Der rote Teppich ist ausgerollt: Rund 200 Pressesprecher und Krisenmanager treffen sich zum 30. Gipfeltreffen im Haus der Wirtschaft in Stuttgart. (© Haus der Wirtschaft)

Ob Flugscham, Hambi oder Fridays For Future – in immer kürzeren Abständen werden Kommunikationsverantwortliche und Krisenmanager mit medialen Empörungswellen konfrontiert. Doch welche Reaktion ist zielführend? Inwieweit sollten Unternehmen, Behörden, Verbände und die Politik ihren Wertekompass neu justieren? Haben die Vorfälle vielleicht gar keinen Einfluss auf die mittel- und langfristige Reputation und Kommunikationsstrategie der betroffenen Institutionen?
Wie es Pressesprechern und Krisenbeauftragten gelingt, auch in turbulenten Zeiten wertsteigernd zu kommunizieren und zukunftssicher zu führen, zeigt der Krisenkommunikationsgipfel 2020 am 4. März im Haus der Wirtschaft in Stuttgart.

15 Referenten, unter anderem von BASF, DRK-Kliniken Berlin, Lufthansa, Fiducia & GAD, Huawei, Staatsoper Stuttgart, Kaspersky, ZF Friedrichshafen und WWF, gewähren spannende Einblicke in ihr Krisenmanagement und ihre Krisenkommunikation.

Preisgekrönte Fallstudien aus der Praxis

Die Fachleute berichten aus erster Hand, wie sie die Glaubwürdigkeit und Integrität ihrer Institutionen in unruhigen Zeiten erhalten haben.

Romina Rochow von den DRK-Kliniken Berlin veranschaulicht, wie das Krankenhaus in Köpenick den größten Stromausfall seit Jahrzehnten in Berlin kommunikativ bewältigt hat. Thomas Koch erläutert, wie die Staatstheater Stuttgart bei gleich mehreren Krisenfällen in kurzer Zeit Haltung zeigten – und dafür mit dem Sonderpreis eines Kommunikationsverbandes ausgezeichnet wurden.

Carsten Senz von Huawei berichtet, wie das chinesische Unternehmen auf kritische Stimmen reagiert und den Dialog mit internationalen Partnern in Politik und Wirtschaft sucht. Katinka Kelley von der Lufthansa zeigt, wie die Fluggesellschaft ihren Corporate Newsroom in die internationale Krisenkommunikation integriert hat und Robert Buchmeier von ZF Friedrichshafen erklärt, wie die Automobilindustrie den Wandel bewältigt und die #MobilityLifeBalance nach innen und außen vermittelt.

Kommunikationsstrategien in Zeiten viraler Empörung

„Immer öfter werden legale Unternehmens- und Behördenaktivitäten als illegitim kritisiert. Die Institutionen müssen aufpassen, die Deutungshoheit bei eigenen Themen nicht zu verlieren“, sagt Gipfel-Initiator Frank Roselieb, geschäftsführender Direktor des Krisennavigator – Institut für Krisenforschung, ein Spin-Off der Universität Kiel. Wie dies gelingen kann, diskutiert der Krisenforscher in einer Podiumsrunde mit Johannes Schumm (Flughafen Stuttgart), Lutz Schildmann (EnBW Kernkraft), Peter Hackmann (Meyer Werft), Achim Wiese (DLRG), Markus Erlwein (Volksbegehren Artenvielfalt) und Patric Salize (Greenpeace).

Eingeladen zum 30. Gipfeltreffen des Krisennavigator sind insbesondere Kommunikationsverantwortliche und Pressesprecher, Führungskräfte und Krisenmanager, Wissenschaftler und Medienrechtsanwälte aus Unternehmen, öffentlichen Einrichtungen, Verbänden, Medien und der Politik. Erwartet werden rund 200 Fach- und Führungskräfte aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Liechtenstein. Das „PR-Journal“ begleitet den Kongress als Medienpartner.

Weitere Informationen und eine Anmeldemöglichkeit finden sich auf der Website zum Krisenkommunikationsgipfel.


Wir haben die Kommentarfunktion wegen zu vieler Spam-Kommentare abgeschaltet. Sie können uns aber trotzdem Ihre Meinung zu diesem Artikel als Leserbrief direkt zusenden. Falls Sie wünschen, dass wir Ihren Leserbrief als Kommentar dem Artikel hinzufügen, vermerken Sie dies bitte in der Mail an uns.
leserbrief@pr-journal.de


Werbung

Werbung

Heute NEU im PR-Journal