Rainer Bartel: "Erfolgreiche Online-PR - Mehr Verkaufserfolg durch professionelle Öffentlichkeitsarbeit im Web". Verlag: Data Becker, Düsseldorf. Juni 2009. 374 Seiten. Preis: 39,95 Euro. ISBN: 978-3-8158-2965-3.
Rezension von Frank Hamm

Die Bedeutung des Internets hat für Unternehmen in den letzten Jahren rasant zugenommen. Die Anzahl der Veröffentlichungen zu Online-PR nimmt ebenfalls zu, um dem gestiegenen Bedarf Rechnung zu tragen. Doch die Literatur ist meistens konzeptionell orientiert oder behandelt Fragestellungen größerer Unternehmen. Rainer Bartels Buch "wendet sich ganz ausdrücklich an Selbständige und Unternehmen, die über ein sehr begrenztes Marketing-Budget verfügen" und will neben Grundlageninformationen vorwiegend pragmatische Anregungen, Anleitungen und Hinweise geben.

Diese Absicht ist Rainer Bartel auf 336 Seiten hervorragend gelungen. Allerdings könnte ein passenderer Untertitel den fokussierten Inhalt besser widerspiegeln. Bartel gibt im ersten Kapitel eine Übersicht zu den Grundlagen der PR und widmet sich dann im zweiten Kapitel dem konkreten und (im Sinne des Unternehmens) persönlichen Auftritt im Internet zur Steigerung von Bekanntheit und zur Pflege des Images. Im dritten Kapitel beschreibt er Möglichkeiten zur Gestaltung der eigenen Website mit Interaktionen, wobei er besonders auf Pressearbeit und konkrete Tipps eingeht. Das abschließende vierte Kapitel behandelt die Vernetzung im Internet.

Die jeweiligen Inhalte umfassen so unterschiedliche Themen wie Konzeption, redaktionelle  Arbeit für den Onlineauftritt, Technik und Webdesign. Aufgrund der thematischen Breite kann Bartel zwar nicht all zu sehr in die Tiefe gehen; dennoch gibt er viele Tipps und Hinweise, die sich gut in der Praxis umsetzen lassen. Screenshots von Websites  veranschaulichen die Themen, und Handzeichnungen zur Übersicht lockern die Beschreibungen auf.

Das Buch legt großen Wert auf Interaktion und Dialog mit den Bezugsgruppen. So hebt Bartel auf Personen als Träger von "Reputation, Glaubwürdigkeit und Vertrauen" ab und meint folgerichtig: "Das Vertrauen eines Menschen in einen anderen Menschen ist immer größer als das Vertrauen in eine Organisation oder […] in Marken".

Fiktive Unternehmen als Anwendungsbeispiele
Anhand von vier fiktiven kleine Unternehmen unterschiedlicher Branchen liefert Bartel immer wieder zu den jeweiligen Themen konkrete Beispiele. Beispielsweise beschreibt Bartel, wie der fiktive Rechtsanwalt Dr. Mohren seine PR-Arbeit im Netz gestalten kann.

Konkrete Beispiele
Anhand konkreter realer Beispiele wird der Nutzen von Maßnahmen aufgezeigt. So widmet sich Bartel in einem Abschnitt dem Medium Weblog und bringt dort Beispiele von den Unternehmens-Weblogs "Frosta Blog" und "Saftblog". Ergänzend führt er für Selbständige das Beispiel des "Gletscherblogs" auf, in dem eine selbständige Wirtin über ihr Leben in der Gastronomie erzählt.

Online und Offline
Auch wenn es in dem Buch primär um Online-PR geht, so gibt Bartel doch einige Male Anregungen für die "Offline-PR". Der fiktive Rechtsanwalt Dr. Mohren könne beispielsweise seine lokale PR-Arbeit durch Mitarbeit in Vereinen unterstützen, und eine Beteiligung an Messen und Kongressen könne durch Links im Onlineauftritt der Veranstaltung Besucher auf die eigene Website bringen.

Praxisnutzen und Nachschlagewerk
Das detaillierte achtseitige Inhaltsverzeichnis sowie das Stichwortverzeichnis erleichtern das gezielte Nachschlagen. Der fünf Zentimeter breite Schreibrand lässt reichlich Platz für eigene Notizen. Der ausführliche Anhang mit einem kleinen PR-Wörterbuch, einem kurzem Webglossar zu beispielsweise Diskussionsforen und Sozialen Netzen laden zum Nachschlagen ein. An einigen Stellen erfolgen Wiederholungen vorangegangener Hinweise. Sie werden dann jedoch zum aktuellen Thema erläutert, so dass der Leser zusätzliche Inhalte erfährt und nicht zurückblättern muss.

Kleine Trübungen
An wenigen Stellen haben sich Fehler eingeschlichen, die das ansonsten saubere Bild leicht trüben. Bartel schreibt beispielsweise darüber, dass weltweit einige  Hunderttausend Blogs existieren würden. Doch alleine die Blogplattform Wordpress.com verzeichnet nach eigenen Angaben für den Juli 2009 mehr als 2,1 Millionen aktive Blogs. Facebook ermögliche den "Zugriff auf alle Facebook-Mitglieder weltweit (um die 6 Millionen, Stand Mai 2009)" – doch da waren es nach Facebook-Angaben bereits 225 Millionen Mitglieder (inzwischen über 250 Millionen). Eine bessere Recherche hätte hier gut getan. Dem insgesamt sehr guten Gesamtbild können diese Trübungen jedoch nichts anhaben.

