GPRA im Dialog Agenturportrait H&C Stader: Mit Geschichte Mehrwert schaffen
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- von Anne-Sophie Joos-Arp und Hannah Schilling, Mainz
Abseits des Trubels der Mannheimer Innenstadt in dem nahezu energieautarken, nachhaltigen History Hub sitzt die Geschichtsagentur H&C Stader – Schöpferin von Produkten, die Erinnerungen bewahren und Unternehmensgeschichte lebendig machen. Als Spezialist für Erinnerungskultur und History Communication widmet sich das Team um Gründer Ingo Stader den kleinen und großen Geschichten, die unsere Gesellschaft prägen. Ein Portrait aus der Sicht von zwei potentiellen Berufseinsteigerinnen.
Die Geschichtsagentur H&C Stader entwickelt mit Kreativität und wissenschaftlicher Expertise maßgeschneiderte Konzepte für Banken, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen, die Vergangenheit und Gegenwart eindrucksvoll miteinander verknüpfen.
Seit ihrer Gründung im Jahr 2013 ist H&C Stader stetig gewachsen: Mittlerweile zählt die Agentur 29 festangestellte Mitarbeitende, die an über 30 Projekten im Jahr arbeiten. Ein bedeutsamer Meilenstein wurde Anfang 2024 erreicht, als sie Mitglied der GPRA, der Gesellschaft der führenden PR- und Kommunikations-Agenturen, wurde und mittlerweile auch die Zertifizierung erfolgreich durchlaufen hat. Im selben Jahr zog das Unternehmen mit Bürohund Elke aus dem Herzen der Stadt an den Stadtrand Mannheims – in eigens gebaute, fast vollkommen energieautarke Büroräume, die Platz für das Wachstum der Agentur bieten.
„Wir sind eine Geschichtsagentur“
Die Vision von H&C Stader geht weit über das simple Erforschen und Festhalten der Vergangenheit hinaus: Ziel ist es, historische Themen aufzuarbeiten und so zu präsentieren, dass sie für ein breites Publikum zugänglich gemacht sowie anschaulich dargestellt werden, etwa in aufwändig gestalteten Unternehmenschroniken.
H&C Stader verschreibt sich den Werten Authentizität und Wahrhaftigkeit, immer individuell an den Bedürfnissen der Kunden orientiert: Geschichte greifbar machen – lebendig, anschaulich, emotional packend. Das gilt auch für historische Abschnitte im Leben eines Unternehmens, die weniger glorreich und unangenehm in der Aufarbeitung sein können, wie etwa die Zeit des Nationalsozialismus. „Die NS-Geschichte wird offen behandelt“. Für die Agentur ist kein Thema zu anspruchsvoll, es geht um die Art und Weise der Darstellung.
„Das Agenturgeschäft ist wahnsinnig dynamisch…nie langweilig“
Jedes Projekt wird in engem Austausch mit dem Kunden abgestimmt und entsteht in Zusammenarbeit mit öffentlichen und Unternehmensarchiven sowie spezialisierten Dienstleistern wie etwa Graphikdesignern. „Das Agenturgeschäft ist wahnsinnig dynamisch… nie langweilig“, sagt Ingo Stader, Gründer und Namensgeber von H&C Stader. Ebendiese strukturierte, dennoch flexible, lösungsorientierte Arbeitsweise garantiert, dass jedes Projekt von H&C Stader maßgeschneidert und professionell umgesetzt wird. Die Historie ihrer Kunden ist oft vielschichtig und komplex, manchmal verbergen sich dunkle Episoden in der Geschichte eines Unternehmens: Hier sind analytisches Denken und kreative Ansätze gefragt.
Besonders stolz ist Stader, wenn beispielsweise Mitarbeitende eines Unternehmens in die von H&C Stader gestaltete Chronik eintauchen und unerwartet lange darin verweilen, fasziniert von der aufbereiteten Geschichte ihres Arbeitgebers.
