Der Corona-Pandemie geschuldet, fand das Zukunftsforum zu 100% digital statt.

Seinen Kollegen und Geschäftspartnern im hauseigenen Bildschirm zu begegnen, statt mit ihnen an Ort und Stelle in Kontakt zu treten, das ist im Frühsommer 2020 für die meisten bereits Gewohnheit geworden. Ein komplett digital stattfindendes DPRG Zukunftsforum (ZuKuFo) hatte aber noch keiner der rund 400 Teilnehmer bisher erlebt. Vom 18. bis zum 25. Juni wurden also dieses Mal über fünf Tage die aktuellsten Innovationen, Trends und Entwicklungen in der Kommunikationswelt analysiert und diskutiert.

Was sich trotz zahlreicher notgedrungener Neuerungen nicht geändert hatte, war der kurze Weg auf die Bühne: Jeder Teilnehmer konnte im Vorfeld des Zukunftsforums einen kurzen Video-Pitch zu seinem Thema einsenden, und sich somit für einen Session-Slot bewerben. Von diesen fanden über die Woche verteilt insgesamt über 30 Stück statt - in „Narnia“, „Mittelerde“ und „Westeros“. Und auch wenn die Namen der Videocall-Rooms Fantasiewelten vermuten ließen, verbargen sich hinter ihnen in aller Regel sehr reale und hochgradig aktuelle Themen. Während beispielsweise Lisa Girard, Consumer Communication Specialist bei TikTok, von dem sozialen Medium der Stunde und seinen Einsatzbereichen in der Unternehmenskommunikation sprach, teilte Timo Lommatzsch, Berater für digitale Kommunikation, sein Wissen zum vielschichtigen Thema „Hass im Netz“ mit seinen Zuhörern. Interaktiv wurde es durch den Chatroom, in dem Anmerkungen und Fragen der Anwesenden willkommen waren.

Spannende Einblicke in die Kommunikation der Corona-Warn-App

An dem Grund für die Digitalisierung der Konferenz kam man natürlich nicht ganz vorbei: Die Corona-Pandemie stellte in verschiedensten Sessions einen zumindest relevanten Teilaspekt der Vorträge dar. Im Mittelpunkt stand sie bei einem der Highlights des Zukunftsforums: In einer gemeinschaftlichen Session stellten Johannes Dimroth, Abteilungsleiter Politische Information im Bundespresseamt, und Alexander Lang, Geschäftsführer der Agentur Zum goldenen Hirschen, die Kommunikationskampagne zur kürzlich angelaufenen Corona-Warn-App vor. Aufgabe sei es, so viele Menschen wie möglich zum Download zu bewegen, während die zahlreichen Sorgen und Ängste der Bürger ernst genommen und adressiert werden müssen. Die App, die „mitnichten das Allheilmittel gegen die Pandemie“ darstelle, müsse entsprechend gut verständlich für weite Teile der Bevölkerung kommuniziert werden, erklärte Lang das Ziel der Kommunikation.

Vorträgen lauschen war jedoch nicht das Einzige, was die Teilnehmer auf dem ZuKuFo machen konnten: Neben den klassischen Sessions hatten Interessierte die Möglichkeit, in den sogenannten „Fireside Chats“ in einer kleinen Gruppe mit erfahrenen PR-Experten ins Gespräch zu kommen. Zusätzlich wurde ein digitaler Pausenraum eingerichtet, in dem sich die Anwesenden zum entspannten Austausch trafen

Kleine Probleme, großer Stolz

Dass das gesamte Forum online absolviert wurde, konnte durch die kreative Umsetzung mitunter auch mal vergessen werden. Ins Bewusstsein gerufen wurde dieser Umstand lediglich von hier und da auftretenden Tonproblemen, die jedoch stets recht schnell behoben werden konnten.

Ein entsprechend positives Fazit zieht die Projektmanagerin vom Medienfachverlag Oberauer und ZuKuFo-Organisatorin Anna Wellendorf: „Die Digitalisierung des Zukunftsforums in wenigen Wochen war für den Verband und den Verlag ein ungewohnter Blindflug. Umso mehr freuen wir uns, dass das Projekt auf so große Resonanz und so positives Feedback gestoßen ist. Wir können trotz der besonderen Einschränkungen auch in diesem Jahr einhalten, wofür der Verband steht: Wissen teilen und Netzwerk aufbauen. Darauf sind wir stolz.“

Und dennoch – das wurden auch die Veranstalter nicht müde zu betonen – freut man sich für das nächste Jahr auf ein hoffentlich wieder größtenteils analog stattfindendes Event.


Wir haben die Kommentarfunktion wegen zu vieler Spam-Kommentare abgeschaltet. Sie können uns aber trotzdem Ihre Meinung zu diesem Artikel als Leserbrief direkt zusenden. Falls Sie wünschen, dass wir Ihren Leserbrief als Kommentar dem Artikel hinzufügen, vermerken Sie dies bitte in der Mail an uns.
leserbrief@pr-journal.de


Werbung

Heute NEU im PR-Journal