Medien Medien compact (6) (07.KW-05)
- Details
- von Gerhard Pfeffer, Siegburg
01: Trotz steigender Konkurrenz durch das Internet oder durch Videospiele hat die Fernsehnutzung in den vergangenen zehn Jahren um mehr als ein Viertel zugenommen. Im Vergleich der Jahre 1994 und 2004 stieg die tägliche durchschnittliche Sehdauer von 167 auf 210 Minuten, wie eine am 7. Februar veröffentlichte Untersuchung des ProSiebenSat.1-Vermarkters SevenOneMedia ergab. Die Untersuchung fußt auf der von der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) in Nürnberg ermittelten Nutzungsdaten.
02: Am 9. März liegt der "FTD Finacial Times Deutschland" erstmals das Tabloid-Heft "enable" (20 Seiten, monatliches Erscheinen geplant) bei. Inhalt: Fallstudien zur Unternehmensführung.
03: Der Entertainment Media Verlag, München hat die Interneseite www.deutscher-film.de freigeschaltet. Cieneasten finden allerlei Infos rund um den deutschen Film. In einer Datenbank kann man nach News stöbern.
04: Die Zahl der verkauften Kinokarten stieg im vergangenen Jahr nach einem Rückgang wieder auf 156,7 Millionen. Damit wurden 7,8 Millionen Besucher oder fünf Prozent mehr als 2003 gezählt. Dies spülte bei einem Durchschnittspreis von 5,70 Euro Ticketerlöse von 892,9 Millionen Euro (Vorjahr 850 Millionen Euro) in die Kassen der rund 1200 deutschen Filmtheater. Am besten lief das Geschäft in den Monaten Juli bis Oktober. Die Daten gab die Berliner Filmförderungsanstalt (FFA) am 9. Februar bekannt. Demnach verzeichneten insbesondere deutsche Filme 2004 einen Aufschwung: 36,7 Millionen Kinofans sahen sich heimische Produktionen an.
05: Der Bundesgerichtshof hat die Auskunftsrechte von Journalisten gestärkt. Nach einem am 10. Februar verkündeten Urteil sind künftig nicht nur Behörden im herkömmlichen Sinne, sondern auch von der öffentlichen Hand beherrschte privatwirtschaftliche Unternehmen gegenüber der Presse zur Auskunft verpflichtet.
06: Die deutschen Zeitungen konnten ihre herausragende Position auf dem Medienmarkt trotz einer verschärften Konkurrenzsituation erfolgreich verteidigen und sogar ausbauen. Die Gründe dafür benennt die Publikation "Zeitungsqualitäten", die die ZMG Zeitungs Marketing Gesellschaft, Frankfurt am Main, zum Jahresbeginn neu aufgelegt hat. Die Studie enthält die Leistungsdaten der Zeitungen und belegt ihre Stärken im intermedialen Vergleich. Infos: www.zmg.de.
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