„Keine Investigativjournalisten“
Die Agentur versteht sich nicht als reine Dienstleisterin, sondern als beratende Partnerin auf Augenhöhe mit ihren Kunden. Im Bereich der History Communication sieht H&C Stader eine wachsende Nachfrage. Unter dem Dach der Deutschen Public Relations Gesellschaft (DPRG) hat die Agentur die Gründung eines Arbeitskreises für History Communication mit initiiert, um diese Sparte stärker in der Kommunikationsbranche zu etablieren und ihr mehr Struktur und Sichtbarkeit zu verleihen, so der Corporate History Consultant Max Schlenker.
Ganz klar grenzt sich ihre Arbeit aber von der eines Investigativjournalisten ab: Es geht nicht um die Aufdeckung von Missständen und ihrer Skandalisierung. Es werden Fakten und Ereignisse recherchiert und in den historischen Kontext eingeordnet. Der Fokus liegt auf der Darstellung und der Interpretation historischer Entwicklungen, die in Produkten wie Ausstellungen, Publikationen, Websites oder Social-Media-Kampagnen umgesetzt werden. Häufig sind Unternehmen die Auftraggeber, die ihre eigene Geschichte aufbereiten wollen, um etwa in ihrer aktuellen Kommunikation glaubwürdig an die Gründung anknüpfen zu können oder auch ihren Purpose überzeugender darstellen wollen.
„Man lernt am besten in der Projektarbeit“
Vom Praktikanten, zum Werkstudenten, zu einem Vollzeitmitarbeiter – so kann der Werdegang bei H&C Stader aussehen. So ähnlich erging es zumindest Max Schlenker, der heute Projektkoordinator für Firmenjubiläen ist. Warum sollte ich als Studierender überhaupt erwägen, in einer Agentur zu arbeiten? Durch die praxisnahe, projektorientierte Arbeitsweise lernt man im „learning-by-doing“ theoretisch erlerntes Wissen anzuwenden. Auch das Networking spielt eine entscheidende Rolle: Kontakte zu erfahrenen Mitarbeitenden und potentiellen Arbeitgebern zu knüpfen, kann für den späteren Berufseinstieg hilfreich sein. H&C Stader ist das beste Beispiel: Werkstudentinnen und Werkstudenten gehören wie selbstverständlich zum Team und blicken auf die Möglichkeit, nach ihrem Studium übernommen zu werden. Welche Skills man mitbringen muss? Ein Studium der Geschichts- oder Kommunikationswissenschaften und gute Kommunikationsskills – alles andere lernt man am besten in der Projektarbeit.
Sponsored Content: Für die Arbeit der Gesellschaft der führenden PR- und Kommunikationsagenturen in Deutschland (GPRA) sind Nachwuchsförderung und der kontinuierliche Dialog mit Studierenden zur Aufklärung über Karrierewege und das Arbeiten in Agenturen wichtige Ziele. Daher erscheint seit einigen Jahren in Kooperation mit dem „PR-Journal“ die Serie der GPRA-Agenturportraits. Die Interviews werden von Studentinnen und Studenten aus dem Fachbereich der Kommunikation und Public Relations geführt. Die Redaktion stellt die Plattform für den Austausch der PR-Nachwuchsinitiativen mit der GPRA. In der aktuellen Folge führen Anne-Sophie Joos-Arp (22) und Hannah Schilling (22) von der Mainzer Studierenden-Initiative kommoguntia das Interview.
Über die beiden Autorinnen:
Anne-Sophie Joos-Arp (22) studierte Publizistik und Politikwissenschaften an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz und der Universität Genovas, Italien. Sie hat großes Interesse an Politik und Weltgeschehen und bietet als Ausgleich Kurse als Zumba-Trainerin an.
Hannah Schilling (22) hat 2024 ihren Bachelor in Publizistik und Soziologie an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz abgeschlossen und im Herbst den Masterstudiengang Strategische Kommunikation ebenfalls in Mainz begonnen. Ihre berufliche Zukunft sieht Hannah in der Unternehmensberatung und Internen Kommunikation. Einen Ausgleich findet sie in ihrem Ehrenamt im Tierheim Diez und Umgebung e.V.
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