Dr. Carsten Tessmer

Dr. Carsten Tessmer

Interview mit Carsten Tessmer, Leiter Unternehmenskommunikation, Hansgrohe AG, Schiltach

Das Interview wurde geführt von Helge Weinberg, Strategie & Kommunikation, Hamburg (Drittes Interview von fünf).

1. Was hat sich durch Social Media für die Unternehmenskommunikation verändert?

Carsten Tessmer: In meiner Wahrnehmung eine ganze Menge. Die gängigen Social Media Plattformen sind nicht einfach nur ein neuer zusätzlicher Kanal, über den ein Unternehmen kommuniziert. Sie stehen in der Praxis vielmehr für eine Vielzahl ganz unterschiedlicher Kanäle, die sich diverser Instrumente bedienen und verschiedene Zielgruppen ansprechen. Dieser deutlich gewachsenen Vielfalt muss die Unternehmenskommunikation Rechnung tragen.

Zudem hat die Kommunikation durch das Internet im Allgemeinen und die Social Media Plattformen im Besonderen deutlich an Dynamik gewonnen. Dies gilt umso mehr, als dass auf diesen Plattformen Kommunikation rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche stattfindet. Wenn Sie hier mitmachen wollen, können Sie nicht um 17 Uhr den Griffel fallen lassen.

Dies hat auch mit der aus meiner Sicht bedeutsamsten Änderung zu tun, die die Kommunikation über soziale Medien für die Unternehmenskommunikation mit sich gebracht hat: Sie haben nicht mehr die Hoheit über das, was über Ihre Marke gesagt wird. Die Unternehmenskommunikation ist nur noch ein Sender unter sehr vielen und tut gut daran, sich als Teil eines Netzwerks zu verstehen, in dem auch andere über das Unternehmen und die Marke sprechen. Man muss also viel zuhören und in diesem Netzwerk interagieren, damit die eigenen Botschaften Gehör finden, reflektiert und idealerweise auch multipliziert werden.

2. Wie sehen die Kernaufgaben der Unternehmenskommunikation in Zeiten der Social Media aus?

Carsten Tessmer: Dem beschriebenen Paradigmenwechsel muss die Unternehmenskommunikation gerecht werden, indem sie Kommunikation als offenen Dialog versteht, insbesondere auch über kritische Themen, und bereit ist, Transparenz zu schaffen. Ein gutes und systematisches Monitoring ist dafür die Grundvoraussetzung. Nur auf dieser Basis wird man auch die Themen und Geschichten finden, die zu erzählen sind, um selbst Gehör zu finden – vor allem bei denen, die diese Geschichten dann weiter verbreiten und multiplizieren. Frei nach Blaise Pascal, der schon im 17. Jahrhundert wusste: „Willst Du, dass man Gutes von Dir sagt, so sage es nicht selbst.“

Zugleich muss Unternehmenskommunikation in der Lage sein, die gestiegene Komplexität von Kommunikation zu managen. Sie muss Kommunikation noch stärker als in der Vergangenheit orchestrieren und die einzelnen Maßnahmen so aufeinander abstimmen, dass sie maximale Wirkung entfalten. Dazu gehört auch, sich Ziele für die eigenen Aktivitäten zu setzen, die Zielerreichung zu messen und entsprechend Kommunikation zu steuern. Kommunikationscontrolling wird damit ein wichtiges Element von Unternehmenskommunikation werden. Dies bringt es in einem mittelständischen Unternehmen wie Hansgrohe automatisch mit sich, dass man Prioritäten setzt und sich fokussiert.  

