Meinungen
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Abschied vom Champagner-Image
PR und Kommunikation erreichen die Vorstandsebene und werden immer strategischer. Lange hat es ja gedauert. Seit ich denken kann, war das Image von PR und die damit in Verbindung stehenden Aufgaben von Champagner schlürfenden, Parties feiernden Quasselstrippen geprägt, die angeblich nichts zum Unternehmenswert beitrugen. PR gehörte irgendwie dazu. Echten Mehrwert konnten die wirtschaftlich denkenden Unternehmensleiter oft nicht erkennen. Mussten Budgets gesenkt werden, ging es dann auch oft zuerst den PR-Verantwortlichen an den Kragen.
ABB-Kommunikationschefin Clarissa Haller über den Wandel der Kommunikationsarbeit
Von PR hatte sie eher ein negatives Bild, heißt es schon in der Überschrift. Doch dann holt sie aus und erklärt, wie sie ihre Leidenschaft für die Öffentlichkeitsarbeit entwickelt hat. Die Rede ist Clarissa Haller (46), die als Deutsche globale ABB-Kommunikationschefin mit Sitz in Zürich ist. Im Interview mit „persönlich.com“, dem Online-Portal der Schweizer Kommunikationswirtschaft, spricht sie darüber, wie sie in die PR gekommen ist, wie sie die Zusammenarbeit mit dem neuen ABB-Chef Ulrich Spiesshofer einschätzt, was sie von hohen Vorstandsgehältern hält und wie sie Familie und Vollzeit-Beruf unter einen Hut bekommt. Besonders liegt ihr am Herzen, den Wandel der Kommunikationsarbeit in Richtung Dialogorientierung aktiv zu gestalten. Zitat: „Wir müssen verstehen, dass über die neuen Digital-Kanäle plötzlich ganz andere Anspruchsgruppen und Personen relevant werden.“ Das Interview ist bei „persönlich.com“ der 29. Teil der Serie „Erfolgreiche Frauen“. Lesen Sie selbst.
Gericht: Unser großes Sommermenu (III)
(nsb) Unser Fischgang stützt sich auf Zander, den größten der Flussbarsche. Der bisweilen über einen Meter lange Raubfisch lebt wild in den Gewässern vom Rhein bis zum Ural; heute kommen viele Exemplare aber aus Zuchtfarmen in Spanien. Der elegante Schwimmer hat viele Namen – in Niederbayern nennt man ihn Schill, die Oberbayern, Österreicher und Ungarn kennen ihn als Fogosch.
Der Zander erfreut sich zunehmender Beliebtheit in der gehobenen Küche, weil sein weißes, festes Fleisch vielerlei Zubereitungsarten duldet und relativ grätenarm ist.
So geht New Business heute (Teil 3)
Ein Autorenbeitrag von Heiko Burrack (Foto), Frankfurt am Main, New Business Advice
In den zwei kleinen Beiträgen zum Thema New Business habe ich bisher schlaglichtartig wichtige Optimierungsfelder dargestellt. In diesem letzten Teil zeige ich unterschiedliche Instrumente auf, die von Marketingentscheidern entweder empfohlen wurden oder von deren Einsatz abgeraten wird. Die wesentlichen Informationen habe ich über Gespräche mit eben diesen Entscheidern erhalten; sie sind auch im meinem letzten Buch „Die Werbepropheten und ihre dröhnenden Lautsprecher“ ausführlich beschrieben.
Klaus Eck bei W&V: Online-Chef ohne Social Media
Klaus Eck gilt als eine Social-Media-Instanz in Deutschland. Was kaum jemand weiß: 2000 bis 2001 war er Online-Ressortleiter von "W&V". Ein Gespräch über digitale Gründerjahre, Lernprozesse und Redaktionskonzepte, die es heute zum Glück nicht mehr gibt. Der Text erschien im Jubiläumsheft 50 Jahre W&V.
Klaus, du warst Ende der Neunzigerjahre Online-Chef von Werben &Verkaufen. Wie kann man sich deinen damaligen Job vorstellen?
Es ist gar nicht so einfach, sich das heute noch vorzustellen. Online-Kommunikation fand um die Jahrtausendwende in vielen Redaktionen nur per E-Mail statt. W&V machte da keine Ausnahme. Digitales Feedback gab es kaum, und es war auch nicht wirklich erwünscht. Wer hätte sich auch um das Community-Management kümmern sollen? Es gab damals in Deutschland keine relevanten Blogs und nur Web 1.0. Von Social Media keine Spur.
Das Interview von Frank Zimmer am 11. Juni aläßlich 50 Jahre w&v hier online weiterlesen.
