Murtaza Akbar

Unser Sprach-Optimist Murtaza Akbar meldet sich immer wieder zu Wort, wenn es um unsere Sprache geht. Das hängt nicht nur mit seiner Kolumne hier im „PR-Journal“ zusammen, sondern vor allem mit seiner Rolle als Kommunikationsexperte und Dozent für Onlinekommunikation an der Hochschule Darmstadt. Im Deutschlandfunk Nova hat er sich nun dazu geäußert, wie die Pandemie unsere Sprache binnen kurzer Zeit verändert hat. Über 1.000 Wörter seien hinzugekommen, erklärt er. Social Distancing, Corona-Frisur, Maskenmuffel sind nur einige wenige Beispiele dafür.

Am meisten nerven den Sprach-Optimisten dabei aktuell Begriffe wie Lockdown, Querdenker oder auch Impfdrängler – für ihn alles Worte, die negativ besetzt sind. In Bezug auf die unterschiedliche Auslegung von Begriffen, kritisiert er, dass wir bis heute sehr schwammig formulieren. Ein häufig verwendeter Begriff sei etwa "Maßnahmen". Dieses Wort aber bedeute für jedes Bundesland und zu jeder Uhrzeit etwas anderes. Auch "Shutdown" oder "Lockdown" sei nicht besonders klar. Sein Urteil: "Also ich glaube, die meisten Länder und die meisten Sprachen haben da keinen so guten Job gemacht."

Das knapp zehnminütige Interview mit Murtaza Akbar ist hier im Deutschlandfunk Nova zu finden.


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