0,4 Prozent. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 2,6 Prozent. Zum insgesamt soliden Wachstum von sechs Prozent für die Top 250 globalen Agenturen haben laut „PRovoke“ auch die Niederlassungen in Großbritannien und Deutschland mit ihren starken Ergebnissen beigetragen.

„PRovoke“-Vorsitzender Paul Holmes, der seit mehr als zwei Jahrzehnten das Wachstum der Branche verfolgt, interpretiert die Zahlen so: "Das PR-Geschäft verzeichnete auch 2019 ein gesundes Wachstum von über fünf Prozent im sechsten Jahr in Folge, wobei mittelständische und unabhängige Agenturen erneut führend sind. Mit anderen Worten, die meisten PR-Agenturen sind in starkem Zustand in das Jahr 2020 gegangen – was gut ist, denn es sieht so aus, als ob Covid-19 und die damit verbundene Wirtschaftskrise die Fortsetzung der Wachstumsbilanz der Branche in diesem Jahr unmöglich machen werden."


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