Auf dem 9. Kommunikationskongress in Berlin hat der Bundesverband deutscher Pressesprecher (BdP) am 28. September 2012 die vierte Auflage der Berufsfeldstudie "Profession Pressesprecher" vorgestellt. Im Ergebnis belegt die Studie das weiter gewachsene Branchenbewusstsein sowie die zunehmende Professionalisierung der PR-Branche und des Berufszugangs durch spezifische, akademische Ausbildungen.
Mehr als die Hälfte der Berufsangehörigen sind heute weiblich, Ausdruck einer Entwicklung, die auch als Feminisierung der Branche bezeichnet werden kann. Gerade unter den jüngeren Jahrgängen (unter 40 Jahren) dominieren Frauen inzwischen klar und sind mit fast 70 Prozent deutlich in der Überzahl. Allerdings sind sie nach wie vor sehr viel seltener in Führungspositionen zu finden als männliche PR-Manager. Verringert hat sich in der Vergangenheit allerdings der Berufsaustieg von Frauen durch die Familienplanung im Alter von etwa Mitte dreißig, dies ist aber immer noch deutlich sichtbar.

Der durchschnittliche deutsche Pressesprecher 2012 ist 42 Jahre alt, sehr gut ausgebildet und sehr zufrieden im Job. Er oder sie hat ein Jahreseinkommen von 64.000 Euro brutto, wobei am besten in Unternehmen der Automobil- und Chemieindustrie verdient wird und Frauen etwa 20.000 Euro weniger im Gehaltsumschlag haben als Männer. Pressesprecher und Kommunikationsmanager fordern heute für sich und ihren Berufsstand selbstbewusst eine Führungsfunktion, was bislang jedoch nur teilweise eingelöst werden kann.

Soziale Medien werden als große Herausforderung aber auch als Chance begriffen, vielfältige Potenziale bleiben hingegen ungenutzt. Pressesprecher haben in den vergangenen Jahren ein wachsendes Bewusstsein für ethische Fragestellungen entwickelt, Konfliktlinien bestehen jedoch fort.

Das sind einige zentrale Ergebnisse der großen PR-Berufsfeldstudie "Profession Pressesprecher", die 2012 zum inzwischen vierten Mal durchgeführt wurde. Seit sieben Jahren wird die Branche der Kommunikationsmanager von Günter Bentele und René Seidenglanz (Universität Leipzig und Quadriga Hochschule Berlin) im Auftrag des Bundesverbandes deutscher Pressesprecher (BdP) in regelmäßigen Abständen vermessen. Die Studie gehört zu den nicht nur deutschland- sondern auch weltweit umfassendsten PR-Branchenmonitoren.

2012 haben sich 2.386 Kommunikationsmanager an der Online-Umfrage beteiligt. Sie wurden zu ihren individuellen Karrierewegen, Berufsposition und Einkommen befragt, gaben Auskunft zu den Strukturen, in denen sie tätig sind und berichteten über wichtige Kontexte, etwa die Bedeutung sozialer Medien oder die Zusammenarbeit mit Journalisten.

Die vollständige Studie "Profession Pressesprecher 2012 - Vermessung eines Berufsstandes" von Günter Bentele, René Seidenglanz, Ronny Fechner und Uwe Dolderer kann ab sofort über die Geschäftsstelle des Bundesverbandes deutscher Pressesprecher bezogen werden.


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