Am 3. Dezember wurden in Berlin die Ergebnisse der empirischen Studie zur Feminisierung der PR in Deutschland vorgestellt. Birgit Grigoriou führte ein Kurz-Interview mit der Autorin Patricia Schiel. Sie ist Studentin am Institut für Journalismus und Public Relations, an der Westfälischen Hochschule in Gelsenkirchen, und hat die Untersuchung gemeinsam mit ihrem Studienkollegen Dustin Pawlitzek angestellt.

PR-Journal: Was hat Sie inspiriert, das Thema „Feminisierung der PR in Deutschland“ als Bachelor-Arbeit zu wählen?

Patricia Schiel: Ganz ehrlich: der Zufall. Bei der Onlinerecherche stieß ich auf das Stichwort „Freundlichkeitsfalle“. Professor Romy Fröhlich beschreibt in ihrer Untersuchung diesen Effekt als Karrierekiller für Frauen. Das machte mich neugierig und ich wollte wissen, ob da nicht mehr dahinter steckt.

PR-Journal: Wie sind Sie an das doch sehr komplexe Thema herangegangen?

Patricia Schiel: Dustin Pawlitzek und ich haben zunächst einmal eine recht breite Recherche betrieben, zahlreiche Untersuchungsergebnisse studiert. Verdichtet hat sich die Absicht zur Studie durch die Erkenntnis, dass PR nachweislich weiblich ist. Also fragten wir uns, wie es um die Besetzung von Führungspositionen in diesem Berufsfeld steht. Innerhalb von sechs Wochen haben wir das Analysedesign entwickelt und die Zusage von unserem Professor Karl-Martin Obermeier erhalten, das Projekt zu unterstützen.

PR-Journal: Und, wie steht es um Ihre persönliche Karriereplanung?

Patricia Schiel: Die Ergebnisse der Studie bescheinigen den Frauen in der PR weniger Managementqualifikation. Mein Studium hat solche und auch BWL-Elemente nicht zum Inhalt. Deshalb ist mein nächster Schritt eben ein Masterstudiengang in Management. Leider werde ich – so wird es den Kommilitoninnen ebenfalls ergehen - dazu nicht zugelassen, da mir die dafür notwendigen Credits fehlen. Also wird mich mein nächster Karriereschritt wohl nach Großbritannien führen, wo ich größere Chancen auf mein Wunsch-Masterstudium habe.


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