Das Geschäftsmodell von Tesla soll ohne PR-Abteilung funktionieren. Die Website ist eher auf Produktmarketing ausgerichtet. (© Tesla)

Außer ein paar E-Mail-Adressen ist offensichtlich nichts geblieben. Wer auf die Website von Tesla geht und auf den Menüpunkt Presse klickt, findet dort lediglich diese Angaben: „For any press related inquiries, please reach out to Press@tesla.com or EUPress@tesla.com.“ Antworten auf etwaige E-Mails sind wohl nicht zu erwarten. Denn unter Berufung auf die auf E-Mobilität spezialisierte Newsseite „Electrek“ berichtet "t3n", das Magazin und Netzwerk für digitale Zukunft, dass der amerikanische Elektroautobauer Tesla seine PR-Abteilung aufgelöst hat. Auch wenn CEO Elon Musk noch so „laute“ Auftritte hinlegt, eine PR-Abteilung steht ihm offensichtlich nicht mehr zu Seite.

Amerikanische Journalisten beschweren sich schon seit einiger Zeit, dass sie keine Antworten mehr auf ihre Anfragen bekommen. „Electrek“ zitiert einen anonymen Insider mit dem Satz: „Wir haben kein PR-Team mehr.“ Demnach war wohl Keely Sulprizio die letzte Person in den USA, die offiziell für die PR-Arbeit bei Tesla verantwortlich war. Sulprizio hatte laut den Berichten in „Electrek“ und „t3n“ Tesla im Dezember verlassen und im März bei Impossible Foods angeheuert, wo sie als Kommunikationsdirektorin tätig ist.

Für die Region DACH hatte zuletzt Stefan Keuchel (51) 2018 / 2019 ein zehnmonatiges Gastspiel als PR-Manager bei Tesla gegeben (wir berichteten). Doch im August 2019 wechselte Keuchel bereits wieder zum Berliner E-Scooter-Start-up Circ. Keuchel hatte sich bei Circ mehr Gestaltungsspielraum erhofft. Doch auch daraus wurde wohl nichts, denn bereits am 1. Dezember heuerte er bei der Berliner Kommunikationsagentur hypr an, wo er seither als Senior Attention Manager arbeitet.

Laut „t3n“ bleibt Journalisten künftig also nur noch der Versuch, via Twitter direkt mit Tesla-Chef Elon Musk Kontakt aufzunehmen. Hin und wieder greift der Multimilliardär dort Fragen auf oder in Diskussionen ein. Warum Tesla den Kontakt zur Presse meidet, ist nicht klar. Der Konzern selbst hat sich dazu bisher nicht geäußert.

Unter den Links auf „Electrek“ und "t3n" finden sich deren vollständige Berichte.


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