pleil thomasThomas Pleil lehrt Public Relations an der Hochschule Darmstadt in den Studiengängen Online-Journalismus und Wissenschaftsjournalismus. Der Autor von zahlreichen Büchern und Artikeln ist Spezialist für Online-Kommunikation, Online-PR sowie die Entwicklung der Medienlandschaft. Nadja Amireh (Agentur get noticed! und Ressortleiterin Social Media des PR-Journals) hat ihn zu den aktuellen Veränderungen der Medienlandschaft sowie den Herausforderungen, die sich dadurch für Unternehmen ergeben, befragt.

Nadja Amireh: Fast täglich gibt es neue Social Media Netzwerke und das Mediennutzungsverhalten ändert sich gravierend. Sind die PR- und Marketingverantwortlichen darauf ausreichend vorbereitet?

Thomas Pleil: Nach meiner Beobachtung gibt es in vielen Unternehmen, Agenturen und NGOs Leute, die hervorragend mit den aktuellen Herausforderungen durch den Medienwandel und speziell die Online-Kommunikation umgehen. Gleichzeitig sehe ich bei vielen Organisationen einen großen Informationsbedarf und fehlende Erfahrung. Klar ist, dass die Ausbildung der Marketing- und Kommunikationsleute eine wichtige Rolle spielt: Wer schon seit einigen Jahren im Beruf ist, hat die Herausforderung, die Veränderungen zu antizipieren und sich gegebenenfalls weiterzubilden. Gleichzeitig haben Hochschulen und andere Anbieter von Ausbildungen ihre Lehrpläne darauf einzustellen. In beiden Fällen gilt aber, dass grundsätzliche Mechanismen der Kommunikation sich nicht verändern, nur weil es laufend neue Tools gibt.

Nadja Amireh: Eine Forderung, die immer im Zusammenhang mit Medienwandel, Social Media und Online-Kommunikation genannt wird, ist die nach Dialog und Authentizität. Diese Begriffe sind stark strapaziert. Wie authentisch und dialogbereit dürfen oder müssen Unternehmen im Netz sein?

Thomas Pleil: Ja, das stimmt, diese Begriffe sind strapaziert. Und ob sie die wichtigsten sind, ist noch eine andere Frage. Aber konkreter sehe ich dazu verschiedene Aspekte. Auf der einen Seite ändern sich grundsätzlich die Anforderungen an den Kommunikationsstil, und das betrifft nicht nur das Netz. In der Online-Kommunikation werden diese Veränderungen wahrscheinlich aber am schnellsten sichtbar, weil hier ein großer Teil des Dialogs zu diesen Fragen stattfindet. Generell denke ich, hat sich der Erwartungsrahmen an öffentliche Kommunikation in der Gesellschaft verändert. Das gilt für Werbebotschaften genauso wie für die politische Kommunikation. Und wenn zum Beispiel Verhalten und Kommunikation oder Versprechen und Produkt nicht zusammenpassen, wird dies schnell öffentlich thematisiert. Die Menschen sind nicht so dumm, wie die Kommunikationsbranche sich lange vorgelogen hat. Und sie können einfacher denn je Versprechen überprüfen. Hieraus ergeben sich Anforderungen an die Glaubwürdigkeit und an die Authentizität. Hinzu kommt, dass es Situationen gibt, in denen Stakeholder Antworten bzw. einen Dialog erwarten. Dies können sie heute natürlich im Internet viel einfacher einfordern. Geschieht dies aktiv, sind Unternehmen meist gut beraten, dialogfähig zu sein. Auf der anderen Seite muss natürlich nicht jede Kommunikationsmaßnahme auf Dialog ausgerichtet sein. Besonders wichtig ist aber, was nach dem Dialog kommt: Findet er nur um seiner selbst Willen statt, oder sind die Beteiligten im Extremfall bereit, auch etwas zu tun?

Nadja Amireh: Neben Plattformen wie Facebook, die das sozialen Netzwerk eines Nutzers abbilden, gibt es auch Dienste für bestimmte Interessen wie Pinterest. Wie schätzen Sie die Relevanz von relativ neuen Diensten wie Google+ und Pinterest ein?

Thomas Pleil: Natürlich wird alle paar Monate eine andere Plattform gehypt. Das muss man sich sehr nüchtern anschauen. Wichtig erscheint mir, dass Unternehmen solche Dienste verstehen und überlegen, inwieweit diese Relevanz für das Erreichen der individuellen Kommunkationsziele im Social Web haben können. Das setzt natürlich voraus, dass solche Ziele formuliert sind und ich unter anderem analysiere, mit wem ich mich dort überhaupt vernetzen kann. Eine solche Analyse kann ergeben, dass Pinterest für das eine Unternehmen ganz neue Möglichkeiten in der Kommunikation erschließt, für ein anderes aber ganz und gar nicht. Klar ist auch, dass Vorhersagen oft schwierig sind, denn wie sich ein Dienst tatsächlich entwickelt, ist schwer abzusehen. Aber in der Tendenz würde ich Pinterest derzeit eher in speziellen Nischen sehen.

