Branche Ziel: Mehr Frauen in Führungspositionen GWA gründet Female-led Collective

Der Gesamtverband Kommunikationsagenturen GWA bekennt sich nicht nur am internationalen Frauentag zum Feminismus, sondern handelt: Er hat mit dem Female-led Collective ein neues Forum ins Leben gerufen. Ziel der Initiative ist es, strukturelle Veränderungen für Frauen in Führungspositionen der Kommunikationsbranche voranzutreiben.

Sie haben das Female-led Collective ins Leben gerufen (von links): Kim Notz, Claudia Díaz Sánchez und Laura Schlotthauer. (Foto Notz: Kasimir Weichert, weitere Fotos: GWA)

Zu den Initiatorinnen zählen Claudia Díaz Sánchez (Vorständin im GWA und Geschäftsführerin von Rysm), Laura Schlotthauer (ebenfalls Geschäftsführerin bei Rysm) sowie Kim Notz, Inhaberin und Geschäftsführerin der Agentur KNSK. Mit derzeit rund 30 Mitgliedern will das Netzwerk strukturelle Hürden in der Branche abbauen, weibliche Talente gezielt auf Führungsrollen vorbereiten und den Austausch von Frauen in Führungspositionen stärken.

Kim Notz konkretisiert: „Wir wollen keine Debatte über Befindlichkeiten führen, sondern über Macht, Zugang und Verantwortung. Female-led heißt: Wir übernehmen Führung und laden Männer ein, diesen Wandel aktiv mitzugestalten.” Laut Díaz Sánchez reagiert das Collective auch auf einen gesellschaftlichen Backlash bei Gleichstellungsthemen, der sich derzeit verstärkt in Debatten rund um Führung und Diversität zeige.

Sponsorship und Allyship als zentrale Hebel

Im Mittelpunkt der Initiative stehen Programme zur gezielten Förderung von Karrieren. Anders als klassische Mentoringformate setzt das geplante Sponsorship-Programm auf konkrete Unterstützung beim beruflichen Aufstieg  etwa durch Nominierungen für Schlüsselprojekte, Gremien, Panels oder strategische Kooperationen. "Sponsorship heißt bei uns nicht begleiten, sondern handeln", betont Schlotthauer.

Ergänzend entwickelt das Collective mit "Allies for Female Leaders" ein branchenweites Qualifizierungsprogramm, das Allyship als Führungskompetenz etablieren soll. Ziel ist es, auch Männer stärker in strukturelle Veränderungsprozesse einzubinden. Zu den ersten Unterstützern gehören unter anderem Reinhard Patzschke von Grabarz & Partner, Benjamin Pleißner von Heimat, Christian Rätsch von BBDO, Gunnar W. Hintz von Add2 sowie Thomas Knüwer von Accenture Song.

Netzwerk mit regionaler Struktur

Das Female-led Collective ist bereits zweimal zusammengekommen, um zentrale Handlungsfelder zu definieren und erste Maßnahmen zu entwickeln. Ergänzend baut die Initiative eine bundesweite Struktur mit regionalen Hosts auf. Ziel ist es, regelmäßige Austauschformate zu etablieren und die Sichtbarkeit von Frauen in Führungsrollen der Branche landesweit und nachhaltig zu stärken.

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