3. Welche Rolle wird die Unternehmenskommunikation in Zukunft im Unternehmen spielen?

Carsten Tessmer: Infolge des beschriebenen Wandels von Kommunikation hin zu mehr Dialog und mehr Interaktion mit Kunden und anderen Stakeholdern wird die Unternehmenskommunikation aus meiner Sicht deutlich an Gewicht gewinnen. Dies gilt umso mehr, als sich auch durch technische Weiterentwicklungen und die zunehmende Digitalisierung ganz neue Möglichkeiten ergeben. So wickelt Hansgrohe beispielsweise bereits einen Teil des technischen Service über Social Media Plattformen im Dialog mit den Kunden ab. Andere Firmen wie etwa Migros aus der Schweiz entwickeln über Social Media-Kommunikation bereits zusammen mit den Kunden eigene Produkte, was dann entsprechend wieder in der Unternehmenskommunikation genutzt wird.


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Etats

Münchner Agentur Wilde & Partner kommuniziert für KölnTourismus

Das dürfte in der Domstadt für Diskussionen sorgen: Für die Unterstützung der touristischen Kommunikation engagiert KölnTourismus die Münchner Agentur Wilde & Partner. #inKöllezeHus und mit Wilde & Partner Communications ein neuer Freund an der Seite der Domstadt. Der Schwerpunkt der Zusammenarbeit liegt in der begleitenden Medienarbeit für die neue Kampagne #inKöllezeHus – von KölnTourismus, unterstützt durch die Stadt Köln. Jürgen Amann, Geschäftsführer der KölnTourismus GmbH, erklärt: „Wir sind mit #inKöllezeHus einen wichtigen Schritt gegangen, um sowohl den Wirtschaftsfaktor Tourismus in unserer eigenen Stadt besser zu positionieren als auch neue Zielgruppen für Aufenthalte in Köln zu gewinnen.“ Die Agentur Wilde & Partner hat einen klaren Schwerpunkt im Segment Travel & Tourism.

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Markenagentur B’yond erweitert Angebot um PR und Kommunikation

Die Düsseldorfer Markenagentur B’yond erweitert ihr Angebot um PR und Kommunikation. Dazu hat Gründer und Agenturchef Michael Lambertz die Mannschaft mit dem PR-Experten Michael Blum und dem Digital Marketeer Oliver Eckart verstärkt. Blum bringt vielfältige berufliche Erfahrungen als Journalist („Mallorca Magazin“ und „Hamburger Abendblatt“), Unternehmensprecher (Leiter Presse TUI Deutschland) und Berater mit. Eckart kommt von 2becontinued Strategies, zuvor war er bei Nike, L’Oréal, RTL Disney und Camper in Marketing und eCommerce tätig.

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Corona-Virus: ESMA fordert Informationen zu Covid-19-Effekten in Halbjahresfinanzberichten

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Siefke tritt beim Content Marketing Forum nicht mehr an

Nach Informationen von „cpmonitor.de“ steht beim Content Marketing Forum (CMF) ein Führungswechsel an. Bei den bevorstehenden Vorstandswahlen tritt der langjährige Vorsitzende Andreas Siefke nicht mehr an. Sein Nachfolger als Vorsitzender des Branchenverbandes soll Olaf Wolff werden, der bereits seit 2013 Vorstandsmitglied ist. Bei den Wahlen Ende Mai beendet Siefke seine zehnjährige Amtszeit als 1. Vorsitzender. Der Managing Partner von PRH Hamburg gehört dem Vorstand seit 2007 an. Der designierte Nachfolger Olaf Wolff ist im Hauptberuf Managing Director bei Saatchi & Saatchi.

