Im Juni 2021 hatten sie es bereits angekündigt, jetzt folgen den Worten Taten: Die drei Verbände der Kommunikationsbranche DPRG (Deutsche Public Relations Gesellschaft), BdKom (Bundesverband der Kommunikatoren) und GPRA (Gesellschaft Public Relations Agenturen e. V.) haben den Preis „Forschungssprecherinnen und -sprecher des Jahres 2021“ ausgeschrieben. In Fortführung der Arbeit des Wissenschaftsjournalisten Reiner Korbmann, der den Preis in den vergangenen zwölf Jahren in Eigeninitiative betrieben hat, fiel jetzt der Startschuss für die Neuauflage des Preises in neuer Trägerschaft. Das Voting für den Hauptpreis, zu dem mehr als 1.000 Journalistinnen und Journalisten eingeladen wurden, läuft noch bis zum 20. Oktober. Die Abstimmung für den Publikumspreis endet am 24. Oktober. Die Verleihung der Preise wird im Rahmen des Wissenschaftskongresses WISSENSWERTE am 29. November in Freiburg erfolgen.

Das Ziel ist es, innerhalb der DACH-Region und unter Berücksichtigung aller Wissenschaftsdisziplinen, beispielhafte Wissenschaftskommunikation auszuzeichnen und einen Beitrag zum Qualitätsdiskurs in der Branche zu leisten. Die Ausrichtung erfolgt jeweils durch einen der drei Verbände im Wechsel. Den Anfang macht 2021 die GPRA. Verantwortlich für Konzeption und Organisation ist Professor Alexander Güttler mit der GPRA-Mitgliedsagentur komm.passion.

Prof. Dr. Alexander Güttler,CEO komm.passion GmbHGüttler (Foto) sagte: „Die Corona-Pandemie hat uns einmal mehr gezeigt, wie wichtig verlässliche und professionelle Wissenschaftskommunikation für die Gesellschaft ist. Deswegen freuen wir uns, mit dem Preis hervorragende Kommunikatorinnen und Kommunikatoren aus diesem Bereich auszuzeichnen. Mit dem Relaunch haben wir einige Aspekte der Vergabe des Preises überarbeitet und auf eine solide, zukunftsfähige Grundlage gestellt.“

In diesem Jahr werden ein Hauptpreis und ein Publikumspreis in drei Kategorien vergeben:

  • Hochschulen & Forschungsinstitute
  • Forschungsorganisationen, -administration & Stiftungen
  • Industrie, Wirtschaft & sonstige Unternehmen

Den Hauptpreis entscheiden die Stimmen von Journalistinnen und Journalisten, weil sie nach Meinung der Ausrichter des Preises die Arbeit von Kommunikatorinnen und Kommunikatoren aus dem Wissenschafts- und Forschungsbereich besonders gut bewerten können. Der Verteiler umfasst über 1.000 Journalistinnen und Journalisten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Diese Wahl ist am 7. Oktober gestartet worden. Darüber hinaus können Interessierte aus der Branche bis zum 24. Oktober im Rahmen des Publikumspreises unter diesem Link ihre Stimme abgeben.

Die Auswahl der Nominierten ist durch ein Gremium aus Expertinnen und Experten aus der Branche erfolgt. (Die Listen mit den Nominierten befinden sich am Ende dieses Beitrags.) Es besteht aus zwölf Vertreterinnen und Vertretern der Verbände, Organisatoren, den letztjährigen Gewinnerinnen des Hauptpreises und weiteren Expertinnen und Experten. In diesem Gremium wurden in den letzten Wochen Vorschläge gesammelt und für die Shortlist ausgewählt. Das Voting erfolgt auf Basis dieser Shortlist.

BdKom DPRG GPRA Logos

Fink&Fuchs AG MitarbeiterportraitsAlexandra Groß (Foto), Präsidentin der GPRA, erklärte: „Die drei Verbände haben die zukünftige Ausrichtung der ‚Forschungssprecherinnen und -sprecher des Jahres‘ gemeinsam übernommen, um einen Beitrag zur Qualität und Bedeutung von Kommunikation in der Wissenschaft zu leisten. Nicht zuletzt die Pandemie hat gezeigt, wie wichtig dieser Bereich ist. Die GPRA ist seit langem Impulsgeber für mehr Qualität in der Kommunikationsbranche und der Preis kann hier einen wichtigen Beitrag leisten.“

Wie geht gute und seriöse Wissenschaftskommunikation?

Hintergrund des Engagements der drei Trägerverbände des Deutschen Rats für Public Relations (DRPR) ist vor allem die gestiegene Bedeutung der Wissenschaftskommunikation während der Corona-Krise. Die Vermittlung wissenschaftlicher Erkenntnisse und die Erläuterungen zu sich kontinuierlich verändernden Forschungsergebnissen und abgeleiteten Maßnahmen standen seit Anfang 2020 von jetzt auf gleich weltweit im Blickpunkt der medialen Öffentlichkeit.

Doch mit zunehmenden Restriktionen durch die Politik und einem wachsenden Unverständnis in der Bevölkerung standen in der Kommunikationsfachwelt plötzlich verschiedene Fragen im Raum: Wie geht eigentlich gute und seriöse Wissenschaftskommunikation? Was braucht sie? Was muss sie heute und in Zukunft leisten?

Seit Februar 2021 beschäftigt sich deshalb der DRPR mit der Beantwortung dieser Fragen. Das Ziel: Die Erarbeitung einer Leitlinie für Wissenschaftskommunikation, die als Handreichung dient für Kommunikationsfachleute und ein Instrumentarium bietet, so dass auch wissenschaftliche Laien saubere Wissenschaftskommunikation betreiben können.

Die Best-Practice-Beispiele, die im Rahmen des Preises „Forschungssprecherinnen und -sprecher des Jahres 2021“ ermittelt werden, sollen dabei helfen, einen validen Kriterienkatalog für gute Wissenschaftskommunikation zu erstellen.

Preis für Wissenschaftskommunikation gibt es seit 2008

Der Preis für die Wissenschaftskommunikation „Forschungssprecher des Jahres“ wurde erstmalig 2008 von Reiner Korbmann ausgelobt. Mit dem Relaunch unter dem Dach des Trägervereins des Deutschen Rates für Public Relations (DRPR) und den Trägerverbänden BdKom, DPRG und GPRA, die jeweils im Wechsel die Ausrichtung übernehmen, wurden die Kriterien, das Voting-Verfahren und auch das Expertengremium neu aufgesetzt. Ziel ist es, innerhalb der DACH-Region und unter Berücksichtigung aller Wissenschaftsdisziplinen, beispielhafte Wissenschaftskommunikation auszuzeichnen.

Liste kategorie Hochschulen und Forschungsinstitute

Liste Kategorie Forschungsorganisationen

Liste Kategorie Industrie Wirtschaft


Wir haben die Kommentarfunktion wegen zu vieler Spam-Kommentare abgeschaltet. Sie können uns aber trotzdem Ihre Meinung zu diesem Artikel als Leserbrief direkt zusenden. Falls Sie wünschen, dass wir Ihren Leserbrief als Kommentar dem Artikel hinzufügen, vermerken Sie dies bitte in der Mail an uns.
leserbrief@pr-journal.de