Nadja Amireh: Wie verändert sich z. B. das TV durch Social Media? Beispiele: Zum Superbowl oder Tatort wird getwittert, andererseits zitieren Sendungen aus Facebook und Twitter.

Thomas Pleil: Ja. Ob es die Fernsehmacher wollen oder nicht: Die Kanäle rücken enger zusammen. Der Rückkanal, den TV selbst nicht bietet, wird zunehmend durch Twitter und vor allem Facebook hergestellt. Meist hat man den Eindruck, die Fernsehsender nehmen das kaum wahr, gelegentlich wird versucht, das Ganze durch Apps zu befördern oder sogar Diskussionen aus dem Web live im TV aufzugreifen.

Diese Entwicklung kann natürlich auch weitreichende Folgen für Kommunikationsabteilungen haben: Denn es wird ja nicht nur getwittert, wer gerade ein Tor geschossen hat oder was Frau Lindholm anhat, sondern auch Magazinsendungen oder Nachrichten werden so begleitet. Gerade hier experimentieren ja einige Fernsehsender damit, während oder nach der Sendung die Zuschauer mit Hilfe des Internets einzubinden. Wird dort z. B. über ein Unternehmen berichtet, kann blitzschnell online eine muntere Diskussion entstehen - und zwar zu Zeiten, in denen die PR-Abteilung meist gar nicht besetzt ist und mit einer Intensität, die erschreckend sein kann. Der WWF hatte vor einigen Monaten diese Erfahrung gemacht, aber auch versucht, live zu reagieren.

Nadja Amireh: Journalisten, die bloggen oder Blogger, die hochwertige Artikel mit journalistischem Anspruch schreiben - die Grenzen verschwimmen. Das schafft neue Herausforderungen beim Medienkonsum: Wie kann der Nutzer die Relevanz und Vertrauenswürdigkeit einer Meldung und ihres Absenders einschätzen?

Thomas Pleil: Die Lektüre eines Beitrags wird hierzu allein oft nicht ausreichen. Allerdings kann man mit einigen Mausklicks zum Beispiel ganz gut nachvollziehen, wer in einem Weblog mitdiskutiert, welche anderen Seiten das Blog verlinken und damit referenzieren oder wie etabliert das Blog bzw. sein Betreiber ist. Bei vielen (Fach-)Themen ist es üblich, dass die Autoren mit ihrem Namen auftreten und andere Online-Profile wie Xing oder Facebook verlinken. Ein anderes Indiz könnte sein, welche Qualität die verwendeten (und hoffentlich verlinkten) Quellen haben.

Sehr viel schwieriger ist es natürlich, wenn Autoren pseudonym auftreten, etwa, weil sie Repressalien fürchten. Dennoch gibt es hier mit einfachen Mitteln die Möglichkeiten, zumindest einen Eindruck des Netzwerkes zu bekommen, in dem sich ein Autor bewegt, beispielsweise, indem man schaut, wer eine Meldung weiter trägt. Allerdings: Gegen einen gut gemachten Fake ist man kaum gefeit - meist aber kommen diese trotzdem ans Licht.

Nadja Amireh: Wo sehen Sie die Medientrends der Zukunft? Geben Sie uns einen Ausblick?

Thomas Pleil: Ich denke, wir bekommen es im Alltag immer selbstverständlicher mit Medienanwendungen zu tun, die uns umhüllen und zum Beispiel auf uns reagieren, ein Stichwort: Ambient Intelligence. An unserer Hochschule haben zum Beispiel Studenten im letzten Semester einen Fahrstuhl konzipiert, in dem Musik und Beleuchtung sich automatisch an die Stimmung der Fahrgäste anpassen. Andere Erwartungen: Die digitalen Nachrichten- und Unterhaltungsangebote werden sich sicher noch stärker an die mobile Internetnutzung anpassen und es wird zwischen Plattformen und Kanälen noch mehr Verbindungen geben. Und natürlich werden wir die zunehmende Bandbreite nutzen, beispielsweise durch noch mehr Videos. Klar ist wohl auch, dass wir noch mehr Alltags- und Arbeitsprozesse im Netz abwickeln werden. Und die "alten Medien" werden vermutlich weiterhin an Nutzern bzw. Abonnenten verlieren, einige werden aber sich aber neu positionieren, so dass auch nach 2035 noch Druckerpressen laufen werden. Ob sie jeden Tag eine Zeitung ausspucken, muss man mal sehen.