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Branche

PR-Journal-Podcast #Mai 2020: Interview mit DPRG-Präsident Norbert Minwegen

PR Journal Podcast Signet 2020Die „normalen“ Themen gewinnen in der Berichterstattung langsam wieder die Überhand. Selbstverständlich ist die Corona-Krise immer noch allgegenwärtig, aber in dem Bemühen, die Folgen in den Griff zu kriegen, wenden sich viele Unternehmen und Agenturen wieder ihrem Kerngeschäft zu. Das spiegelt auch die neue Folge des „PR-Journal“-Podcasts für den Monat Mai wider. Wie schwierig es aber ist, in diesen Zeiten dem Kerngeschäft nachzugehen, wird im Interview mit DPRG-Präsident Norbert Minwegen klar. Er spricht unter anderem darüber, wie sein Kommunikationsverband in diesen Tagen überhaupt kommunizieren kann. (Die Langfassung des Interviews mit Minwegen erscheint am 1. Juni.) Und neu im Podcast dabei ist nun auch unser „Sprach-Optimist“ Murtazar Akbar, der ab jetzt regelmäßig Tipps für die persönliche und wertschätzende Kommunikation gibt. Hier geht’s direkt zum neuen „PRJ-Podcast“.

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Medien

Magazin „Frankfurter Allgemeine Woche“ wird eingestellt

FAZ Woche CoversDie Frankfurter Allgemeine Woche („F.A.Z. Woche“) wird eingestellt. Am 26. Juni 2020 erscheint die letzte Ausgabe des wöchentlichen Nachrichtenmagazins der Frankfurter Allgemeinen Zeitung („F.A.Z.“). Die Mitglieder der „F.A.Z. Woche“-Redaktion kehren im Juli in ihre Ressorts oder auf andere Arbeitsplätze in der „F.A.Z.“-Redaktion zurück. Seit dem Launch im April 2016 hat sich das Wochenmagazin im hart umkämpften Markt der wöchentlichen Nachrichtenmagazine bewegt, der seit Jahren durch sinkende Auflagen gekennzeichnet ist. Nach anfänglich gutem Wachstum blieb die Abonnentenzahl allerdings in den vergangenen beiden Jahren hinter den Erwartungen zurück.

Studenten-Initiativen

PRSH mit neuer Veranstaltungsreihe

Im neuen Format "Auf ein Glas Wein mit ..." will der Public Relations Studierende Hannover e.V. (PRSH) Einblicke in die Kommunikationsbranche während der Corona-Krise geben. In Zoom, der Software für Videoplattformen, hat der Verein eine Möglichkeit gefunden, Mitgliedern und Interessierten auch ohne Vor-Ort-Präsenz von seinen Networking-Events profitieren zu lassen. Den Anfang macht am 7. Mai, 19 Uhr Prof. Alexander Güttler, Professor an der Westfälischen Hochschule und CEO bei komm.passion.

Social Media

Meinungselite setzt auf Social Media

Kaum ein Internetnutzer verzichtet auf Social Media: 76 Prozent aller Onliner ab 16 Jahren nutzen derzeit in Deutschland Soziale Medien. Wofür und wie intensiv welche Plattformen im Social Web verwendet werden, unterscheidet sich aber in unterschiedlichen Zielgruppen. Gesellschaftliche Meinungsbildner wie Publizisten oder Führungskräfte aus Wirtschaft und Ehrenamt zeigen sich dabei deutlich Social-Media-affiner als andere Onliner: 83 Prozent dieser Meinungsbildner sind auf Facebook, YouTube, Twitter & Co unterwegs – von den "Normalos" des Internets hingegen nur 73 Prozent. Das zeigt der aktuelle, repräsentative Social-Media-Atlas 2020 der Hamburger Kommunikationsberatung Faktenkontor und des Marktforschers Toluna.

Das PR-Interview

Die letzte Runde ist eröffnet: Schlusssprint bei den „100 hellsten Köpfen der PR 2020“

Die fünfte und letzte Runde bei den „100 hellsten Köpfen der PR“ ist eröffnet. Gesucht werden möglichst die besten Antworten auf die vermeintlich klügsten Fragen zu Owned, Earned und Paid Content – also zum professionellen Content Management. Alle, die sich mit den „besten“ Antworten hervortun, gelangen in den Kreis der „100 hellsten Köpfe der PR 2020“. Die Liste der hellsten Köpfe wird im Herbst mit den herausragenden Antworten publiziert. Außerdem erhält jeder Teilnehmer einen Fortbildungsgutschein und nimmt an der Verlosung eines iPhone 11 teil. Hier ist der Link zur Umfrage. Die Aktion, hinter der die Hamburger Agentur Faktenkontor gemeinsam mit dem emeritierten Mainzer PR-Professor Lothar Rolke steht, hat bisher zu einem großen Echo aber auch zu Fragen in der Branche geführt. Deshalb hat das „PR-Journal“ nachgehakt, was es mit der Aktion auf sich hat. Lothar Rolke erläutert die Hintergründe.

