gegen Rechtsextremismus 220px AntifasvgIm Zusammenhang mit dem grassierenden Rechtsextremismus in Deutschland und der Auswirkung auf die Recherchearbeit von Journalisten hat Hendrick Zörner, der Pressesprecher des Deutschen Journalistenverbandes (DJV) die folgende Stellungnahme in Umlauf gebracht. Sie soll wachrütteln und die drohenden Gefahren für eine freie Gesellschaft aufmerksam machen. Zöllner schrieb:
„In mehreren Bundesländern führten die Sicherheitsbehörden gestern Razzien gegen mutmaßliche Verfasser von Drohschreiben durch. Deren Ziele waren unter anderem Medien und Nachrichtenagenturen. Handelt der Staat endlich?“ (Abbildung: © Wikipedia/Antifa.svg/)

Zörner schrieb weiter: „Die Razzien fanden wenige Stunden vor den Schüssen von Halle statt. Es gab keinen direkten Zusammenhang, einen indirekten schon: Sowohl die Verfasser der Drohbriefe als auch der Schütze von Halle werden von den Ermittlern der rechtsextremen Szene zugeordnet. Die Bluttat von Halle zeigt ein weiteres Mal, dass es Nazis gibt, die nicht vor Mord zurückschrecken.

Hängen die Drohbriefe mit den sogenannten Feindeslisten zusammen, die Rechtsextremisten über Politiker, Journalisten und Aktivisten angelegt haben? Unbekannt. Was wurde bisher zum Schutz der potentiellen Anschlagsopfer unternommen? Was wird nach dem Anschlag von Halle passieren, damit diejenigen, die den Nazis durch hartnäckige Recherchen und mutige Positionierung gegen Rechtsaußen aufgefallen sind, weiterhin in Frieden und Sicherheit leben können? Das sind Fragen, die der Bundesinnenminister und seine Länderkollegen schnellstens beantworten müssen. Halle zeigt: Es kann um Leben und Tod gehen.“


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