Liebe Leserinnen und Leser, in dieser neuen Rubrik „Jobprofile“ stellen wir ab sofort spannende Berufsbilder aus der PR- und Kommunikations-Welt vor. Unternehmen, Agenturen und Verbände haben hier unter der Überschrift „Was macht eigentlich ein/e … bei … ?“ die Gelegenheit zu beschreiben, welche konkreten Anforderungen Sie an Bewerberinnen und Bewerber für bestimmte Aufgaben richten.

PRJ Banner Akbar I

Medical Writing bei FleishmanHillard - ein Job mit Berührung zu unterschiedlichen wissenschaftlichen Themen (© metamorworks).

In der Healthcare-PR-Unit der Agentur FleishmanHillard, Frankfurt am Main, gewinnt das Medical Writing an Bedeutung. Für den Job ist ein Medizinstudium nicht Voraussetzung – und auch sonst ist das Aufgabenspektrum alles andere als langweilig. Bastian Schmidt, Senior Medical Writer bei FleishmanHillard, erzählt was sich dahinter verbirgt, wie man Medical Writer werden kann und was man idealerweise dafür mitbringen sollte.

Von Bastian Schmidt, Frankfurt am Main

Von Haus aus bin ich Molekularbiologe und habe im Bereich Pathobiochemie promoviert. Noch mehr als die Laborarbeit hat mich aber schon damals besonders der kommunikative Aspekt von Medizin und Wissenschaft interessiert. So war der Schritt in die Healthcare-PR irgendwann sehr naheliegend. Anfangs noch als PR-Berater unterwegs, habe ich zunehmend Projekte im Medical Writing übernommen. Mittlerweile mache ich das ausschließlich.

Der „Joballtag“ bei FleishmanHillard

Das Erstellen medizinischer Dokumente – Originalarbeiten, Reviews, Publikationen zur ärztlichen Fortbildung, Präsentationen oder klassische Sonderpublikationen – nimmt den Großteil meiner Zeit in Anspruch. Damit einher geht natürlich, dass ich auch sehr viel Zeit mit der Lektüre medizinischer Publikationen verbringe. Außerdem bin ich für meine Kolleginnen und Kollegen eine Art Quality Assurance Manager, wenn es um medizinische Aussagen in Marketing- und PR-Material geht.

Fähigkeiten, die man für den Job mitbringen sollte

Es ist sehr hilfreich, wenn man die grundlegenden molekularbiologischen und immunologischen Prozesse im menschlichen Körper versteht. Aber man muss als Medical Writer nicht zwangsläufig Mediziner sein. Ich glaube, die Mehrzahl der Medical Writer haben ursprünglich ein Biologie-Studium absolviert. Zusätzlich kann es nicht schaden, wenn man ein paar Statistik-Kenntnisse vorweisen kann, da wir uns im Joballtag intensiv mit klinischen Studien und der entsprechenden Datenauswertung beschäftigen. Natürlich sollte man auch Freude am Schreiben und Erstellen medizinischer Inhalte haben und neugierig sein, sich in viele verschiedene medizinische Themen einzuarbeiten.

Perspektivische Entwicklung im Job

Wir beobachten, dass das Medical Writing für das Produkt-Marketing eine immer wichtigere Rolle spielt. Ein Grund dafür ist sicher die zunehmende Komplexität in der Herstellung und Anwendung pharmazeutischer Produkte. Ein Beispiel ist die CAR-T-Zell-Therapie in der Blutkrebsbehandlung, die eigentlich gar kein Arzneimittel im klassischen Sinne, sondern vielmehr einen Prozess darstellt. Um auch bei solchen Produkten unsere Klienten optimal unterstützen und beraten zu können, brauchen wir auf Agenturseite natürlich entsprechenden medizinisch-wissenschaftlichen Sachverstand. Und wenn ich die Pipelines der pharmazeutischen Hersteller anschaue, glaube ich, dass mir so schnell nicht langweilig werden wird.

Neugierig geworden? Unsere aktuellen Stellenangebote findest Du hier. Mehr über uns erfährst Du auf unserem Instagram Profil.

Hinweis: In der „PR-Journal“-Rubrik Jobprofile bekommen Unternehmen, Agenturen und Verbände die Gelegenheit, spannende Berufsbilder aus ihrem Alltag vorzustellen. Der obige Bericht stammt von der Agentur FleishmanHillard Germany.


Wir haben die Kommentarfunktion wegen zu vieler Spam-Kommentare abgeschaltet. Sie können uns aber trotzdem Ihre Meinung zu diesem Artikel als Leserbrief direkt zusenden. Falls Sie wünschen, dass wir Ihren Leserbrief als Kommentar dem Artikel hinzufügen, vermerken Sie dies bitte in der Mail an uns.
leserbrief@pr-journal.de