Mirko Lange

Stimmen wie die von Carsten Rossi, Geschäftsführer der Agentur Kammann Rossi GmbH, klingen verheißungsvoll. Er bezeichnete schon 2018 „Scompler“ als eine „in jeder Hinsicht wohl durchdachte und solide Lösung, wenn es um Content Marketing geht“. Jetzt rund eineinhalb Jahre später und vier Jahre nach der Gründung der Scompler Technologies hat das Münchner Software- und Beratungsunternehmen eine Millioneninvestition erhalten. Die Tauglichkeit der web-basierten Software für die strategische Planung und das Management von Content-Prozessen scheint sich im Markt herumgesprochen zu haben. Die beiden Investoren main incubator und Bayern Kapital erwarben jetzt je zehn Prozent an der Scompler Technologies GmbH. Deren Inhaber ist in der PR-Branche kein Unbekannter: Es handelt sich um Mirko Lange, der von 1999 bis zu ihrer Insolvenz im Jahr 2013 der Inhaber der Münchner Agentur Talkabout Communications war.

Laut Rossi hat Mirko Lange die Idee zu Scomper noch während seiner Zeit bei Talkabout geboren, und zwar in Zusammenhang mit einem Beratungsprojekt für die Deutsche Bahn. Heute gehören Unternehmen mit zwischen fünf und 200 Nutzern, zum Beispiel die Deutsche Bahn, der Technologie- und Pharmakonzern Merck und der ADAC, zu den Kunden

Was ist Scompler genau?

Scompler LogoScompler ist eine web-basierte Software für die strategische Planung und das Management von operativen Content-Prozessen in Unternehmen und Agenturen jeder Größenordnung. Die Lösung unterstützt PR-Manager, Newsroom-Leiterinnen und -Leiter, Content-Marketer und Social-Media-Manager den Wertbeitrag ihrer Content-Produktion gleichermaßen auf ihre Organisation als auch auf deren Zielgruppen abzustimmen. Zahlreiche Workflow-Funktionen und ein ausgefeiltes Rechtemanagement sorgen für den nötigen Überblick und reibungslose Abläufe auch in sehr großen und verteilten Teams. Scompler integriert eine Vielzahl von Kanälen zur Ausspielung der Inhalte – von Blogs über E-Mail-Newsletter bis zu den üblichen Social-Media-Plattformen.

„Die Idee zu Scompler entstand aus der Erkenntnis heraus, dass eine am Empfängernutzen ausgerichtete, themengetriebene und kanalübergreifende Content-Strategie mit herkömmlichen Tools nicht effizient umzusetzen ist. E-Mail, Excel, Social Media Management Tools und Kanban-Boards bieten Redakteuren und Content-Strategen nicht die nötige Führung für strategisches Arbeiten“, berichtet Scompler-Erfinder Lange. „Mit Scompler erhalten unsere Anwender ein Betriebssystem für ihre Content-Prozesse, das der operativen Arbeit die nötige Struktur gibt und durch Tool-Brüche verursachte Reibungsverluste minimiert.“

Scompler als ‚Content OS‘ – Ein Betriebssystem für themengetriebene Kommunikation

Den bei vielen Unternehmen zu verzeichnenden Trend zum Newsroom in der Unternehmenskommunikation sieht Scompler-Geschäftsführer Mirko Lange als Chance für strategisches Content Management: „Ein schicker Raum mit Stehtischen für Redaktions-Stand-ups und großen Bildschirmen mit Analyse-Dashboards allein macht noch keine bessere Kommunikation. Entscheidend ist vielmehr, wie Unternehmen ihre Kommunikation organisieren, das Wissen ihrer Fachexperten nutzbar machen, Themenideen aus der Organisation zusammenführen und schließlich strukturiert und kanalübergreifend ausspielen. Das erfordert gleichermaßen neues Denken wie neue Prozesse.“

Scompler soll zu einer Art Betriebssystem werden – ein ‚Content OS‘ –, das den Verantwortlichen hilft, die Vielzahl an Disziplinen von SEO und Social Media, über Markenführung und PR bis zu Vertrieb, interner Kommunikation und Employer Branding effektiv zu orchestrieren. Um die Idee zu illustrieren, bedient sich Mirko Lange einer musikalischen Metapher: „In einem Orchester können noch so viele virtuose Musiker sitzen. Wenn es keinen Dirigenten gibt, der die Partitur in ihrer Gesamtheit liest, das Tempo und die Lautstärke der einzelnen Stimmen austariert, misslingt die schönste Sinfonie. Leider ist das im Marketing häufig noch der Fall, wo jeder Kanal versucht, soviel Aufmerksamkeit wie möglich zu erheischen. Strategisches Content Management mit Scompler liefert dem Kommunikationsorchester die Partitur und hilft PR-Chefs oder leitenden Köpfen im Marketing, als Dirigenten für ein Konzert zu sorgen, das beim Publikum ankommt.“

Neue Funktionen, neue Partner

Das Geld aus der Investitionsrunde – über die genaue Summe der Investition wurde Stillschweigen vereinbart – wird Scompler Technologies in den Ausbau des Funktionsumfangs des ‚Content OS‘ investieren. In letzter Zeit wurden eine Reihe von Drittanbieter-Tools integriert, darunter das Engagement-Tool von Fanpage Karma, Social Media Monitoring von Talkwalker und das Themenradar und die Medienbeobachtung von Pressrelations. Weitere Technologiepartnerschaften sind in Arbeit. Außerdem sind die Digitalagentur SinnerSchrader (Teil von Accenture Interactive) und die Newsroom-Spezialisten von Mediamoss als Beratungspartner von Scompler neu dabei.


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