Zum Blog Das Textdepot von Thomas Pleil, zur Vita von Thomas Pleil

 

 

 

 


Wir haben die Kommentarfunktion wegen zu vieler Spam-Kommentare abgeschaltet. Sie können uns aber trotzdem Ihre Meinung zu diesem Artikel als Leserbrief direkt zusenden. Falls Sie wünschen, dass wir Ihren Leserbrief als Kommentar dem Artikel hinzufügen, vermerken Sie dies bitte in der Mail an uns.
leserbrief@pr-journal.de


Personalien

David Morgen neu im Public Affairs Team FleishmanHillard

David Morgen verantwortet seit Januar 2023 als Vice President den Bereich Digital und Sustainable Transformation im Corporate Public Affairs Team der Kommunikationsberatung FleishmanHillard (FH). Er hat seinen Sitz im Berliner Public Affairs Büro der Kommunikationsberatung. In seiner neuen Funktion berät er insbesondere Unternehmen mit digitalen oder digitalisierten Geschäftsmodellen sowie Unternehmen in der Transformation zu mehr Nachhaltigkeit. Dabei betreut er sie in allen Aspekten politischer Reputation und Interessenvertretung.

Etats

MOD21 vergibt PR-Etat an FleishmanHillard Germany

ERBUD International Mod21 Logos 250Die Erbud-Gruppe, ein international tätiges Bauunternehmen mit Sitz in Warschau (Polen), vergibt seinen Deutschland PR-Etat für seine neue, innovative Marke Mod21 an FleishmanHillard Germany (FH). FleishmanHillard wird die deutsche Medien- und Öffentlichkeitsarbeit für die Mod21 GmbH, Düsseldorf, und die Erbud-Gruppe übernehmen, als Pressebüro in Deutschland fungieren und das Führungsteam und seine Sprecherinnen und Sprecher mit innovativen Themen rund um die nachhaltige, modulare Holzbauweise in Print, Online und TV platzieren.

Agenturen

Aus Ewald & Rössing wird „Dunkelblau“

Ewald & Rössing entwickelt sich weiter: Die Unternehmensberatung für Krisenmanagement und Krisenkommunikation mit Sitz in Leipzig teilt sich in zwei Unternehmen auf. Die Conducttr Germany GmbH übernimmt künftig den Geschäftsbereich Krisensimulation und Krisentraining, während die Dunkelblau GmbH & Co. KG weiterhin das akute Krisenmanagement und die Krisenkommunikation verantwortet. Im Zuge der Neuausrichtung wechselt Torsten Rössing ab dem 1. Februar als Geschäftsführer zu Conducttr Germany, Marcus Ewald bleibt Geschäftsführer von Dunkelblau. Beide Unternehmen sind in einer Dachgesellschaft verbunden, die gemeinsam von Marcus Ewald und Torsten Rössing geführt wird.

Unternehmen

SEO-OnPage-Analyse DAX 40-Unternehmen: „Inhalte, die keinerlei Mehrwert bieten“

Netgrade SEO Agentur LogoUm das Fazit vorwegzunehmen: „Insgesamt sind die meisten Webauftritte der DAX-Konzerne unter dem Gesichtspunkt der Suchmaschinenoptimierung nur sehr wenig oder gar nicht optimiert worden. Oft werden Inhalte bereitgestellt, die keinerlei Mehrwert bieten.“ Die Beurteilung stammt von Stefanie Niggemann, die für die Würzburger netgrade GmbH tätig ist. Netgrade hat sich auf Suchmaschinenoptimierung (SEO), Suchmaschinenwerbung (SEA) und die technische Betreuung (Web Development) von Online-Auftritten fokussiert. Für das „PR-Journal“ nimmt Stefanie Niggemann im Rahmen einer Serie die Webauftritte der DAX40-Unternehmen unter die Lupe. Der folgende Beitrag bietet zunächst einen Überblick. In den nächsten Wochen folgen vier weitere Artikel mit einer Detailbetrachtung der OnPage-Optimierung folgender Branchen: 1) Chemie, Pharma, Bio- und Medizintechnik, 2) Maschinenbau, Verkehr, Logistik, 3) Technologie und 4) Finanzen.

Verbände

DRPR rügt Online Marketing Agentur ImpulsQ

DRPR Logo 2020Der Deutsche Rat für Public Relations (DRPR), Berlin, hat die ImpulsQ GmbH, Reutlingen, gerügt. Der Grund war der Versuch der Agentur, das Trennungsgebot zwischen Redaktion und Werbung sowie das Gebot der Absendertransparenz zu unterlaufen und Schleichwerbung zu betreiben. Laut der Recherchen des DRPR bietet die Agentur ihren Kunden an, redaktionell anmutende Artikel mit Backlinks ohne Werbe-Kennzeichnung auf verschiedenen Domains im Internet zu platzieren. Den Domainbetreibern wird dafür eine Bezahlung in Aussicht gestellt. Damit liegt nach Auffassung des DRPR ein Verstoß gegen die Normen des Deutschen Kommunikationskodex und Richtlinien des Rats vor.