Autoren-Beiträge

Autorenbeitrag: So steuern Agenturen sicher aus dem Corona-Sturm

Die deutsche PR-Agentur-Szene blickt überwiegend positiv in die Zukunft. Nichtsdestotrotz herrscht gerade bei zahlreichen kleinen und mittleren Agenturen Verunsicherung bezüglich der besten Corona-Strategie: Wie motiviert man Mitarbeiter im Home-Office? Welche Möglichkeiten eignen sich zur Erhaltung der Liquidität? Wie geht man mit Kunden um, die Etats kürzen oder streichen wollen?

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Rezensionen

Rezension: Change Kommunikation erfolgreicher gestalten – durch Bilder

Die Change Kommunikation ist eines der am intensivsten bespielten Anwendungsfelder der Unternehmenskommunikation. Und ist eines, das auch wissenschaftlich in verschiedenen akademischen Disziplinen seit Jahrzehnten intensiv erforscht wird. Gar nicht so einfach, hier einen neuen Buch-Impuls zu setzen. Aber genau das gelingt dem hier anzuzeigenden Band aus dem Verlag Schäffer Poeschel. Im interessanten handlichen Paperback-Querformat legen hier drei Autoren auf 170 Seiten einen neuartigen Ansatz der Change Kommunikation vor, der zentral auf den Einsatz von Bildern in Workshops setzt.

Der Sprach-Optimist

Bleiben Sie gesund!?

Haaaatschi! Das ist in mehrerlei Hinsicht ein schwieriger Augenblick in diesen surrealen und sensiblen Wochen. Die Antwort, oft sogar direkt als Reflex, darauf lautet: Gesundheit! Auch wenn manche Etikette was anderes empfiehlt. Aber wen interessiert die Etikette, wenn es um die Gesundheit geht, meint unser Sprach-Optimist Murtaza Akbar (Foto). Das ist es doch, was wir uns (fast) immer und erst recht derzeit, neben der Rückkehr zum „normalen Alltag“, wünschen: Beste Gesundheit. Deshalb: Bleiben Sie gesund. Das sagen momentan viele, aber noch viel öfter ist es in E-Mail-Signaturen zu lesen. Unser Sprach-Optimist ist davon ganz hin- und hergerissen. Lesen Sie selbst, urteilen Sie – und antworten Sie gerne: Wie sehen Sie das ganz persönlich?

Kommentare

Kommentar: Zwischen Spaghetti und Yoga - warum der Muttertags-Clip des BMG für Empörung sorgt

Muttertag Twitter Video BMG 2020So sicher wie das Amen in der Kirche: Jedes Jahr wird Muttertag als Anlass für Dankes-Videos von Unternehmen, Marken und Behörden genutzt. Diese Videos bewegen sich ohnehin haarscharf zwischen tränenreicher Emotion und intensivem Fremdschämen. Jetzt hat ein Video des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) für große Empörung in den sozialen Netzwerken gesorgt. Mit einer stereotypen Darstellung in Kinderzeichnungen sollte allen Müttern gedankt werden, die für ihre Kinder „auch in schweren Zeiten für schöne Erinnerungen sorgen“. Was als nette Idee angelegt war, konnte viele Eltern aber nicht überzeugen.

