Branche Reaktion auf digitale Medienwelt Bundespresseamt erneuert Struktur
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- von Joris Duffner, Dortmund
Das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung (BPA) stellt seine Organisation neu auf. Nach einem mehrmonatigen Prozess wird die Struktur des Amtes angepasst, um stärker auf die veränderte Medienlandschaft und digitale Kommunikationsformen zu reagieren. Die neuen Strukturen sollen zum 1. Juni 2026 in Kraft treten.
Weniger Abteilungen, stärkere Bündelung der Kommunikation
Kern der Reform ist eine Verschlankung der Organisation. Die Zahl der Abteilungen wird von vier auf drei reduziert. Dazu werden die bisherigen Abteilungen 3 und 4 zur neuen Einheit "Politik und Kommunikation“ zusammengeführt. In dieser Abteilung wird künftig die externe Kommunikation der Bundesregierung zentral gebündelt. ([Bundesregierung][1])
Zusätzlich entsteht ein neuer "Leitungsstab - Strategie, Innovation, Desinformation". Er soll die strategische Arbeit des Amtes stärken, langfristige Themen bearbeiten und sie klar von operativen Kommunikationsaufgaben trennen. Auch die Abteilung "Informationsdienste“ wird neu strukturiert und übernimmt künftig stärker Aufgaben der internen Information und Öffentlichkeitsarbeit.
Verändertes Kommunikationsverhalten
Regierungssprecher und BPA-Chef Stefan Kornelius bezeichnet die Reform als notwendige Modernisierung nach rund 25 Jahren. Ziel sei es, das Bundespresseamt stärker auf das veränderte Kommunikationsverhalten und die digitale Medienwelt auszurichten. Auch die stellvertretende Amtschefin Esther Uleer betont den strategischen Anspruch der Neuordnung. Die Reform solle klarere Abläufe schaffen, die Zusammenarbeit mit dem Bundeskanzleramt stärken und die Organisation widerstandsfähiger machen, insbesondere im Umgang mit Krisen und Desinformation.
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