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Der Start von Annalena Baerbock in den Bundestagswahlkampf ist missglückt. PR- und Krisenexperte Alexander Güttler nimmt im „Handelsblatt“-Interview Stellung dazu.

Annalena Baerbock, die Kanzlerkandidatin von Bündnis 90 / Die Grünen, hat keinen guten Start in ihre Kampagne gehabt. Die Nachmeldung der Nebeneinkünfte, die Korrekturen im Lebenslauf und zuletzt die nicht vorhandenen Quellenangaben in ihrem Buch fügen sich zu Eindrücken zusammen, die mit dem Begriff „unprofessionell“ überschrieben werden können. Was rät der Krisenexperte? Wie soll Baerbock vorgehen, um ihr Glaubwürdigkeitsproblem zu beheben? Was können Kommunikationsberater dabei leisten? Diese und weitere Fragen hat der PR-Berater und Krisenexperte Alexander Güttler für das „Handelsblatt“ beantwortet. Dabei hat der CEO der Düsseldorfer Agentur komm.passion nicht mit Kritik am Umfeld Baerbocks gespart.

Güttler empfiehlt den Grünen ein Umdenken in der Strategie und wirft die Frage auf, ob sie nicht ein neues Team brauche. Denn der Umgang mit Baerbocks in den eigenen Reihen sei zu unkritisch gewesen. Man habe nicht genau genug nach Schwachstellen gesucht und sie deshalb auch nicht gefunden.

Man guckt sich alle Schwachstellen an und versucht sie zu beheben. Man sucht die Schwachstellen im Lebenslauf oder man trennt sich sogar von einer Beteiligung, die anrüchig wirken könnte. Man muss neu denken. Genau das ist augenscheinlich nicht geschehen. Güttler wörtlich: „Eine Kanzlerkandidatin sollte zeigen, dass sie sich der neuen Rolle bewusst ist und einen strategisch geplanten Weg dahin beschreiten. Augenscheinlich hat Baerbock kein Team um sich, das sie entsprechend einnordet.“

Außerdem hält Güttler manche Reaktion Baerbocks auf die Anwürfe für unüberlegt. Trotz des Anspruchs – insbesondere der sozialen Medien -, schnell zu handeln, sagt Güttler: „Lieber nachdenken – und dann erst handeln. Nichts ist schlimmer als Halbwahrheiten und nicht gehaltene Versprechen.“

Das gesamte Interview mit Güttler findet sich hier im „Handelsblatt“ (paid).


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