Werbung

Branche

News und Hintergründe für die Ohren: „PR-Journal“-Podcast #1/2023 ist da

Der „PR-Journal“ Januar-Podcast ist da: Die wichtigsten Personalien, Studien und Berichte direkt auf die Ohren. Auch 2023 setzt das „PR-Journal“ die Serie der monatlichen Podcasts fort – immer am letzten Donnerstag. Hinzu kommen die Interviews des Monats, die jeweils wenige Tage später erscheinen. Der neue Podcast beschäftigt sich mit der neuen KI-Anwendung ChatGPT  und greift die Studie von BCW zum Thema Mitarbeiterbindung sowie den Abschied der Kosmetikfirma Lush aus den sozialen Medien auf. Im Podcast-Interview des Monats, das immer weniger Tage nach dem Podcast erscheint, geht es dieses Mal um das die Neuauflage des Handbuchs Unternehmenskommunikation. Eine Fachbuchbesprechung in einem Podcast? Das geht, einfach ab dem 30. Januar hier das Podcast-Interview des Monats in voller Länge hören. „PR-Journal“-Chefredakteur hat sich zusätzlich Professor Zerfaß zwei weitere kompetente Gäste eingeladen.

Medien

Robin Hornig wird Nachfolger von Tom Drechsler als Chefredakteur bei „Auto Bild“

Hornig Robin Drechsler Tom AutoBildRobin Hornig (41, Foto l.) wird ab März als Nachfolger von Tom Drechsler (59, r.; Fotos © Auto Bild) neuer Chefredakteur von „Auto Bild“ sowie Chefredakteur des Kompetenzcenters Auto der „Bild“-Gruppe in Hamburg. Der Diplom-Politologe und ehemalige Oberleutnant zur See, ging nach der Bundeswehr zur „Welt“ und anschließend zu „Auto Bild“, wo er seit 2016 zunächst stellvertretender Chefredakteur der „Auto Bild Digital“ und ab 2020 stellvertretender Chefredakteur „Auto Bild“ war. Hornig hat nach Angaben des Verlags vor allem die digitale Entwicklung der Automobil-Zeitschrift vorangetrieben. Dazu gehören Reichweiten- und Social-Media-Strategien sowie die Fokussierung auf Inhalte und Formate für Nutzer mobiler Endgeräten.

Studenten-Initiativen

PRIHO wählt neuen Vorstand

Die Stuttgarter PR-Studierenden-Organisation PRIHO hat einen neuen Vorstand. Bei den jährlichen Vorstandswahlen wurden die Führungsämter wie folgt besetzt: Emilia Schulte, Vorstandsvorsitzende und Leiterin externe Kommunikation, Leonie Klein, Ressort Förderer, Lorenz Wöhrl, Ressort Finanzen und Verwaltung, Clara Würkner, Ressort interne Kommunikation (ehemals Universität und Studierende) sowie Yasmin Bouaouaja, Ressort Alumni.

Social Media

Social Listening: Reputation des Weihnachtsmannes sinkt zum zweiten Mal in Folge

"Morgen kommt der Weihnachtsmann..." – denkste! Der alte Mann mit weißem Bart muss um seinen Posten als Geschenkeüberbringer bangen. In den Süßwarenregalen wollen ihn schokoladige Schneemänner und Winter-Bären verdrängen. Sogar Coca-Cola distanziert sich als wichtigster Auftraggeber von der Lichtgestalt. Passt der Weihnachtsmann nicht mehr zum heutigen Zeitgeist? Valide Fakten legen dies nahe. Schon im zweiten Jahr in Folge leidet der Ruf des Weihnachtsmannes, wie eine Reputationsanalyse des Instituts für Management- und Wirtschaftsforschung (IMWF) in Hamburg zeigt. Demnach kommt das Image des Weihnachtsmannes im Vergleich zum Nikolaus nur noch halb so gut weg.

Das PR-Interview

Im wahrsten Sinne des Wortes: eine Buchbesprechung über „ein Ereignis“

Die 3. Neuauflage des Handbuchs Unternehmenskommunikation ist nach dem Urteil unseres Fachbuchrezensenten Professor Markus Kiefer „ein echtes Ereignis“. Grund genug für die „PR-Journal“-Redaktion mit einem der Herausgeber, Professor Ansgar Zerfaß, und Dr. Juliane Kiesenbauer als Vertreterin der Berufspraxis zu sprechen. Im „PR-Journal“-Podcast-Interview des Monats Januar 2023 stellen sich Zerfaß und Kiesenbauer den Fragen von Chefredakteur Thomas Dillmann und Co-Moderator Markus Kiefer. Unter anderem ging es um die eigenständige Positionierung der Unternehmenskommunikation gegenüber dem Marketing, die nachlassende Bedeutung der Medienarbeit und einen Ausblick in die Zukunft, inwieweit die Corona-Krise und der russische Angriffskrieg auf die Ukraine möglicherweise Auswirkungen auf eine 4. Neuauflage des Handbuchs in einigen Jahren haben könnte. Nachfolgend einige Auszüge aus dem Interview.

