Ein Motiv der Kampagne.

Noch viel zu oft wird Gewalt gegen Kinder hingenommen. Nicht immer sind die Spuren von Gewalt sichtbar. Es braucht mehr Aufklärung über das Ausmaß und die Folgen von Gewalt gegen Kinder. Dafür sensibilisiert die neue UNICEF-Kampagne #NiemalsGewalt. Den Auftakt macht ein bewegender Film. Produziert wurde er von der Düsseldorfer Agentur BBDO, die für UNICEF Deutschland die Kampagne entwickelte. Darin werden viele der weitgehend unsichtbaren Demütigungen und Misshandlungen, denen unzählige Mädchen und Jungen auf der ganzen Welt jeden Tag ausgesetzt sind, sichtbar gemacht.

Bis heute wird Gewalt gegen Kinder viel zu oft stillschweigend akzeptiert, heruntergespielt oder sogar gerechtfertigt. Auch in Deutschland. Weltweit erleben drei von vier Kindern zwischen zwei und vier Jahren körperliche oder psychische Gewalt durch ihre Eltern oder andere Erziehende. Betroffene Mädchen und Jungen haben häufig niemanden, dem sie sich anvertrauen können oder werden nicht ernst genommen. Die Folgen für die Kinder können gravierend sein: Gewalt gegen Kinder kann tiefe Spuren hinterlassen. Dies gilt auch für die am wenigsten sichtbaren und gleichzeitig häufigsten Gewaltformen wie emotionale Misshandlung und Vernachlässigung.

Die von der Agentur Düsseldorf für UNICEF Deutschland konzipierte Kampagne macht die weitgehend unsichtbaren Demütigungen und Misshandlungen sichtbar. In der filmischen Umsetzung, die aus einem 90 Sekunden langen Film und drei Kurzfassungen besteht, wird auf reale Gewaltszenen bewusst verzichtet. Der Film erzählt die Geschichte von drei Kindern, die alle auf unterschiedliche Weise Gewalt erleben. Die Botschaft: Gewalt hinterlässt Spuren.

Die subtilen Bilder vermitteln eindringlich, wie sich die Erfahrung von körperlicher Gewalt, Erniedrigung, Anschreien oder Verachtung tief in Körper und Seele von Kindern einprägt und Spuren hinterlässt. Worte wie „Versager“, „Nichtsnutz“ oder „Prügelknabe“ gehen den Kindern buchstäblich unter die Haut und machen so symbolisch deutlich, wie anhaltend diese Erfahrungen die Betroffenen belasten können.

BBDO Düsseldorf holte sich für die Umsetzung mit der Berliner Produktion BWGTBLD und dem amerikanischen Regisseur Jared Knecht hochkarätige Unterstützung. „Leider hat Misshandlung viele Gesichter. Und meist ignorieren wir die bleibenden Spuren, die sie für Kinder hinterlassen kann“, sagt Jared Knecht. „Wir wollen den Menschen die oft unsichtbaren Folgen von Gewalt bewusstmachen – aus Sicht der Kinder, ohne Gewalt selbst zu zeigen. Wir wünschen uns, dass dadurch viele Menschen alltägliche Gewalt neu wahrnehmen und ihren Umgang mit Kindern überdenken“.

UNICEF ruft ab sofort in den sozialen Netzwerken dazu auf, den Film unter dem Hashtag #NiemalsGewalt zu teilen. Prominente Influencer werden die Kampagne ebenfalls unterstützen. Den Film in der 90 Sekunden langen Fassung finden Sie hier. Beispiele für die Social-Stories hier.


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