Knifflige kommunikative Herausforderungen zu meistern, spornt PR-Profis in Agenturen und Unternehmen enorm an. Umso mehr, wenn solche Erfolgs-Cases dann auch noch mit Awards belohnt werden. Unsere Kooperations-Rubrik „Kreativ-Cases“ bietet Raum zur Vorstellung solcher Best-Practice-Arbeiten. Genauere Informationen gibt es bei unserer Marketing-Fachfrau Paula Slomian.

Kampagnen-Visual "Emma, die Arbeitskollegin der Zukunft" (Copyright: Fellowes)

Wir verfügen heute über eine bessere Gesundheitsaufklärung denn je und dennoch werden wir kranker als jemals zuvor. Einer der Gründe? Die Büroarbeit. Die Agentur Golin wurde von ihrem Kunden Fellowes damit beauftragt, die Gesundheit am Arbeitsplatz und das Wohlbefinden der Arbeitnehmer in Deutschland, Frankreich und England in den Fokus der Öffentlichkeit rücken. Zudem sollte Fellowes als Meinungsführer im Bereich der betrieblichen Gesundheit auch abseits der klassischen Fachmedien positioniert werden.

Idee

Information allein bewirkt meistens keine Verhaltensänderung. Deshalb wollte Golin veranschaulichen was passiert, wenn auch in den nächsten zwanzig Jahre nicht gehandelt wird. "Wir brauchten einen Weckruf, mit dem wir mediale Aufmerksamkeit erregen konnten und entschieden uns für drei Elemente: Zukunftsforschung & Medizin, Daten aus Perspektive der Betroffenen und Visualisierung", fasst Thomas Nisters, Executive Director, Practice Lead Health bei Golin, zusammen.

Gemeinsam mit dem Zukunftsforscher William Higham und einem Gremium aus deutschen, englischen und französischen Ergonomen und Arbeitsmedizinern wurden die Auswirkungen der Arbeitsumgebung auf den Büroangestellten untersucht. Der resultierende Bericht deckte potentielle Gesundheitsprobleme am Arbeitsplatz auf und lieferte konkrete Empfehlungen, wie Arbeitnehmer und Arbeitgeber eine nachhaltige Veränderung an ihrem Arbeitsumfeld vornehmen können.

Eine Umfrage unter 3.000 Büroangestellten bildete zusätzlich die persönliche Perspektive und Erfahrungswelt ab. Doch um aus der Masse herauszustechen und mediale Aufmerksamkeit zu gewinnen, brauchte es neben diesen ausdrucksstarken Daten eine visuell ansprechende Maßnahme, die weit über herkömmliche Infografiken und Berichte hinausging. Golin entschied sich für eine besondere Art der Darstellung. Sie erschufen:

Emma, die Arbeitskollegin der Zukunft

„Emma“ bringt den Bericht „Der Arbeitskollege der Zukunft“ auf den Punkt: Als lebensgroßes Modell eines Büroarbeiters zeigt sie die weitreichenden Folgen eines ungesunden Arbeitsplatzes und schlechter Gewohnheiten. Sie veranschaulicht, wie unser Körper sich physisch und optisch nach 20 Jahren verändert, wenn wir unsere Gesundheit am Arbeitsplatz nicht ernstnehmen. Die Agentur produziert schaurig-schöne Bilder von Emmas Problemzonen und filmt ein Video mit William Higham, in dem er die Folgen schlechter Arbeitsplatzgestaltung auf die Gesundheit an Emma aufzeigt. Mit diesen Ressourcen präsentiert Golin im Oktober 2019 das Thema in Deutschland, Frankreich und England den Medien.

Ergebnisse

Dank visuellem Storytelling und smarten Daten wurde Emma ein Musterbeispiel für eine "Earned first"-Kampagne. Bereits weniger als 24 Stunden nach dem simultanen Launch in UK, Frankreich und Deutschland erreichte die Story 14 weitere Länder: 

  • Übertreffen der Ziele in den Kernmärkten D, EN und FR um 1.566 Prozent
  • 650 Medien berichteten in 66 Ländern
  • 79 Milliarden Reichweite und 1.961 Markennennungen
  • 1,2 Millionen Menschen schauten sich Emma auf YouTube an (rein organisch)
  • Last but not least: 155 Prozent Steigerung des Traffics auf der Fellowes-Website

Allein in Deutschland berichteten über 60 Medien über Emma, darunter die „SZ“, „FAZ“, „Die Welt“ und „stern“. In rund 30 Fernsehberichten machte Emma auf die Folgen schlechter Arbeitsplatzbedingungen aufmerksam, unter anderem in einem eigenen Galileo-Spezial und als Gast bei Hirschhausens Quiz des Menschen.

Wer jetzt Lust bekommen hat, an einer solchen Kampagne in einer progressiven PR-Agentur mitzuwirken, kann sich direkt bei Golin infomieren.

Hinweis: Dieser Beitrag wurde verfasst von der Agentur Golin, Hamburg. In unserer Kooperations-Rubrik „Kreativ-Cases“ bieten wir Kommunikationsprofis die Möglichkeit, aktuelle Cases vorzustellen.


Wir haben die Kommentarfunktion wegen zu vieler Spam-Kommentare abgeschaltet. Sie können uns aber trotzdem Ihre Meinung zu diesem Artikel als Leserbrief direkt zusenden. Falls Sie wünschen, dass wir Ihren Leserbrief als Kommentar dem Artikel hinzufügen, vermerken Sie dies bitte in der Mail an uns.
leserbrief@pr-journal.de