Autoren-Beiträge

Zeit für Deep Talk! Warum Unternehmen ihr Marketing-Gewäsch in den Keller packen sollten

Befinden wir uns nicht alle im Wettbewerb, noch höher, schneller, weiter und innovativer zu sein als die anderen? Was jahrzehntelang mit dem olympischen Motto „citius, altius, fortius“ medial als Wettkampfgeist vorgelebt wurde, hat sich tief in unserem Denken und Handeln verankert. Das gilt natürlich auch für die Art und Weise wie wir Kommunikation gestalten. Wir haben uns selbst darin übertroffen, immer lauter, bunter und aufmerksamkeitsträchtiger zu kommunizieren – und lagen damit oft auch gar nicht falsch, was steigende Click- und Nutzer-Zahlen bewiesen. Doch in den letzten Jahren hat dieser Wachstumsmotor ein wenig an Glanz eingebüßt: Leser und Mediennutzer sind gesättigt und wählen sorgfältiger aus.

Werbung

Rezensionen

Rezension: Top-Arbeitshilfe für die Interne Kommunikation

Interne Kommunikation mit Weitblick Buchcover Fuehrmann SchmdbauerDas Fazit vorweg: ein sehr konkreter Buch-Beitrag zum Projektmanagement der Internen Kommunikation, praxistauglich. Vorgelegt 2020 von dem etablierten Autoren- und Berater-Duo Ulrike Führmann und Klaus Schmidbauer. Schmidbauer ist zwischenzeitlich leider verstorben. Führmann bringt ihre Expertise unverändert an vielen Stellen ein, sei es als versierte Dozentin oder als Mitglied der Final-Jury beim renommierten Branchen-Award für exzellente Interne Kommunikation Inkometa. Das hier vorgelegte, völlig neu konzipierte Buch löst den viel zitierten Vorgänger „Wie kommt System in die Interne Kommunikation“ ab, verfasst vom gleichen Erfolgs-Autoren-Duo.

Der Sprach-Optimist

Sprache! Das macht was mit Dir, oder?

Unser Sprach-Optimist Murtaza Akbar (Foto) sagt Ciao, Tschüss oder auf Wiedersehen. Ganz wie Sie wollen oder Ihr wollt (auch ums Duzen und Siezen geht es übrigens in seiner heutigen finalen Folge). Denn nach dreieinhalb Jahren und 40 optimistischen Kolumnen im „PR-Journal“ geht er in wunderbarem besten Einvernehmen, auch wenn wir nichts dagegen gehabt hätten, ihn noch gerne länger bei uns im „PR-Journal“ zu haben. Das heißt, er macht einen auf Jürgen Klopp, dem man Gutes nachruft, wenn er geht. Und vielleicht sehen wir ihn ja wieder, hier bei uns als Gast oder sogar mal im Buchhandel, denn so viel sprachliche Unterhaltung gehört doch gebündelt und gedruckt, oder? Zum Abschluss geht er für Sie und Euch nochmal seine ganzen geliebten Sprachthemen durch – mit einem Augenzwinkern natürlich (wie auch sonst? ;-).

Kommentare

Kommentar zum Edelman Trust Barometer: Die Wirtschaft muss ihren Vertrauensvorsprung einlösen

Alle Jahre wieder! Erneut zeigt das Edelman Trust Barometer, dass die Wirtschaft bei insgesamt stagnierenden Zahlen immer noch die besten Werte in Sachen Vertrauen für sich verbuchen kann. Die Wirtschaft mit ihrem Führungspersonal ist es also, die für eine optimistische Zukunft weiter vorangehen soll und sich durch schnelles und verlässliches Handeln („da wird angepackt“) von Regierungen und Medien sowie NGOs abhebt und immerhin noch ein wenig Vertrauen geschenkt bekommt. Dieses Bild hat sich seit einigen Jahren verfestigt.

Macht der Bilder

Lützerath: Ein medialer Plot ohne Happy End

Am Ende konnten sie die Emotionen nicht mehr einfangen, die sie selbst geschürt haben: Aus dem Kampf um die besten Bilder wird in Lützerath eine Schlammschlacht mit der Polizei. Der mediale Plot der Klimaschützer hat kein Happy End mit schönen Bildern vom friedlichen Protest – im Gegenteil.
In Lützerath haben RWE und der Staat alles so gemacht wie immer: Bewohner abfinden, Dörfer abbaggern, fertig. Ein Viertel der deutschen Chemieindustrie und ein großer Teil der Bevölkerung Nordrhein-Westfalens befindet sich in einem Umkreis von 100 Kilometern: Wähler, Wohlstand, Arbeitsplätze, da müssen Opfer gebracht werden. Aber den Protestierenden geht es nicht um Dörfer, Heimat oder Arbeitsplätze – es geht um die symbolische Aufrüstung in einem gesellschaftlichen Konflikt: Wie viel weitere Umweltzerstörung ist noch gerechtfertigt, und wer bezahlt den Preis dafür?

