Moderator Richard Gutjahr im Gespräch mit Birgit Dengel und René Seidenglanz (r.). (Foto: Pantarhei)

Der fünfte Salon M in München drehte sich um die zentrale Rolle von Kommunikation in Zeiten der Veränderung. Rund 50 Gäste folgten der Einladung zur Diskussionsrunde zum Thema “Kommunikation als Management-Instrument in Zeiten der Veränderung“ mit Birgit Dengel, Director Corporate Communications bei O2 Telefónica, René Seidenglanz, Präsident und Professor für Kommunikationswissenschaft an der Quadriga Hochschule, und Markus Schindler, Gründer und CEO des Gastgebers Pantarhei.

Der Salon ist die Plattform für Change-, Kommunikations- und Public-Affairs-Verantwortliche und findet ein Mal pro Quartal statt. Gastgeber des Salons ist Pantharei, die Unternehmensberatung für Kommunikation. Der fünfte Salon M und das Panel wurden von Richard Gutjahr, Journalist und Speaker, moderiert.

Unternehmenskommunikation einen klaren Wertekompass

Die kommunikativen Möglichkeiten heutzutage sind schier unendlich. Worauf es in der Unternehmenskommunikation ankommt, darüber hat Birgit Dengel im Salon M gesprochen: „Digitalisierung beschleunigt die Wirkung von Kommunikation, macht Erfolg und Misserfolg transparenter. Das ist faszinierend und eröffnet viele Möglichkeiten, erfordert von uns Kommunikatoren aber auch viel mehr Konzentration darauf, genau zu definieren, wen wir wann erreichen wollen, auf welchen Kanälen und mit welchen Botschaften. Es kommt in der Unternehmenskommunikation nicht auf Masse an, sondern auf Wirkung, Verantwortung und einen klaren Wertekompass.”

Gesteigerte Relevanz von Kommunikation in Zukunft

Der Kommunikationsprofessor René Seidenglanz geht von einer massiv gesteigerten Relevanz von Kommunikation in Zukunft aus: „Angesichts der massiven Veränderungen in der Kommunikationswelt – Polarisierung, Digitalisierung, Automatisierung, Beschleunigung – muss Kommunikationsmanagement strategisch angenommen und organisiert werden. Dann kann es aber auch Chance sein, dass sich die Bedeutung von Kommunikationsmanagement in den Organisationen nachhaltig erhöht.“

Kommunikation als das zentrale Management-Instrument im Change

Um die sich wandelnden technologischen und kulturellen Anforderungen meistern zu können, muss Kommunikation zielgerichtet eingesetzt werden. Das betont auch Markus Schindler von Pantarhei: „Kommunikation ist das zentrale Management-Instrument im Change. Die Welt ist in konstanter Veränderung. Nur, wer auch unter diesen veränderten Rahmenbedingungen seine Geschichte erzählen kann, hat eine Chance Gehör zu finden, Interessen durchzusetzen und Change zum Erfolg zu machen.“

„Kommunikation ist mit einer Vielzahl von Kanälen und Plattformen komplexer und schneller geworden. Der massive Bedeutungszuwachs der sozialen Medien hatte erhebliche Auswirkungen auf die technologischen und die kulturellen Aspekte von Kommunikation. Kommunikation ist das zentrale Management-Instrument im Change”, ergänzte Markus Kirchschlager, Managing Director von Pantarhei.

Kommunikation muss zuhören können

Moderator Richard Gutjahr sagte zusammenfassend zur Veränderung von Kommunikation: „Jetzt haben wir also diese Lernkurve in den Chefetagen gehabt, dass man nicht nur immer top-down in hundert Kanäle sendet, sondern auch umgekehrt zuhören muss, was da draußen überhaupt los ist. Dass man nicht einfach die Menschen beglücken kann mit ‚Das hat die Menschheit zu interessieren‘ – die Themen kommen von außen, Kommunikation muss vor allem zuhören können.”

Der „Salon M“ findet einmal pro Quartal statt. Um einen Generationen-übergreifenden Dialog und die Zusammenarbeit zu fördern, werden in Kooperation mit MTP (Marketing zwischen Theorie und Praxis) und den Global Shapers, einer Initiative des Weltwirtschaftsforums (World Economic Forum), Stipendien für junge Nachwuchs-Führungskräfte zur Teilnahme am Salon bereitgestellt.

Pantarhei Advisors ist eine Unternehmensberatung für Kommunikation mit Standorten in München, Wien, Brüssel und Graz. Mit dem Fokus Change-Kommunikation begleitet Pantarhei Unternehmen und Organisationen in Veränderungsprozessen und hat sich in den vergangenen Jahren unter anderem darauf spezialisiert, gewachsene Kommunikationsstrukturen zu funktionalen Medienhäusern und Newsrooms zu entwickeln. 


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