Leserkommentare

DRPR nimmt Stellung zum Leserbrief von Markus Franz

DRPR Logo 2018In Folge der Berichterstattung des „PR-Journals“ über die Rüge, die der Deutsche Rat für Public Relations (DRPR) gegenüber Wikipedia Deutschland ausgesprochen hat, hat sich Wikipedia-Kenner Markus Franz mit einem Leserbrief zu Wort gemeldet. Darin hat er die Entscheidung des DRPR kritisiert und darauf verwiesen, Absenderkennungen seien immer und ewig mit dem Inhalt eines Wikipedia-Artikels verbunden – und dies könne nachträglich nicht mehr geändert werden. Am 23. April nahm der DRPR zu den Einlassungen von Franz Stellung.

Studien

ECM diagnostiziert für die PR-Branche Kompetenzlücken bei Technologie und Datenmanagement

Die Ergebnisse des European Communication Monitor (ECM) 2020, der weltweit größten Studie zum Status Quo der Kommunikations- und PR-Branche, wurden am 29. Mai in einem Webinar einem internationalen Fachpublikum vorgestellt. Ein Forscherteam unter Leitung von Professor Ansgar Zerfaß, Universität Leipzig, hat über 2.300 Kommunikatoren aus 44 Ländern befragt. Die Studie beschäftigte sich mit Fragen der Ethik, der Gleichstellung von Frauen und Männern, der Cybersicherheit und Kompetenzlücken von Kommunikatorinnen und Kommunikatoren. Ein erster Blick auf die Ergebnisse zeigt, dass die PR-Branche in Europa Kompetenzlücken hat in den Bereichen Technologie und Datenmanagement. Zudem wachsen die ethischen Herausforderungen durch die digitalen Kanäle. Und wenn es noch eines weiteren empirisches Beleges für den Nachholbedarf bei der Gleichstellung bedurft hätte, die Studie hat ihn erbracht.

Aus- und Weiterbildung

Webinar-Angebot zu Krisenkommunikation speziell für Führungskräfte in der Öffentlichen Verwaltung

Führungskräfte in Verwaltung, Wissenschaft und Betrieben der Öffentlichen Hand stehen durch die Corona-Krise im kommunikativen Dauerfeuer: Sie sollen jetzt schnell, umfassend und auf den Punkt kommunizieren, Anfragen beantworten und Entscheidungen verkünden. Doch die wenigsten von ihnen sind gut auf derartige Anforderungen vorbereitet: zu langsam, zu kompliziert, zu wenig Führung. Genau hier setzt ein neues Webinarprogramm zur Krisenkommunikation für Führungskräfte in Verwaltungen an.

Seminarkalender

Seminarkalender 2020

Seminare, Tagungen, Workshops und Webinare. Der „PR-Journal“-Seminarkalender 2020 gibt Ausblick auf relevante Fort- und Weiterbildungsangebote der kommenden Monate. Unsere kompakte Auflistung für Kommunikationsfachleute in Agenturen, Unternehmen und Verbänden erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Insbesondere im Zuge der Corona-Krise stehen viele der hier angekündigten Termine zur Dispostion. Eine vorherige Rücksprache mit den Seminarveranstaltern ist für die Interessenten dringend ratsam. Schließlich können Veranstaltungen abgesagt oder in digitale Webinare umgewandelt werden. So hat sich der Veranstalter MW Media Workshop GmbH aus Hamburg entschieden, seine Workshops, die vom 25. März bis zum 30. April stattfinden sollten, abzusagen bzw. zeitlich zu verschieben. Alle auf diese Seminare gebuchten Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten Angebote auf spätere Termine und Seminare kostenfrei umzubuchen.

Korrekturen, Ergänzungsvorschläge oder die Ankündigung neuer (digitaler) Seminare sind jederzeit willkommen an: slomian@pr-journal.de. Hinweis: Event-Einträge in unseren Kalender sind generell kostenfrei - für eine direkte Verlinkung zur Seminar-Anmeldung wird eine einmalige Gebühr von 50 Euro fällig. 