PR-Historie

History matters! Konferenz zu historischer Verantwortung in der Unternehmenskommunikation

Unter dem Motto „History matters!“ stellt sich die erste #HistoryComms-Conference am 29. und 30. September in Frankfurt am Main der Herausforderung, den Umgang mit historischer Verantwortung in der Unternehmenskommunikation neu zu vermessen. Die Kooperation zwischen dem Center for History & Corporate Communication, einer Initiative der Günter-Thiele-Stiftung, Leipzig, unter Leitung von Günter Bentele (emeritierter Professor der Uni Leipzig) und Felix Krebber (Professor an der Hochschule Pforzheim), sowie engagierten Firmenhistorikern und Agenturen des Netzwerks Corporate History Communication (Berlin und Mannheim) macht die Tagung möglich. Sie findet erstmals als kollegialer, interdisziplinärer Meinungsaustausch und in Präsenz statt.

Leserkommentare

Leserbrief zum Kommentar von Manfred Piwinger zum Thema DAX und Gender

Die Analyse von „PR-Journal“-Autor Manfred Piwinger zum Thema DAX und Gender hat Eberhard Wühle, unter anderem langjähriger PR-Chef bei Wolff Walsrode und Dow Chemical sowie DPRG- und DJV-Mitglied, zu einem Leserbrief veranlasst. Wühle will den „feinfühligen Gedanken“ Piwingers nach eigenen Worten „etwas holzschnitzartige Hinweise“ hinzufügen.

Studien

Edelman Trust Barometer 2023: Polarisierungstendenzen in Deutschland

Das Edelman Trust Barometer 2023 zeigt die drohende Polarisierung in der Gesellschaft auf und wie diese das Vertrauen auf eine Belastungsprobe stellt. Für die 23. Ausgabe des Reports wurden über 32.000 Menschen in 28 Märkten zu ihrem Vertrauen in die Institutionen Regierung, Medien, Wirtschaft und NGOs befragt. Mit Blick auf das Vorjahr konnten die Institutionen auch in Deutschland kaum oder gar nicht an Vertrauen in der allgemeinen Bevölkerung gewinnen. So schafft es lediglich die Wirtschaft vom Misstrauensbereich in den neutralen Bereich (50 % sprechen ihr das Vertrauen aus; + 2 %pkt. zu 2022). Es folgen die Regierung (47 %; unverändert zu 2022), die Medien (47 %; unverändert zu 2022) und die NGOs (41 %; + 1 %pkt. zu 2022). Wie in der Vergangenheit wird allein die Wirtschaft als ethisch und kompetent handelnd angesehen.

Aus- und Weiterbildung

Bewerbungsstart für Masterstudium Communication Management an der Uni Leipzig

Uni Leipzig Master Broschuere 2023 CoverDer Masterstudiengang Communication Management an der Uni Leipzig geht im Herbst 2023 in die nächste Runde. Für Interessenten an einer Bewerbung ist eine neue Broschüre mit aktuellen Terminen und Informationen erschienen, die unter diesem Link verfügbar ist. Für Studieninteressierte bieten die Universität zudem am 24. April um 18:00 Uhr ein Webinar mit Studiengangsleiter Professor Ansgar Zerfaß an, in dem sie sich über den Masterstudiengang informieren und Fragen stellen können. Bewerbungen für die Masterclass 2023 sind vom 2. bis 31. Mai 2023 möglich.

Jobprofile

Was macht eigentlich ein Senior Editor bei MSL?

Von Australien und den USA zu MSL nach Hamburg. Marv Hansen ist seit Anfang des Jahres 2022 als Senior Editor bei MSL. Als Teil des Digital-Teams entwickelt sie Content jeder Art für die unterschiedlichsten Kunden. Sie liebt es, wie ein Schwamm neues Wissen aufzusaugen, Menschen außerhalb ihrer Bubble kennenzulernen und jeden Tag neue Themengebiete zu erkunden. Wenn nötig, arbeitet sie dafür auch mal vom Küchenstudio aus.

Seminarkalender

Seminarkalender 2023

Seminare, Tagungen, Workshops und Webinare. Der „PR-Journal“-Seminarkalender gibt Ausblick auf relevante Fort- und Weiterbildungsangebote der kommenden Monate. Unsere kompakte Auflistung für Kommunikationsfachleute in Agenturen, Unternehmen und Verbänden erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit - kündigen Sie neue (auch rein digitale) Seminare jederzeit gern an in unserer Redaktion.

Moderne Mitarbeitermagazine entwickeln
MW Media Workshop GmbH
6. Februar 2023
490 EUR zzgl. 19% MwSt.
Zur Anmeldung geht es unter diesem Link.

Intensivtraining Expert*in Nachhaltigkeits-Kommunikation
Deutsche Akademie für Public Relations GmbH (DAPR)
6. Februar 2023, online
2.090 EUR zzgl. 19% MwSt.
Zur Anmeldung geht es unter diesem Link.