Fazit
Das Buch orientiert sich ausgesprochen gut an den Aufgabenstellungen von kleinen Unternehmen und Selbständigen. Insgesamt bietet das Buch für diese Zielgruppen und in diesem Rahmen einerseits einen sehr guten Einstieg und andererseits bereits konkrete Hilfestellungen für die Praxis. Aufgrund der Vielfalt kann das Buch zwar nicht überall in die Tiefe gehen, doch dafür gibt es im Anhang ein Literaturverzeichnis mit Buchveröffentlichungen, Zeitschriften und Onlineportalen.

Frank Hamm ist Manager Public Relations in der Online-Kommunikation der Aareal Bank. Parallel schreibt er als Blogger und Enterprise 2.0 Evangelist (INJELEA) über Public Relations, Unternehmenskommunikation und -kultur, Enterprise 2.0 und Intranet. Hamm war Offizier in der Bundeswehr, studierte Wirtschaftswissenschaften und arbeitete zunächst in der Informationstechnologie und im Controlling. In der Aareal Bank wechselte er nach dem Aufbau des Intranets in die Unternehmenskommunikation und betreut nun Intranet und Internetauftritt. Seit Juni 2008 studiert er berufsbegleitend Public Relations bei PR Plus.


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Whitepaper

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Der Competence Circle Sponsoring des Deutschen Marketing Verbandes (DMV) hat ein neues Whitepaper zum Thema Sponsoring veröffentlicht. Die These der Autoren: Seit Bestehen des Sponsorings sehe sich diese Marketing-Disziplin heute dem stärksten Wandel überhaupt gegenüber. Für viele Marktteilnehmer bedeute dies ein Kulturschock, für das Sponsoring an sich bedeute es jedoch eine große Chance. Sponsoring werde zum Storyteller – Sponsoring entwickele sich von einer eher passiven zu einer aktiven Funktion. Das neue Whitepaper „Lead Generation – Kultureller Wandel im Sponsoring“ führt den Beweis anhand zahlreicher Best Cases.

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The Best Agency: Reine Kundenjury zeichnet Agenturen aus

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STAMM Medien-News

Stamm Medien-Newsletter September 2019

Der Stamm-Verlag in Essen dokumentiert seit 1947 als einziger deutscher Verlag komplett alle Medien (derzeit zirka 24.000) in Deutschland (Print / Zeitungen + Zeitschriften, Rundfunk / Radio + Fernsehen, Online (seit 2003)). Im August 2019 wurden 6.014 Medien aktualisiert, im letzten Quartal waren es insgesamt 10.986 Medien. Der monatliche „Stamm Medien-Newsletter“ informiert über aktuelle Änderungen in der deutschsprachigen Medienlandschaft (Deutschland, Österreich, Schweiz). Mit freundlicher Genehmigung folgen hier einige Meldungen:

Agenturen im Dialog

Schwartz PR: „Egoisten können wir nicht gebrauchen”

Vor 25 Jahren ist Christoph Schwartz als „One-Man-Show im Home Office“ in die IT-Branche gerutscht. Dann nämlich gründete er seine Münchener Agentur Schwartz PR, die vorrangig Technologie-Unternehmen unterstützt. Und das gelingt – das lässt sich nach einem Vierteljahrhundert Bestehen festhalten – ausgesprochen gut. Solides Wachstum und eine Vielzahl von Preisen belegen den Erfolg der bayerischen Landeshauptstädter. Welcher Spagat dafür gewagt wird und wie man als Studienabgänger Teil von Schwartz PR wird, erläuterte der Geschäftsführer im Gespräch mit Vertretern des PRSH. Für weitere interessante Einblicke sorgten Teamleiterin und HR-Verantwortliche Julia Maria Kaiser und Berater Nicolai Droll.

GPRA im Dialog

Straub & Straub: Zwischen PR und Journalismus

Bei der Hamburger Kommunikationsagentur Straub & Straub hat sich in letzter Zeit einiges geändert. Die Agentur konnte neue Großkunden gewinnen, die beiden Geschäftsführer Tina und Rüdiger Straub haben im Sommer 2018 Jahr geheiratet und zuletzt ist der Hamburger Hauptstandort vor erst einem Monat umgezogen. In den neuen Büroräumen haben Marie Fuhr und Laura Möller von campus relations der Agentur einen Besuch abgestattet.

Internes - aus der Redaktion

PR-Journal im August 2019: 26.551 Besucher; 38,0 % Mobilnutzung

ivw logo 100Unsere diversen Statistiken bilanzieren für das "PR-Journal" im August 2019 insgesamt 26.551 Besucher lt. Zählung der IVW Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern, Berlin. Somit errechnet sich insgesamt ein Tagesdurchschnitt von 857 Visits. Jede/r Besucher/in schaute sich 1,5 Seiten an - daraus errechnen sich 39.603 PageImpressions für das PR-Medium Nr. 1 im Internet.