MAI

Webinar: Fotografenverträge
Die Bildbeschaffer GmbH
27. Mai 2020
69,00 Euro zzgl. 19% MwSt.

Videos für PR und Marketing - Strategie und Konzeption
MW Media Workshop GmbH
27. Mai 2020 in Hamburg
590,00 Euro zzgl. 19% MwSt.
Zur Anmeldung geht es unter diesem Link.

Webinar: Urheberrecht
Die Bildbeschaffer GmbH
27. Mai 2020
69,00 Euro zzgl. 19% MwSt.

Preise und Awards

Neuer Branchenpreis für deutsche Influencer

German Influencer Award LogoErstmalig soll in Deutschland Ende Juni der erste „German Influencer Award (GIA)“ verliehen werden. Der Preis wird von der Influencers United GmbH ausgeschrieben und durchgeführt. Das Unternehmen aus Frankfurt am Main erhebt Kennzahlen im Bereich Influencer-Marketing für verschiedene Branchen in ganz Europa. Der GIA wird ab 2020 als unabhängiger Branchenpreis nach der jeweiligen Performance und durch eine Fachjury in 20 verschiedenen Kategorien jährlich ermittelt. Die Anmeldungsphase läuft vom 17. bis zum 31. Mai. Es wird mit einer Teilnehmerzahl von über 4.000 Influencern gerechnet.

Tipps & Lesehinweise

Lesehinweis: Gekoppelte Krisen – neue Studienergebnisse zu Klima und Corona

Es ist ein interessantes Ergebnis und man darf gespannt sein, ob es bei Fortschreiten der Corona-Krise auch längerfristig haltbar ist. Laut einer Untersuchung, an der in der letzten Aprilwoche 1.000 Deutsche teilgenommen haben, halten fast 60 Prozent die Klimakrise für erheblich folgenreicher als die Corona-Krise. Vorgestellt wurden die Untersuchungsergebnisse von der Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU), publiziert wurden sie unter anderem im Blog der Kommunikationsagentur Weber Shandwick. Jan Dirk Kemming, Lead Sustainability Germany bei Weber Shandwick, hat sich die Ergebnisse genauer angeschaut. Hier geht es direkt zu seinem Blogbeitrag.

Whitepaper

Gleichmut statt Gänsehaut: Worauf es bei Events im Netz ankommt

Ob Musikkonzerte, Expertenvorträge oder Podiumsdiskussionen: Seit der Corona-Krise steht das virtuelle Event-Parkett im Rampenlicht und zwingt die Veranstaltungsbranche, etablierte Event-Formate vom Analogen ins Digitale zu übersetzen. Der Erfolg von Online-Events hängt nicht nur von der Technik ab, sondern vor allem von relevanten Video-Elementen, Moderation und Dramaturgie. Damit es beim Zuschauer zu Hause prickelt, braucht es Dynamik. Veranstalter können dennoch einiges unternehmen, damit das Online-Event ein Erfolg wird - nicht nur während der Live-Übertragung. In einem Whitepaper erklärt Online- und Offline-Event Experte Maximilian Pohl, Gründer der Eventnet GmbH, worauf es ankommt.

Termine

Kostenfreie dapr-Online-Session mit Dominik Ruisinger

Ruisinger Dominik Autor dapr DozentAm 4. Juni ist der Kommunikationsberater, Buchautor und dapr-Dozent Dominik Ruisinger (Foto) Gast der dritten kostenfreien Ask me anything-Session der Deutschen Akademie für Public Relations (dapr). Von 12:00 bis 13:00 Uhr wird dapr-Geschäftsführer Nils Hille mit Ruisinger in dem neuen Live-Format über Kompetenzen in der digitalen Kommunikation sprechen. Dabei wird es auch um die Auswirkungen der derzeitigen Corona-Pandemie auf digitale Kommunikationsprozesse gehen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind herzlich eingeladen, per Chat eigene Fragen zu stellen und interaktiv an der Online-Live-Session mitzuwirken. Zur Anmeldung geht’s hier auf die dapr-Website.