Intensivtraining Agenda Setting Specialist 
Deutsche Akademie für Public Relations GmbH (DAPR)
6. bis 8. Februar 2023, Düsseldorf
1.690 EUR zzgl. 19% MwSt.
Zur Anmeldung geht es unter diesem Link.

Preise und Awards

Startschuss für den 13. Deutschen Preis für Onlinekommunikation

Der Deutsche Preis für Onlinekommunikation (DPOK) zählt zu einem der wichtigsten Digital Awards im deutschsprachigen Raum. Veranstalter ist die Quadriga Media Berlin GmbH. Bis zum 10. März 2023 können Agenturen, Unternehmen und Organisationen ihre Wettbewerbsbeiträge über das Bewerberportal einreichen. In dieser Phase betragen die Kosten für die Bewerbungen je nach Kategorie bis zu 390,00 Euro. Für Einsendungen nach dem 10. März wird eine zusätzliche Verspätungsgebühr fällig. Bis spätestens 30. März, der endgültigen Deadline, werden Einreichungen angenommen.

PR-Check-in für Start-ups

Mit smartem Konzept als Start-up zum PR-Erfolg

Bis auf ein paar Ausnahmen finanzieren sich Medien über ihre Verkaufserlöse und die mit ihren Inhalten erzielte Reichweite, um als attraktiver Werbeträger die richtigen Zielgruppen adressieren zu können. Möchten Start-ups mit ihren Inhalten und Botschaften eine möglichst große Verbreitung erzielen, lohnt es sich, die Perspektive eines Redakteurs einzunehmen. Dieser ist vor allem den Rezipienten seines Mediums verpflichtet. Je häufiger sein Beitrag voraussichtlich gelesen oder geklickt wird, desto positiver fällt seine Einschätzung zum vorgeschlagenen Thema aus. Der gelernte Journalist und Kommunikator Daniel Rottinger zeigt, wie Gründerinnen und Gründer dies clever bei ihrer Medienarbeit einbeziehen können.

Tipps & Lesehinweise

komm.passion Dossier 1/2023: ChatGPT – Konkurrenz, Kollege oder Werkzeug?

KI in der Kommunikation

Künstliche Intelligenz ist nicht das erste Hypethema für 2023. Mit der Veröffentlichung des Chatbots ChatGPT und gehypten Foto-Tools wie Lensa hat Künstliche Intelligenz (KI) in den letzten Wochen noch einmal einen starken Push in der öffentlichen Wahrnehmung bekommen. Ist KI nur eine weitere Sau, die durchs Technologie-Dorf getrieben wird, oder stehen wir vor einer echten Disruption, wie wir sie seit Jahrzehnten nicht mehr erlebt haben? Und was bedeutet das für die Kommunikation? Antworten auf diese Fragen gibt im neuen komm.passion-Dossier Gunnar Brune, Autor des frisch publizierten Fachbuchs „Künstliche Intelligenz heute“.

Whitepaper

Neues Whitepaper der AG CommTech: Reputationsmanagement – so geht‘s

Die AG CommTech wurde im Sommer 2021 unter dem Dach des Instituts für Management- und Wirtschaftsforschung (IMWF), Hamburg, gegründet. Sie erarbeitet Lösungen für die digitale Kommunikation und stellt diese der interessierten Fachöffentlichkeit vor. Jetzt hat eine erste Initiative der AG CommTech ein Whitepaper fertiggestellt. Unter dem Titel „Reputationsmanagement – so geht’s“ wird erklärt, was Reputation ist, wie man sie misst und wie man ein funktionierendes Reputationsmanagement aufbaut. Gerade im Reputationsmanagement herrscht in deutschen Kommunikationsabteilungen großer Nachholbedarf.

Termine

Speed-Recruiting-Reihe „Stell-mich-ein“ startet wieder

Die Agenturbranche sucht PR- und Kommunikationsfachkräfte sowie Berufseinsteiger. Um die Suche und die Kontaktaufnahme zu erleichtern, finden im Februar und März wieder Speed-Recruiting-Veranstaltungen in ganz Deutschland statt. Die „Stell-mich-ein-Reihe“ ist ein Projekt der SCM – School for Communication and Management, Berlin. Die Idee: Mit nur einer Bewerbung erhalten Jobsuchende die Chance auf bis zu zehn Vorstellungsgespräche. Zugesagt haben bereits Agenturen wie Palmer Hargreaves, Serviceplan, Territory, Zum goldenen Hirschen oder Ray Sono. Interessierte können sich hier bei „Stell-mich-ein“ bewerben.