Wir sind Lotsen – oder als Studierende zumindest auf dem Weg dorthin
Ein Autorenbeitrag von Oliver Haidukiewicz, PR-Studenten Hannover e.V. (PRSH)
Wer sich bisher fragte, welchen Bildungsdampfer er mit seinem Public Relations-Studium eigentlich bestiegen hat und welches Ziel er mit ihm ansteuert, fand Antworten darauf beim PRSH PRaktikumstag am 11. Juni. An Bord unter anderen Uwe Kohrs, Präsident des Verbandes der führenden PR-Agenturen Deutschlands (GPRA): Er erläuterte, was die Schwierigkeit des Begriffs „PR-Berater“ ausmacht, wann jemand für die Bezeichnung als solcher qualifiziert ist und wie dessen Aufgabenfeld aussieht. „PR Berater ist nicht gleich PR-Berater“, lautet eine erste Erkenntnis. Wer sich den ungeschützten Begriff auf die Fahnen schreibt, muss lange nicht die ihm zu Grunde liegenden Qualifikationen mitbringen. Erfolg habe, wer bei der Agenturarbeit belastbar und leidensfähig sei, die Bereitschaft mitbringe, auch über die eigenen Grenzen hinauszuarbeiten, Persönlichkeit, Überzeugungskraft und Talent aufweise. „Jeder Tag bringt neue Dinge mit sich. Man muss sich darauf einlassen können (...) und ein Typ mit Ecken und Kanten sein, der sich bei Kritik nicht gleich eloquent anpasst“, so Kohrs.
PR-Interview Nr. 92. Deborah Klein: Ein Gefühl für die Branche entwickeln
„Das PR-Interview“ wird realisiert von k1 gesellschaft für kommunikation, Köln
Interview mit Deborah Klein (Foto), freie PR-Beraterin in Hamburg, zu Einstiegsmöglichkeiten in den PR-Beruf.
PR-Journal: Welche Möglichkeiten gibt es für den Nachwuchs, in die PR-Branche einzusteigen?
Deborah Klein: Der klassische Weg führt auch heute noch über ein Praktikum oder Volontariat. Ob man dafür eine Ausbildung oder ein Studium mitbringt, ist erst einmal zweitrangig. Ich empfehle Einsteigern, erst in den journalistischen Bereich zu gehen und dort Erfahrungen zu sammeln, bevor man in die PR-Branche wechselt. Ich habe eine dreijährige IHK-Ausbildung zur Kauffrau für audio-visuelle Medien gemacht, bei der man neben der Berufsschule dreimal die Woche arbeiten ging. In meinem Fall war es die Redaktion eines Berliner Radiosenders. Diese Praxiserfahrung half mir, danach direkt in eine Berliner PR-Agentur zu wechseln.
So geht New Business heute (Teil 2)
Ein Autorenbeitrag von Heiko Burrack (Foto), Frankfurt am Main, New Business Advice
Im ersten Teil dieser kleinen Reihe zum Thema New Business habe ich beschrieben, was Marketingverantwortliche im Rahmen des Erstkontaktes an der Arbeit von Agentur gut und schlecht finden. Ich habe einen Ansatz dargestellt, mit dem man sinnvoll Termine bei potenziellen Neukunden generieren kann. Dabei rückt der Kunde des Marketingverantwortlichen stärker in den Fokus und die Agentur ein wenig an den Rand. Mit einem solchen Akquiseansatz kann man nicht hundert oder gar noch mehr Unternehmen einheitlich ansprechen; dies funktioniert nur für eine kleine ausgesuchte Anzahl von potenziellen Neukunden. Spricht man zu viele Unternehmen an, so verliert man Schärfe und Spitze. Die Zielkunden werden schnell zu klein. Bekanntlich ist bei diesen Unternehmen der NB-Aufwand ähnlich hoch, wie bei größeren, das potenzielle Income aber kleiner. Hat man einen spannenden Ansatz gefunden, so kann man damit meist ca. zehn Unternehmen angehen. Daraus sollen sich mindestens zwei gute Termine erzielen lassen. Erreicht man dies nicht, hat man etwas Entscheidendes falsch gemacht.
Gericht: Unser großes Sommermenu (II)
(nsb) Knapp jede/r Zweite wird es bemerken, wenn Spargel in der Mahlzeit war – ob gekocht, gebraten, gedünstet, als Suppe oder Salat: Der Harndrang wird stärker, und der Urin bekommt ein spezifisches Aroma. Die andere Hälfte der Menschheit muss ebenso öfter aufs Klo, riecht aber nichts Besonderes.
Tatsächlich verfügen nur etwa 43 Prozent der Menschen über ein Enzym, das die im Spargel enthaltene Asparagusinsäure aufspaltet, und dabei werden schwefelhaltige Abbauprodukte frei, die den besonderen Geruch verursachen. Seit einer Versuchsreihe aus den achtziger Jahren weiß man, dass dies genetisch bedingt ist. Ob irgendwelche Folgen daran geknüpft sind, ist unbekannt.
PR-Konzeption im Wandel: Das Eisberg-Modell der Kommunikation
Presse und Medien spielen heute eine wesentlich andere Rolle als noch vor wenigen Jahren. Gruppen und Individuen werden heute durch das Internet und viele alternative soziale Netzwerke vernetzt. Das medienzentrierte Meinungsmultiplikations-Modell, das Kommunikations-Strategen jahrzehntelang als Werkzeug gedient hatte, versagt im heutigen PR-Alltag. Das ist die feste Überzeugung von Heinz W. Droste. Er fordert in einem Gastbeitrag in #mediawandel, auch die PR-Konzeption grundlegend zu wandeln. Schließlich sei sie das wichtigste Instrument zur Entwicklung wirksamer Kommunikations-Lösungen.
Lesen Sie weiter im Blog #mediawandel (vormals "PR im Wandel") von Thomas Mavridis. Dort gibt es auch insgesamt zwei Exemplare des Buches von Heinz W. Droste zu gewinnen.
