Das Partnerboard der Scholz & Friends Group, Hamburg, hat im Rahmen eines Strategie-Meetings eine 50-Prozent-Quote zur paritätischen Besetzung von Frauen und Männern auf den Führungsebenen bis 2022 einstimmig beschlossen. Die Selbstverpflichtung ist Teil eines umfassenden Aktionsplans für Vielfalt, Gleichstellung und Inklusion, der nun beschleunigt umgesetzt werden soll, nachdem Anfang August in der „Zeit“ (paid) über ein „Klima des Sexismus“ in der Agenturgruppe berichtet worden ist. Nach der Berufung Catherine Gaudrys in das Partnerboard der Agenturgruppe ist das Ressort „Diversity, Equity & Inclusion“ (D.E.I.) bei Scholz & Friends auf der höchsten Führungsebene verankert. Mit dem Aktionsplan will Scholz & Friends klaren Worten nun konkrete Entscheidungen folgen lassen.

Neue Strukturen für gleichberechtige Führung

Zur Schaffung eines vielfältigen und inklusiven Arbeitsumfeldes beinhaltet der Aktionsplan von Scholz & Friends fünf Handlungsfelder: Strukturen, Leadership, Kultur, Kommunikation und Compliance. Der Aktionsplan ist ab sofort gültig und wird innerhalb der kommenden zwei Jahre für jeden Standort und jede Geschäftseinheit von Scholz & Friends umgesetzt werden. Auf Basis der gesetzten Quote wird jeder Standort und Geschäftsbereich von Scholz & Friends bis Ende dieses Jahres einen Umsetzungsplan erarbeiten, mit welchen konkreten Maßnahmen die Ziele erreicht werden. Bereits bis Ende kommenden Jahres strebt Scholz & Friends an, dass mindestens 30 Prozent der Positionen auf den obersten Management-Ebenen – Geschäftsführung und Partnerboard – weiblich besetzt sind.

Gaudry Catherine Stoehr Christiane Schnieder Nele Scholz u Friends

Die Umsetzung des Aktionsplans dürfte sich nicht zuletzt durch die einen Bericht in „Zeit-online“ vom 5. August über ein „Klima des Sexismus“ bei Scholz & Friends erheblich beschleunigt haben. Dem Artikel zufolge hatten sich etliche aktuelle und ehemalige Mitarbeiterinnen über Herabwürdigungen und Fehlverhalten von Führungskräften beklagt. Scholz & Friends reagierte schnell: Ebenfalls noch am 5. August erfolgte die Berufung von Catherine Gaudry (Foto l.) und Christiane Stöhr (Mitte) ins Board der Agenturgruppe sowie die Ernennung von Nele Schnieder (r.) zur Geschäftsführerin in Berlin, dem größten Standort von Scholz & Friends. Gleichzeitig kündigte die Agenturgruppe an, die Vorwürfe intern aufzuarbeiten. Der nun vorgestellte Aktionsplan und dessen Umsetzung sollen zeigen, dass Scholz & Friends diesen Worten Taten folgen lässt.

Frank-Michael Schmidt, CEO Scholz & Friends: „Der heute verkündete Aktionsplan drückt den Anspruch von Scholz & Friends aus, bei den Themen Diversität und Gleichstellung Maßstäbe zu setzen. Mit unserem weitreichenden Maßnahmenpaket wollen wir eine systemische, nachhaltige und zukunftsweisende Antwort auf die Diskussionen der vergangenen Wochen geben. Werte dürfen nicht Worte bleiben. Deshalb haben wir konkrete und verbindliche Entscheidungen getroffen, an denen wir uns messen lassen.“

Catherine Gaudry, Head of Talent & Managing Director International Business und Mitglied des Partnerboards von Scholz & Friends: „Wir stehen bei Scholz & Friends vor den gleichen Herausforderungen wie Wirtschaft und Gesellschaft insgesamt. Wir wollen Veränderungen zum Besseren aktiv und zügig vorantreiben – für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, für die Talente von morgen und für die Agenturlandschaft insgesamt.“


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