STAMM Medien-News

Stamm Medien-Newsletter Januar 2023

Der Stamm-Verlag in Essen dokumentiert seit 1947 als einziger deutscher Verlag komplett alle Medien (derzeit zirka 24.000) in Deutschland (Print / Zeitungen + Zeitschriften, Rundfunk / Radio + Fernsehen, Online (seit 2003)). Im Dezember 2022 wurden 1.887 Medien aktualisiert, im letzten Quartal waren es insgesamt 11.047 Medien. Der monatliche „Stamm Medien-Newsletter“ informiert über aktuelle Änderungen in der deutschsprachigen Medienlandschaft (Deutschland, Österreich, Schweiz). Mit freundlicher Genehmigung folgen hier einige Meldungen:

Unternehmens-PR im Dialog

Die weltweite Vielfalt im Fokus: So kommuniziert Hapag-Lloyd

„Die Größe einer Kommunikationsabteilung sagt nichts über den Erfolg ihrer Kommunikation aus“, so Nils Haupt, Senior Director Corporate Communications bei der Hapag-Lloyd AG. Dieser Aussage stimmen wohl viele zu. Mit seinem 16-köpfigen Team steuert er die Kommunikation der weltbekannten Containerreederei mit über 14.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in weltweit mehr als 400 Büros. Eine kleine Gruppe des studentischen PR-Vereins KnotenPunkt e.V. aus Kiel besuchte das Unternehmen in seinem Hauptsitz am Ballindamm in Hamburg. Mit im Gepäck viele kleinere und eine sehr große Frage: Wie funktioniert die Arbeit in einem internationalen Kontext mit so vielen unterschiedlichen Stakeholdern? Charlotte Nölle und Jule Schulz berichten.

Kreativ-Cases

Case-Study: Wie Vorwerk mit HIRSCHTEC Analytics den Social-Intranet-Erfolg messbar macht

Mehr lokale und interessengesteuerte News, eine weniger formelle und direktere Kommunikationskultur und eine einfache Möglichkeit, offen über relevante Themen sprechen zu können – das wünschten sich die Mitarbeitenden bei Vorwerk. Als einer der zentralen Treiber für den Wandel in der Kommunikation beim Familienunternehmen, das für hochwertige Haushaltsgeräte steht, daher inzwischen unverzichtbar: das auf Haiilo (ehemals COYO)-basierende Social Intranet. Seit Januar 2020 ist es die Plattform für Information und Kommunikation – und Feedback-Kanal für mehr als 6000 Mitarbeitende in rund 20 Ländern. 

Agenturen im Dialog

MSL: Zukunftsorientiertes, nachhaltiges Wachstum im Fokus

15 Jahre in einem Unternehmen – was im ersten Moment nicht sonderlich erwähnenswert klingt, ist in der Agentur- und Beratungslandschaft dann doch etwas Außergewöhnliches. Neben Kirsten Leinert trifft das bei MSL auf eine Reihe weiterer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf unterschiedlichen Hierarchieebenen zu. Im Gespräch mit Nick Hoffmann und Adrian Liehr, die Mitglieder des LPRS e.V. (Leipziger Public Relations Studierende) sind, erläuterte Managing Partner Kirsten Leinert, wie der Berufseinstieg – zum Beispiel mit dem zertifizierten Traineeship – aussehen kann, welche Anforderungen MSL an Einsteigerinnen und Einsteiger hat und wie die weiteren Entwicklungsschritte aussehen können.

GPRA im Dialog

Straub & Straub: Zwischen PR und Journalismus

Bei der Hamburger Kommunikationsagentur Straub & Straub hat sich in letzter Zeit einiges geändert. Die Agentur konnte neue Großkunden gewinnen, die beiden Geschäftsführer Tina und Rüdiger Straub haben im Sommer 2018 Jahr geheiratet und zuletzt ist der Hamburger Hauptstandort vor erst einem Monat umgezogen. In den neuen Büroräumen haben Marie Fuhr und Laura Möller von campus relations der Agentur einen Besuch abgestattet.

Internes - aus der Redaktion

Liebe Leserinnen und Leser!

Das Jahr der „Zeitenwende“ neigt sich dem Ende entgegen. Es war in jeder Hinsicht ein aufreibendes Jahr. Die 4. Welle der Coronakrise war noch nicht verebbt, da begann am 24. Februar 2022 der russische Angriffskrieg auf die Ukraine. Schon drei Tage später sprach Bundeskanzler Olaf Scholz im Deutschen Bundestag von der Zeitenwende. In atemberaubender Geschwindigkeit entwickelte sich eine Inflationsrate, wie es sie in Deutschland seit 70 Jahren nicht gab, das ging einher mit der Energiekrise. Deutschland im Dauerkrisenmodus, und damit auch die Kommunikation. Als Newsportal für die PR- und Kommunikationsbranche haben wir das alles auf unserer Website, in unserem Newsletter und in unserem Podcast für Sie, liebe Leserinnen und Leser, aufbereitet und begleitet. In vielfältiger Weise haben wir über Krisenkommunikation, Diskussionen um Haltung und Purpose, Personalien, Etatgewinne und Studien berichtet.