STAMM Medien-News

Stamm Medien-Newsletter Mai 2020

Der Stamm-Verlag in Essen dokumentiert seit 1947 als einziger deutscher Verlag komplett alle Medien (derzeit zirka 24.000) in Deutschland (Print / Zeitungen + Zeitschriften, Rundfunk / Radio + Fernsehen, Online (seit 2003)). Im April 2020 wurden 5.795 Medien aktualisiert, im letzten Quartal waren es insgesamt 13.749 Medien. Der monatliche „Stamm Medien-Newsletter“ informiert über aktuelle Änderungen in der deutschsprachigen Medienlandschaft (Deutschland, Österreich, Schweiz). Mit freundlicher Genehmigung folgen hier einige Meldungen:

Unternehmens-PR im Dialog

Mut haben, Dinge anders zu machen: Das macht news aktuell in Hamburg aus

Als Geschäftsführerin Edith Stier-Thompson bei news aktuell anfing, sagte ein Journalist der Fachpresse zu ihr: „Wenn man an news aktuell denkt, kommt 'die alte Tante' ots in den Kopf.” Dass diese Aussage etwas getriggert hat und sich news aktuell seither verschrieben hat, sich stets neu zu erfinden, verraten Stier-Thompson und Janina von Jhering, Leiterin der Unternehmenskommunikation, im Interview mit Marie Kück und Debora von der Osten-Sacken vom PRSH, den Public Relations Studierenden aus Hannover. 

Agenturen im Dialog

Hill+Knowlton Strategies setzt auf Nachwuchs und Diversität

Eine Agentur, viele Talente. Ein Grundsatz, mit dem sich die internationale Netzwerkagentur Hill+Knowlton Strategies identifiziert. Gerade Frauen und junge Berufseinsteiger und Berufseinsteigerinnen sind die Talente, die bei der zukunftsorientierten Agentur im Fokus stehen. Wichtig ist Hill+Knowlton auch die internationale Arbeit, denn Talente gibt es überall auf der Welt.

Im Interview mit der studentischen Initiative kommoguntia e.V. beantworten Catherine Dächert-Tessier, CFO von Hill+Knowlton Strategies in Deutschland, Miriam Holbe, Managing Director & Head of Marketing Communications, sowie Anja Klein, Associate Director & Deputy Head of Technology die Fragen der jungen Studentinnen Pilar Zaschke und Michelle Huppertz. Besprochen werden dabei die Themen Berufseinstieg, internationale Ausrichtung als auch Diversität, insbesondere im Bereich Chancengleichheit von Männern und Frauen.

GPRA im Dialog

Straub & Straub: Zwischen PR und Journalismus

Bei der Hamburger Kommunikationsagentur Straub & Straub hat sich in letzter Zeit einiges geändert. Die Agentur konnte neue Großkunden gewinnen, die beiden Geschäftsführer Tina und Rüdiger Straub haben im Sommer 2018 Jahr geheiratet und zuletzt ist der Hamburger Hauptstandort vor erst einem Monat umgezogen. In den neuen Büroräumen haben Marie Fuhr und Laura Möller von campus relations der Agentur einen Besuch abgestattet.

Internes - aus der Redaktion

Sommer-Special: „PR-Journal“ verschafft Werbepartnern Abkühlung

Der Sommer 2020 wird uns gewiss als ein außergewöhnlicher im Gedächtnis bleiben. Auch wenn ausgedehnte Strandspaziergänge in fernen Ländern aktuell kaum Konjunktur haben, stellt sich doch mehr Leichtigkeit und Lockerheit ein – auch auf „Balkonien“. Die Kommunikationsbranche steht erfahrungsgemäß nie still. Und wenn es schon kein News-Sommerloch gibt, so kühlen wir doch wenigstens für ein paar Wochen unsere Anzeigenpreise herunter.